Loewe: Umsatzrückgang und Verluste in Quartal zwei, bisherige Prognose unerreichbar

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Auch in Quartal zwei hat die Loewe AG deutlich verloren: Der Umsatz des Konzerns lag mit 57,2 Millionen Euro 23 Prozent unter Vorjahresniveau; zudem wurde wie 2010 ein Verlust in Höhe von fast fünf Millionen Euro eingefahren. Der Vorstandsvorsitzende Oliver Seidl begründete das enttäuschende Quartalsergebnis mit dem „preisaggressiven Wettbewerbsumfeld“ und einer „deutlichen Kaufzurückhaltung der Kunden“.

Im zweiten Halbjahr 2011 sieht Loewe größeres Marktpotenzial für seine Testsieger-Modelle. (Bild: Loewe)

Deutlich spürbar sei zudem, dass „der Markt für LCD-TVs in Europa aufgrund fehlender sportlicher Großereignisse im zweiten Quartal 2011 wertmäßig um 25 Prozent zurückgegangen“ sei, so Seidl weiter. Vor diesem Hintergrund sei die bisherige Zielsetzung von Loewe, für das Jahr 2011 ein Umsatzwachstum und ein positives Ergebnis zu erreichen, nicht mehr realistisch.

Aufgrund der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr sei damit zu rechnen, dass der Umsatz im Gesamtjahr 2011 unter dem Vorjahreswert liegen werde und daher aus heutiger Sicht kein positives Vorsteuerergebnis (EBIT) erreicht werden könne. Das Unternehmen werde allerdings von der positiven Marktentwicklung zum normalen Saisongeschäft im dritten und vierten Quartal 2011 profitieren, des Weiteren von der Einführung neuer, innovativer Produkte“, gibt sich Marketing- und Vertriebsvorstand Manfred Fitzgerald optimistisch.

„Wir bauen unser aktuelles Produktportfolio mit einem neuen Audio-Segment strategisch weiter aus“, gibt Seidl die Marschrichtung vor. „Zum Saisongeschäft 2011 werden die Loewe Lautsprecher und A/V-Zuspielgeräte durch eine breite Palette individualisierbarer, innovativer Stand-alone Audio-Lösungen ergänzt.“ Die führende Marktstellung bei der Verbindung von Internet und Fernsehen wolle man weiter ausbauen, neue Ansätze zur Vernetzung von Unterhaltungselektronik und Informations-Technologie soll auf der IFA 2011 vorgestellt werden.

Mittelfristig wittern die Kronacher gute Chancen auf dem Markt: Neben dem „weiteren Ersatzbedarf und dem zunehmenden Mehrfachbesitz von LCD-TVs in Europa“ sollen neue Technologien wie 3D-TV und HbbTV über 2011 hinaus für Impulse sorgen.

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