Nullwachstum: Preise für Großformat-Panel in erster Junihälfte unverändert

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Die herbeigesehnte Steigerung der Panelpreise – messbar geworden im Mai und einhellig von der Branche begrüßt – läuft im Juni mit verlangsamtem Tempo, berichtet die Digitimes unter Bezug auf nicht näher genannte Branchenquellen. Wie es aus den Reihen der Panelhersteller heißt, wird mit einer Rückkehr in die Gewinnzone nicht vor dem dritten Quartal gerechnet, voraussichtlich soll sie sich im Laufe des Juli einstellen.

Gewinnzone in Sicht: Laut Prognosen kann die Panelbranche in Quartal drei wieder aufatmen. (Logos: AUO, CMI)

Hauptgrund dafür, dass die durchschnittlichen Preise für großformatige Panel im Mai überhaupt anfingen zu klettern, sei die Lagerbestandssituation aufseiten der Vertriebskanäle, so heißt es. Die zweite Begründung liegt in der Tatsache, dass diejenigen Hersteller, die große Verluste erlitten hatten, gezwungen waren, zum Ausgleich ihre Preise zu erhöhen, was sich wiederum auf das generelle Preisniveau auswirkte.

Mittlerweile ist die Quote des Preisanstiegs bei den meisten großen Panelanwendungen – Monitore für PCs und Notebooks sowie LCD-TVs – wieder gleich null. Lediglich TV-Panel mit Bilddiagonalen von 26, 31 und 42 Zoll haben sich um einen US-Dollar (0,69 Euro) verteuert.

Der derzeitige Stillstand ist der Digitimes zufolge der schlechten Nachfragesituation in Europa geschuldet: Die Lage schrecke Systemhersteller und andere Anbieter davon ab, ihre Panellager wieder aufzufüllen und Bestellungen zu lancieren. Speziell im europäischen Markt wird zudem eine Nachfrageflaute im Notebooksegment festgestellt, was sich aufseiten der Notebook-Anbieter ebenfalls in Bestell-Unlust niederschlägt. In Gestalt der boomenden Tablet-PCs lässt sich der Verursacher für den sinkenden Notebookbedarf leicht ermitteln.

Ungeachtet der geringen Junizuwächse gehen die Panelhersteller davon aus, dass sich das Preisniveau in Quartal drei weiter erholt. Nicht nur taiwanische Branchenvertreter wie AUO und CMI hatten für weite Strecken des laufenden Jahres mit Verlusten zu kämpfen. Nach Ansicht der von der Digitimes zitierten Branchenkenner soll die Periode von Juli bis September für die Panelproduzenten endlich wieder Gewinne bringen.

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