Panel-Hersteller sträuben sich vor weiteren Preissenkungen

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Die zunehmende Forderung vieler Firmen im Endkundenmarkt nach einer raschen Preissenkung bei ultra-dünnen LCD-Panels für besonders energiesparende Notebook-Systeme, wie wir sie beispielsweise aus Netbooks mit Intels Atom Plattform oder der bald erhältlichen Yukon Plattform von AMD kennen, scheint bei den Panel-Herstellern offenbar auf taube Ohren zu stoßen. Schließlich versuchen diese die Auslieferung stromsparender Panels künstlich zu bremsen, um den Preis zu verteuern.

Laut Digitimes beziehe man sich hierbei auf Marktquellen, welche davon ausgehen, dass die kostengünstigeren energiesparenden Notebook-Systeme die traditionellen Systeme bis zum Ende des Jahres auf einen Marktanteil von etwa 80 Prozent zurückdrängen werden. Allerdings liegen die Kosten der Panels für energiesparende Notebook-Systeme gut fünf bis zehn Dollar höher als für traditionelle Notebooks und machen somit rund 20 Prozent der gesamten Herstellungskosten eines Notebooks mit Intels Atom Plattform oder einer vergleichbaren Alternative aus.

Aus diesem Grund fordern viele im Endkundenmarkt tätige Firmen zunehmend eine baldige Preissenkung und zwar noch unter das Niveau ihrer stromhungrigen Geschwister, damit energiesparende Notebooks zukünftig ihrem Ruf gerecht werden und vor allem eine günstige Alternative darstellen.

Dass diese Forderungen bei den Panel-Herstellern nur höchst widerwillig Anklang findet, scheint nicht zu überraschen. Erst vergangene Woche forderte der Panel-Hersteller AU Optronics (AUO), nach dem massiven Preisverfall des vergangenen Jahres, eine Stabilisierung der Preise auf ein annäherndes Vorjahresniveau durchzusetzen. Dieses Vorgehen dürfte zweifellos die momentane Einstellung vieler Panel-Hersteller bezüglich ihrer aktuellen Preispolitik widerspiegeln. In Anbetracht dessen stehen die Chancen für eine freiwillige Preissenkung mehr als schlecht.

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