Panelgigant CMI senkt Outsourcing-Quote

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Der taiwanesische LCD-Panelproduzent Chimei Innolux Corporation (CMI) will seine Lieferkette verschlanken und zukünftig bis zu 70 Prozent aller Bauteile innerhalb des eigenen Konzerns fertigen. Wie das Branchenportal Digitimes unter Berufung auf Kenner des Markts meldet, senkt das Unternehmen den Anteil an ausgelagerter Produktion auf 30 Prozent und erteilt damit etlichen Zulieferern eine Abfuhr. Laut Insidern sind Lieferanten von Hintergrundbeleuchtungs-Modulen, LCDs, SMTs (oberflächenmontierte Bauelemente) und weiteren Bauteilen betroffen.

Setzt auf betriebsinterne Produktion und eine schlanke Lieferkette – Chi Mei Innolux. (Bild: CMI)

In einem Interview mit pressetext.de äußerte sich Actron -Vorstand Michael Wöginger folgendermaßen dazu: „Dass sich CMI bemüht, die Lieferkette so wenig wie möglich auszulagern, verwundert mich nicht. Damit stellt das Unternehmen höchste Qualität zum kleinsten Preis sicher.“ Dem Experten nach bietet sich die Optimierung nicht zuletzt deshalb an, um große Stückzahlen zu produzieren. Die Actron AG ist ein Vertriebshandel für Display-Lösungen und elektronische Bauteile.

Die anberaumte Entschlackung des Lieferkettenmanagements ist laut Insidern eine Folge der Fusion zwischen Chi Mei Optoelectronics, TPO Displays und Innolux. Ganz oben auf der Agenda des neuen Branchenriesen steht die Verbesserung der Profitabilität. Obschon CMI die Digitimes-Meldung noch nicht kommentiert hat, soll die sogenannte „In-House Production“ die Grenze von 70 Prozent nicht überschreiten. Neben denjenigen Zulieferunternehmen, die an Auftragsvolumen verlieren, gibt es aber auch Gewinner:

Wie Marktkenner angaben, profitiert von den Neuordnungen in der Sparte Hintergrundbeleuchtungsmodule neben der CMI-Tochter Chi Lin Technology auch der langjährige Kooperationspartner Kenmos Technology . Demgegenüber müssen die unabhängigen Backlight-Unit-Hersteller Radiant Opto Electronics und Coretronic mit Einbußen durch die Neuausrichtung rechnen. Um das hochgesteckte betriebsinterne Leistungsziel überhaupt zu erreichen, hat CMI umfassende Neuanschaffungen bei Panelproduktionsanlagen vorgesehen; einige Fertigungseinheiten sollen bereits bestellt worden sein. (pressetext.de)

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