Panelhersteller setzen Großformat-Preise ab Mai herauf

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Für Anbieter großer TFT-LCD-Panels stehen die Aussichten günstig, im Mai oder im Juni die Preise anzuheben. Wie die Digitimes meldet, werden bis dahin die Auswirkungen des Erdbebens in Japan auf die Lieferkette zu verspüren sein, die Schlüsselkomponenten knapp werden lassen. Einen zweiten auslösenden Faktor sieht das Branchenportal in einem generellen Preisanstieg für Monitorpanels. Zu den Großformat-Panels zählen alle noch nicht in TVs und Monitoren verbauten Displays mit Bilddiagonalen ab zehn Zoll aufwärts.

Die oberste Zeile listet die Gesamt-Panelumsätze auf, die mittlere gibt die monatliche Veränderung an und die untere Zeile die Veränderung innerhalb eines Jahres. (Grafik: Displaysearch)

Breitbild-Displays mit Bildschirmdiagonalen von 18,5 bis 20 Zoll hatten sich im März um einen geringen Prozentsatz verteuert. Die Branche rechnet damit, dass in diesem Segment im April weitere Preiserhöhungen anstehen. Die Preise für Notebookpanels verharren schon seit geraumer Zeit auf dem gleichen Niveau. Die Mehrzahl der Panelanbieter sieht im kommenden Monat ebenfalls Spielraum nach oben, besonders im Fall von 14-Zoll-Displays. Notebookhersteller teilen diese Erwartung jedoch nicht.

Selbst wenn das Beben vom 11. März die Lieferkette für einige Komponenten in der Panelindustrie unterbrechen sollte, gilt die Produktionssicherheit bis Mai nicht als gefährdet. Die meisten Panel-Lieferanten verfügen über ausreichende Lagerbestände. Vorläufig scheitern die Bemühungen der Hersteller, ihre Preise zu erhöhen, an dieser Tatsache, kommentierten Industriebeobachter. In Abhängigkeit davon, wie lange sich der Wiederaufbauprozess in Japan hinzieht, wird auch im TV-Panel-Segment ein Preisanstieg immer wahrscheinlicher. Wie die Digitimes-Quellen hinzufügten, könne man ebenfalls zwischen Mai und Juni mit der Verteuerung rechnen.

In den ersten zwei Monaten des Jahres hatte die Panelbranche rund 11,1 Milliarden US-Dollar mit Großformat-Panels umgesetzt. Während die Umsätze von Januar auf Februar um vier Prozent zurückgingen, wurden die Erlöse seit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um neun Prozent geschmälert. Das stellten die Marktforscher von Displaysearch im PanelTrack für Februar fest.

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