Wistron erhält Kleinaufträge von Sharp, Vizio und LG

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Der LCD-TV-Absatz des OEM-Herstellers Wistron dürfte bald entscheidend an Dynamik gewinnen. Zusätzlich zu Auftragszuwächsen bei den bestehenden Kunden Sony und Toshiba haben sich die Taiwaner erste Aufträge von Sharp, LG Display und Vizio gesichert. Wie gut informierte Kreise aus der Industrie verlauten ließen, soll es sich anfangs um Bestellungen mit kleinem Volumen handeln.

Gefragt: die Produktionskapazitäten des OEM-Herstellers Wistron. (Bild/Logo: Wistron)

Das Unternehmen steht kurz vor der Ausgabe neuer Wandelschuldverschreibungen und hüllt sich daher in tiefes Schweigen: Wistron verweigerte jegliche Aussage bezüglich der Bestellmengen einzelner Kunden oder der TV-Absatzzahlen im Allgemeinen. Im vergangenen Jahr hatte die Firma zwischen 4,5 und fünf Millionen Flat-Fernseher verkauft. Nach internen Schätzungen hält Wistron es für möglich, dass sich die diesjährigen Absätze auf ein Volumen von zehn Millionen verdoppeln lassen.

Voraussichtlich wird Sharp dem OEM-Fertiger zehn Prozent seiner TV-Produktion übergeben. Zum Vergleich: Sony lässt zwischen 70 und 80 Prozent durch Wistron fertigen, bei Toshiba beträgt die Outsourcing-Quote 70 Prozent, schätzt die Marktforschungssparte der Digitimes. Sollte Sharp sich in Zukunft dafür entscheiden, weitere Produktionsteile an OEM-Hersteller auszulagern, gilt Wistron als aussichtsreichster Partner.

Im Februar 2011 verließen 600.000 LCD-TVs die Wistron-Werke und der Gesamtabsatz des ersten Quartals soll 1,5 Millionen übertreffen. Industriequellen sprechen sogar von einem Volumen von bis zu zwei Millionen Geräten. Damit stünde Wistron besser da als im letzten Quartal des vergangenen Jahres, als 1,35 Millionen TVs verkauft wurden. Damit setzten die Taiwaner 160,77 Millionen NT-Dollar um und erzielten ein operatives Einkommen von 3,39 Millionen.

Mitte des Monats hatte das Unternehmen seine Ergebnisse für 2010 bekannt gegeben. Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zu 2009 um 12,5 Prozent auf 615,19 Milliarden NT-Dollar (14,75 Milliarden Euro) erhöht werden, das operative Einkommen belief sich dank 28-prozentigem Plus auf 13,759 Millionen NT-Dollar. Die Gewinne vor/nach Steuern betrugen jeweils 15,35 und 12 Millionen, wobei die prozentuale Steigerung mit 33,48 und 31,7 Punkten am höchsten ausfiel.

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