Panelkrise: Taiwans Hersteller sehen Preisstabilisierung im Dezember

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Widerstand gegen weitere Preissenkungen regt sich bei Taiwans Panelherstellern. Nach 20 Monaten Panelkrise ist die Schmerzgrenze bei ihnen erreicht – zu weiteren Preiszugeständnissen sind sie nicht bereit. Stabilisieren soll sich das Preisniveau im November, spätestens im Dezember, berichtet die Digitimes.

Nach 20 Monaten Panelkrise erhofft sich die Branche einen Lichtblick im Dezember. (Bild: CMI)

Weil 32-Zoll-LCD-Panels für Fernseher schon zu Cash-Kosten verschleudert werden, lehnen die Panellieferanten Bestellungen lieber ab, als Produktionsmaterialien zu kaufen und trotzdem Geld zu verlieren. Verkannt wird die Lage im vierten Quartal keineswegs; die Branche spricht von weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen.

Taiwans Nummer zwei, die BenQ-Schwester AU Optronics (AUO) hat vier Verlust-Quartale in Folge hinter sich, das Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital ist aktuell bei 56,3 Prozent angelangt. Im ersten Quartal betrug das Verhältnis noch 28 Prozent.

Branchenprimus Chimei Innolux (CMI) hat sein Resultat für das dritte Quartal noch nicht veröffentlich. Marktbeobachter rechnen mit einem noch höheren Verlust als bei AUO (15,8 Mrd. NTD bzw. 373 Mio. Euro). Auch bei der Nettoverschuldung ist CMI schlimmer dran: Das Verhältnis zum Eigenkapital liegt bei 118 Prozent (Q1: 105%). Stark erhöht hat sich die Relation besonders im Vergleich mit dem Vorjahr (78%).

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