Philips: Gewinnwarnung für Sorgenkind TV-Sparte

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Erneut ist die TV-Sparte das kränkelnde Kind in der Produktfamilie von Philips. Die aktuelle Situation im Geschäft mit TV-Geräten veranlasste den Mischkonzern aus den Niederlanden sogar dazu, heute Morgen eine Gewinnwarnung auszugeben. Darin heißt es, das Unternehmen rechne für Quartal eins des laufenden Geschäftsjahrs mit einem beträchtlichen Minus beim bereinigten Gewinn. Der Vorsteuerverlust (EBITA) der TV-Sparte könnte sich demnach auf 100 bis 120 Millionen Euro belaufen.

CEO und Präsident Gerard Kleisterlee (rechts) auf dem Weg zur Pressekonferenz im Hauptquartier. (Bild: Philips)

Schuld daran, so die Begründung von Philips, sei der nach wie vor massive Preisdruck auf dem TV-Markt. Jedoch habe das Unternehmen bereits Maßnahmen zur Kostensenkung in diesem Bereich ergriffen. Wie bereits früher angedeutet, arbeitet man daran, den Lagerbestand zu minimieren. Während der Bekanntgabe der Ergebnisse für Quartal vier und das Gesamtjahr 2010 am 24. Januar dieses Jahres war auf Schwierigkeiten mit der Lagerhaltung im TV-Business verwiesen worden.

Bereits damals räumte Philips ein, dass die Rentabilitätsprobleme im Fernseh-Geschäft nicht enden würden, berichtet inside-digital.de. Die Sparte Consumer Lifestyle, der die Unterhaltungselektronik mit den Fernsehern zugeordnet ist, beendete schon das Jahr 2009 mit einem Verlust von etwa 180 Millionen Euro. 2010 seien weitere 130 Millionen Minus hinzugekommen. Jetzt droht schon im ersten Quartal des Jahres ein ähnlich hohes Minus wie im gesamten letzten Jahr. Deshalb bliebe das Rentabilitätsproblem ein Schwerpunktthema, das mit oberster Priorität angegangen werde, hieß es in der Ad-hoc-Meldung.

Im Herbst 2010 hatte Philips-Präsident Gerard Kleisterlee die Vision 2015 vorgestellt, den neuen Fünf-Jahres-Plan seines Unternehmens. Das Strategiepapier sah vor, nur noch so viel in die TV-Sparte zu investieren, das trotz geringem Wachstum und geringen Margen profitabel gearbeitet werden könne. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters üben die Investoren bereits Druck auf Philips aus, sich vom TV-Geschäft zu trennen. Das sei zwar eine Option, man wolle sich jedoch vorher wieder in die Gewinnzone begeben. Eine zweite Alternative sei die teilweise Auslagerung des Segments.

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