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Poster spielt Musikstücke und verkauft Tickets

Britische Forscher haben ein Poster entwickelt, dass nicht nur lokale Events wie den Auftritt einer Band ankündigen kann, sondern auch über interaktive Merkmale verfügt. Dabei lassen sich kleine Bilder oder Bildteile auf der Oberfläche drücken und lösen dann etwa die Wiedergabe eines Musik-Samples aus. Diese „Paper Apps“ basieren auf leitfähiger Tinte, über welchen sich die Werbeindustrie einen neuen Kommunikationskanal erschließen könnte.

Poster: Spielt Musik bei Druck auf die Icons (Foto: uniform.net)

Darüber hinaus kann so ein interaktives Poster auch deutlich mehr leisten als nur die Darbietung einer Hörprobe. So soll es künftig möglich sein, direkt mit Hilfe des Werbeplakats Tickets zu erwerben und somit ein weiteres Fenster für Impulskäufe zu öffnen. Peter Thomas, Leiter der in Liverpool ansässigen Agentur Uniform, sieht hier gegenüber der BBC eine Möglichkeit, die allgemeine Informations-Übersättigung einzuschränken, mit der sich die Menschen im Netz oft konfrontiert sehen.

„Wir versuchen, etwas von der taktilen Erfahrung von Vinylplatten wiederzugeben. Die Menschen reagieren anders auf physische Medien als auf digitale, besonders wenn es um Musik geht“, so der Werbespezialist. Medien könnten auf diese Weise aus dem Internet in die Offline-Welt zurückkehren.

Die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Wissenschaftlern und Musikern entwickelte Technologie erlaubt auch das Drucken einfacher Schaltkreise auf Produktverpackungen, um diese mit interaktiven Features anzureichen. Aktuell wird daran gearbeitet, ganze Leiterplatten so zu verändern, dass diese über den Druckprozess eingearbeitet werden können.

Den Erfolg der Technologie sollen die niedrigen Kosten ihrer Umsetzung garantieren. Die leitfähige Tinte lässt sich zudem mit herkömmlichen Druckpressen anbringen. Bis zur Marktreife von „Smart Paper“, Internetanbindung inklusive, werden nach Schätzung von Thomas jedoch noch einige Jahre vergehen. (pressetext)

Andreas Roth

... ist Geschäftsführer der PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG und darüber hinaus Chefredakteur von PRAD. Er stellte im März 2002 die Internetseite Prad.de mit dem Schwerpunkt Display Technologie online. Privat gilt er als absoluter Serienjunkie und Netflix Fan.

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