Preisveränderung: LCD-Monitore rauf, LCD-TVs runter

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Aktuelle Zahlen zur Preisgestaltung von Displaysearch zeigen, dass die Preise für LCD-Monitore in der zweiten Novemberhälfte gestiegen sind – in dieser Kategorie gibt es derzeit Lieferengpässe. LCD-TV-Panels zeigen einen gegenteiligen Trend, während Notebook-Displays preislich unverändert bleiben.

Mit zwölf US-Dollar ist der Preisunterschied bei den 40-42-Zoll-TVs mit 120 Hertz und Edge-LED am höchsten. (Foto: LG)

Die die Digitimes berichtet, haben die Panelhersteller die Panelpreise im November durchschnittlich um zwei US-Dollar heraufgesetzt. Speziell 17- bis 19-Zoll-Breitbildmonitore, der Verkaufspreise an den Herstellungskosten kratzen, sind knapp geworden – zu sehr waren Panelhersteller und -anbieter um Lagerabbau und Produktionskontrolle bemüht. 2011 könnte die Situation noch drastischer werden: Die Branche befürchtet Lücken in der Lieferkette, da die Panelhersteller angesichts des Verlustgeschäfts im Monitorbereich weiterhin die Produktion von TV-Panels priorisieren. Vor diesem Hintergrund wird der Abverkauf im Jahresendgeschäft zum bedeutendsten Indikator für Preisprognosen für das kommende Jahr.

Im TV-Segment herrscht nach wie vor Preisdruck, entsprechend haben sich die Panels im November erneut verbilligt. Wie bereits zuvor sind LED-beleuchtete Displays stärker im Preis gefallen als ihre CCFL-Pendants; problematisch sind auch die noch zu niedrigen Lagerumschlagszeiten. Der LCD-TV-Bestand ist nach dem chinesischen Nationalfeiertag Anfang Oktober auf Normallevel gesunken. Da China seitdem jedoch keine starke Marktnachfrage aufweist, spüren einheimische Hersteller keine Besserung.

Kurz vorm Start der werbeintensiven Saison war der Absatz in anderen wichtigen Märkten, wie beispielsweise in Nordamerika, ebenfalls schwach. Dass einige Anbieter von Preisaktionen im Vorfeld des Black-Friday-Wochenendes profitierten, wird allgemein als gutes Zeichen für Preiselastizität angesehen. Dennoch erwarten die TV-Anbieter Zugeständnisse bei der Preisgestaltung im vierten Quartal seitens der Panelhersteller: Die zuletzt mit LCD-TVs erwirtschafteten Margen waren einfach zu klein.

Insgesamt soll der Preisdruck auf das TV-Segment auch im letzten Quartal des Jahres bestehen bleiben, allerdings nicht so massiv wie in Quartal drei. Die Panelhersteller, so die Prognose, werden voraussichtlich darauf setzen, strategisch bedeutsamen Kunden aus der TV-Anbieter-Riege bei bestimmten Angeboten entgegenzukommen, um sich deren Aufträge zu sichern.

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