Roboter-Dock „Shimi“ tanzt für iPhone-Fans (Video)

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Ein rund 30 Zentimeter großer Roboter will sich in die Herzen von Smartphone-Usern tanzen. Denn das Start-up Tovbot hat anlässlich der Konferenz TechCrunch Disrupt eine Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen, um den von einem amerikanisch-isrealischen Team entwickelten »Shimi« in Serie zu produzieren. Dabei haben die Macher insbesondere eine iPhone-Version des tanzenden Lautsprecher-Docks im Sinn, obwohl ein im Juni präsentierter Prototyp noch unter Android gelaufen ist. Interessenten können sich im Rahmen der Finanzierungskampagne einen Shimi für 149 Dollar sichern, das ist ein Viertel weniger als der geplante Ladenpreis nach Verkaufsstart.

Shimi-Prototyp: bringt User daheim auf Trab (Foto: Tovbot)

Ende Juni wurde ein Android-Shimi auf Googles Hauskonferenz I/O vorgestellt, damals noch eher mit dem Fokus auf den Anreiz, kreative Apps zu schaffen. Die Kickstarter-Kampagne konzentriert sich nunmehr darauf, was den DJ-Roboter für Kunden attraktiv macht. Dank fünf gezielt verbauter Motoren kann er nicht nur passend zu den jeweiligen Beats tanzen, sondern seine Lautsprecher-Ohren auch optimal auf den Nutzer ausrichten. Dazu setzt Shimi auf Gesichtserkennungs-Software, mit der er via Handy-Kamera den User identifiziert und verfolgt.

Zudem kann der Roboter seinen Besitzer auch verstehen. Zum einen umfasst das Sprachbefehle beispielsweise für Musikwünsche – dazu, ob hier auch andere Sprachen als Englisch unterstützt werden, hat sich Tovbot allerdings noch nicht geäußert. Zum anderen soll es Shimi auch möglich sein, dank ausgeklügelter Algorithmen Klopfen und Klatschen des Users so zu analysieren, dass er automatisch von Rhythmus und Tempo her passende Musikstücke vorschlägt. Erweiterungen wie eine Reaktion auf bestimmte Gesichtsausdrücke und eine Programmierschnittstelle für Drittentwickler-Apps sind geplant.

Shimi die tanzende Docking-Station im YouTube Video

Das Team hinter Tovbot und Shimi, bestehend aus Robotikern des Georgia Institute of Technology (Georgia Tech), des Interdisciplinary Center Herzliya (IDC) und des MIT Media Lab, konzentriert sich mit der Kickstarter-Kampagne zunächst auf die iPhone-Version des Shimi. Mit 100.000 Dollar ist das Finanzierungsziel für die Verhältnisse der Crowdfunding-Plattform eher hoch, aber dennoch realistisch. Gerade Tech-Gadgets erzielen teils gewaltige Summen, den bisherigen Finanzierungs-Rekord von knapp 10,27 Mio. Dollar hält mit der E-Papier-Armbanduhr „Pebble“ ebenfalls ein Zubehör für iPhone und Android.

Bei der gerade rechtzeitig vor der iPhone-5-Präsentation gestarteten Kickstarter-Kampagne für den Shimi kommen Android-Fans zwar zu kurz, doch haben die Macher übrigens tröstliche Worte: Sie versichern, dass auch eine Android-Version des Robo-DJs kommerziell starten wird. (pressetext)

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