Der südkoreanische Konzern Samsung plant ab 2021 bekanntlich die Produktion von ersten QD-OLED-Panels (siehe PRAD-News: Samsung: Zero-Bezel-Displays und QD-OLED-Produktion), einer Kombination aus seiner Quantom-Dot-Technologie (QLED) und organischen Leuchtdioden (OLED). Intern wird derweil anscheinend bereits an einem möglichen Nachfolger geforscht: QNED verspricht, die Vorteile von QLED mit denen von microLED zu vereinen. Eine Symbiose könnte vor allem die Preisgestaltung weiter positiv beeinflussen, da die Fertigungskosten sinken würden.

Ob und wann QNED Marktreife erlangen wird, bleibt abzuwarten. Ähnlich unklar ist die Situation in einem anderen aktuellen Forschungsbereich von Samsung. Das Unternehmen tüftelt nämlich an deutlich langlebigeren Quantum-Dots, die auf Indiumphosphid als Halbleitermaterial setzen. Eine Lebensdauer von bis zu 1 Million Stunden und eine Maximalhelligkeit von bis zu 100 000 cd/m² soll das neue Verfahren ermöglichen.
Eines scheint gewiss: Samsung möchte jedenfalls zum Teil weiterhin sein eigenes Süppchen kochen und an QLED als ergänzende Technologie festhalten. Im Hinblick auf Konkurrenzkämpfe und potenziell sinkende Marktpreise kann eine solche Entwicklung den Konsumenten nur recht sein. (Quellen: OLED-Info und DigitalFernsehen.de)
(Obige Ursprungsmeldung ist vom 03.12.2019, 16:10 Uhr)
Update (12.03.2026, 13:04 Uhr)
Während die QNED-Forschung bei der Samsung Display Corporation (SDC) zuletzt eine Weile ruhte, soll seit Ende letzten Jahres wieder aktiv daran gearbeitet werden – mit Leuten des alten Kernteams. Berichten zufolge habe das Unternehmen einen Durchbruch erzielt und sehe QNED kurz vor der Marktreife. Laut Gerüchteküche könnte bereits die nächste Generation großformatiger Fernseher und Monitore auf QNED statt QD-OLED setzen. Vorteile seien nach wir vor eine höhere Helligkeitsleistung und Lebensdauer bei theoretisch deutlich geringeren Inkjet-Printing-Fertigungskosten. (Quelle)
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