Samsung, LG Display: China-Werke stehen vor Genehmigung

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Das Genehmigungsverfahren für die zwei Panelfabriken der neuesten Generation scheint sich zugunsten der Südkoreaner zu entwickeln, während Taiwans AU Optronics (AUO) offensichtlich das Nachsehen hat. Samsung Electronics und LG Display (LGD), die beiden weltgrößten Panelhersteller aus Südkorea, warten auf die endgültigen Zulassungen für neue Fabriken auf dem chinesischen Festland. Konkret soll Chinas Handelsministerium den Bau eines 7,5G-Werks in Suzhou sowie einer 8,5G-Fabrik in Guangzhou genehmigen, schreibt die Digitimes unter Berufung auf chinesische Medienberichte.

Joint Venture: Über eine Tochterfirma kooperiert Skyworth in China mit Samsung. (Bild / Logo: Skyworth)

Samsung plant im 80 km westlich von Shanghai gelegenen Suzhou den Bau der 7,5G-Anlage zur Verarbeitung von 4,3 qm großen Muttergläsern. LGDs künftiges Werk soll 5,5 qm große Muttergläser verarbeiten können. Panelwerke ab G7 produzieren hauptsächlich LCD-TVs ausgelegt, aber auch Monitorpanels. Während beide Unternehmen die Genehmigung von Chinas National Development and Reform Commission (NDRC) in der Tasche haben, liegen die Anträge für das finale Genehmigungsverfahren dem Handelsministerium vor.

Samsung China und LG-Partner Skyworth haben bestätigt, dass ihre Anträge bereits vom NDRC durchgewunken seien. LGD will mit Skyworth-Tochter Skyworth-RGB Electronics in Shenzhen sowie einem weiteren Partner vier Milliarden Dollar in das Gemeinschaftsunternehmen zum Bau der 8.5G-Fabrik in Guangzhou, Südchina stecken. Für die Anfangsphase ab Quartal eins 2012 planen die koreanischen LCD-Hersteller einen Output von 90.000 LCD-Panels im Monat, schätzen taiwanische Mitbewerber.

Anfang Februar 2010 hat Taiwans Regierung bekannt gegeben, das Verbot für den Bau von LCD-Panel-Fabriken in China lockern zu wollen. Sofort stellte AUO den Antrag für eine 7,5G-Anlage, wird aber seitdem immer wieder von der Regierung in Taipeh vertröstet. Im August sah es beinahe so aus, als würde die Genehmigung bald erteilt werden, allerdings meldete das Wirtschaftsministerium Ende September Bedenken an, dass sich AUO mit dem Bau in China und anderen Investitionen in Taiwan finanziell übernehmen würde. Ende November wurden die Bedenken erneuert.

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