Sand im Getriebe: Loewe auch 2011 mit Schwierigkeiten

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Beim deutschen Unterhaltungselektronik-Konzern Loewe gibt es im zweiten Jahr in Folge Probleme: Nach dem verpatzten WM-Jahr 2010 kommen die Kronacher auch 2011 noch nicht in Fahrt, berichtet die dpa. In den ersten Wochen des Jahres lagen Umsatz und Ergebnis unter den Vorjahreswerten, teilte der Vorstandsvorsitzende Oliver Seidl mit.

Der ehemalige Finanzvorstand und jetzige Vorstandschef Oliver Seidl soll Loewe aus der Krise führen. (Foto: Loewe)

Der deutsche Premium-Hersteller schloss 2010 mit einem Verlust von sieben Millionen Euro – dabei konnte man im Krisenjahr 2009 noch acht Millionen Euro Gewinn verbuchen. Der Umsatz ging um circa fünf Prozent auf 307 Millionen Euro zurück. Angesichts des schlechten Abschneidens war der damalige Vorstandschef Frieder Löhrer bereits Ende Juli 2010 zurückgetreten.

Sein Nachfolger Oliver Seidl will den Problemen auf Produktseite vor allem mit 3D-Fernsehgeräten begegnen. Für 2011 wurde das Marktvolumen der Sparte auf eine Million Geräte geschätzt. Überdies soll die Produkttechnologie um raffinierte Unterhaltungssysteme für das ganze Haus erweitert werden. Zudem sollen die im Juni unter dem Eindruck des miserablen WM-Geschäfts aufgelegten Umbaumaßnahmen weiter Kosten dämpfen und das Tempo bei der Markteinführung innovativer Produkte erhöhen. Für 2011 Jahr peilt Loewe ein Umsatzplus von rund zehn Prozent auf 340 Millionen Euro an und will im operativen Geschäft wieder schwarze Zahlen schreiben.

Laut magnus.de offenbarte Seidl außerdem Pläne für Kurzarbeit, um potenzielle Lieferschwankungen infolge des Erdbebens in Japan auszugleichen. Auf Zulieferungen des Großaktionärs Sharp sei Loewe nicht angewiesen, soll Seidl betont haben. Der japanische Elektronikriese hatte Loewe 2004 schon einmal geholfen und hält knapp 29 Prozent am Unternehmen.

Um Lieferengpässen rechtzeitig entgegenzutreten, erhöhe Loewe momentan das Lagervolumen für LCD-Bildschirme, wobei man auch bei neuen Lieferanten bestellen wolle, sagte Seidl weiter. Konkrete Zahlen, wie viele Bildschirme aus Japan bezogen werden, nannte er nicht. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers stammt ein Großteil aus Südkorea.

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