Smartphone-Sicherheit: 80 Prozent sind ungeschützt

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Mehr als 80 Prozent der heute in Verwendung befindlichen Smartphones bieten keinen ausreichenden Schutz vor böswilligen Hacker-Angriffen. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt ein aktueller Security-Report des internationalen Marktforschungs- und Analyseunternehmens Juniper Research. Dass es in puncto Handy-Sicherheit derart schlecht bestellt ist, begründen die Experten mit zwei parallel verlaufenden Entwicklungen: der Explosion von Malware-Attacken im Lauf der vergangenen zwei Jahre und dem immer noch sehr schwach ausgeprägten Gefahrenbewusstsein auf Nutzerseite.

Handy-Nutzer: Chinesische User sind am gefährdetsten (Foto: flickr.com/ernop)

„Die Cyber-Kriminellen verlagern ihren Fokus sowohl im Unternehmens- als auch im Privatkonsumentenbereich zunehmend weg vom persönlichen Computer und hin zum Mobiltelefon“, heißt es in dem mit „Mobile Security“ betitelten Bericht. Da sich das Engagement der Hacker immer weiter auf mobile Endgeräte konzentriere, sei auch mit einem weiteren Anstieg von Attacken entsprechender Schadsoftware zu rechnen. „Bis zum Ende dieses Jahres wird es mehr als eine Mio. solcher Malware-Programme am Markt geben“, ist man bei Juniper Research überzeugt.

Am stärksten betroffen von dieser wachsenden Bedrohung sind laut Analyseergebnis vor allem die Chinesen. Das „Land der aufgehenden Sonne“ bleibt nämlich auch weiterhin der größte Mobilfunkmarkt der Welt und ist deshalb auch besonders interessant für die Hacker-Szene. So ist es nicht überraschend, dass in diesem Jahr alleine auf dem chinesischen Festland 31,7 Prozent der insgesamt global verzeichneten Infektionen mit Schadsoftware auf Smartphones registriert wurden. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Russland und Indien.

Was die unterschiedlichen mobilen Betriebssysteme betrifft, bleibt weiterhin Android das Sorgenkind Nummer eins. „Android-Handys sind sehr anfällig für die Verbreitung von Malware, die sich in Applikationen von Drittanbietern und Internet-Downloads versteckt“, betont der Bericht. Im zweiten Quartal 2013 wurden über 60,6 Mio. User mit Android-Geräten Opfer von Malware-Infektionen. Im Vergleich zum selben Analysezeitraum des Vorjahres entspricht das einem Anstieg um das 4,5-Fache.

Der aktuelle Security-Report von Juniper Research bestätigt die Einschätzung vieler Sicherheits- und Mobilfunkexperten. Diese hatten zum Teil schon vor Jahren davor gewarnt, dass sich die Online-Kriminalität mit der Zeit immer weiter in Richtung mobiler Endgeräte umorientieren könnte. Auch die besondere Anfälligkeit von Android ist heute längst kein Geheimnis mehr: Laut NQ Mobile haben sich im Jahr 2012 rund 32,8 Mio. Geräte, die auf das Google-Betriebssystem setzen, eine Malware-Infektion eingehandelt. Über das gesamte Jahr 2013 gerechnet soll dieser Wert sogar noch deutlich übertroffen werden. (pressetext)

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