Smartphones messen Stress der User

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Intel entwickelt unter dem Namen »StressSense« ein System für Smartphones, das geringste Veränderungen in der Sprechweise der User registriert und daraus ein Stress-Profil erstellt. So sollen Smartphone-Nutzer in der Lage sein festzustellen, in welchen Situationen sie besonders angespannt sind. StressSense soll schon bald in die Android-App »BeWell« integriert werden, die die Aktivität und Schlafphasen der User überwacht. Die Stress-Messung kann so eingestellt werden, dass die Stimme kontinuierlich überwacht wird, oder nur während Telefonaten.

Stress: Smartphone als Detektor (Foto: pixelio.de, Tanja)

„Eine Analyse der Stress-Level über einen längeren Zeitraum kann durchaus sinnvoll sein. Allerdings werden normalerweise mehrere Parameter, zum Beispiel Herzfrequenz, Schweiß oder Schlafanalyse, herangezogen. Eine bloße Stimmanalyse ist meiner Meinung nach nicht ausreichend“, sagt Claudia Haas von ebs-Management.

Um die ordnungsgemäße Funktion des Systems zu gewährleisten, muss die Software erst auf die individuellen Stimmen der Nutzer abgestimmt werden. Dazu müssen User sich vor dem erstmaligen Gebrauch entspannen und dann eine dreiminütige Leseprobe abgeben, damit StressSense einen Vergleichswert für die Sprachanalyse hat. Danach erkennt das Programm Abweichungen, die auf Stress hinweisen, wie etwa schnelleres Sprechen oder einen eingeschränkten Frequenzumfang. Die Erfolgsquote der Anwendung liegt laut Intel in Gebäuden bei 81 Prozent, im Freien bei 76 Prozent.

Die Differenz ergibt sich aus der schlechteren Tonqualität durch stärkere Hintergrundgeräusche. „Unser Programm passt sich verschiedenen Geräuschlevels an“, stellt Mitentwickler Hong Lu klar, dass diese Werte als Erfolg zu werten sind. Für die Testmessungen wurden Freiwillige stressigen Situationen wie Bewerbungsgesprächen ausgesetzt. Das Intel-Team hofft, durch StressSense die Aufmerksamkeit für tägliche Stresssituationen zu erhöhen. Die Nutzer sollen ihr neugewonnenes Wissen nutzen, besser mit Alltagsstress umzugehen.

„Aus seriösen Analysen ergibt sich ein brauchbares Bild des Ist-Zustandes. Dann können die Daten nach Mustern durchsucht werden, die Stress verursachen. Daran können die Betroffenen dann arbeiten“, so Haas. (pressetext)

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