Tablets und E-Reader betreten Klassenzimmer

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Fast 75 Prozent aller US-Lehrer von der ersten bis zur zwölften Klasse integrieren Digital-Technologie in den alltäglichen Unterricht, da diese die Schüler motiviert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung der PBS Learning Media. Über ein Drittel nutzt dabei Tablets oder E-Reader im Klassenzimmer – das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Geräte werden hauptsächlich dazu genutzt, um die Unterrichtsinhalte zu erweitern und zu untermauern. Mehr als zwei Drittel der Pädagogen wünscht sich zudem mehr Technologie im Klassenzimmer, da sie als zusätzliches Mittel herangezogen werden kann, um den Schülern Sachverhalte zu demonstrieren, die sie auf andere Weise nicht zeigen können.

Unterricht: PC ist häufigste Klassenausstattung (Foto: pixelio.de, D. Schütz)

Zu den größten Vorteilen von Tablets und E-Readern zählen mit 71 Prozent pädagogische Apps, mit 64 Prozent Websites und mit 60 Prozent E-Books. Klassenzimmer sind zudem am häufigsten mit PCs ausgestattet, gefolgt von interaktiven Whiteboards und Smartphones. „Ein Nachholbedarf für den Einsatz von Technologien in Schulen besteht dennoch global“, erklärt Christoph Derndorfer von OLPC-Austria.

„Kinder sind überaus begeisterungsfähig. Prinzipiell wird mit der Einführung neuer Medien selbstverständlich Interesse und Begeisterung ausgelöst“, sagt er. Informations- und Kommunikationstechnologien böten Schülern zunehmend neuen Raum, sich aktiv in den Unterricht einzubringen. „Sie sind nicht mehr nur Empfänger der Lehrer-Informationen“, meint Derndorfer.

Die Einbindung technologischer Innovationen in das Klassenzimmer wird dennoch häufig angezweifelt, da ein Verlust der klassischen Lehrer-Schüler-Beziehung befürchtet wird. Technologien durchdringen laut dem Experten jedoch steigend alle Lebensbereiche. „Wieso sollten sie also in Schulen ausgenommen werden? Es kann sich natürlich in alle Richtungen auswirken, aber ich denke nicht, dass die Kommunikation in der Klasse quantitativ oder qualitativ unter Technologie leidet, sondern sich vielmehr ändert“, so Derndorfer.

Diese Behauptung untermauert der Fachmann mit dem Argument, dass auch das durchschnittliche Büro mittlerweile technisch gut ausgerüstet ist – die Kommunikation unter den Kollegen dennoch erhalten geblieben ist. (pte)

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