Toshiba Power TV: Absatz-Power für Schwellenländer

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Von schleppender Nachfrage und Zinskrisen gebeutelt, bleiben die TV-Märkte Nordamerikas und Westeuropas deutlich hinter den Prognosen zurück. Der Schritt etlicher großer TV-Hersteller, sich verstärkt in anderen Regionen zu engagieren, ist da nur logisch – insbesondere in Schwellenländern sehen Marktforscher großes Wachstumspotenzial .

Klangverstärkt, Strom sparend und unabhängig vom Stromnetz: Toshiba Power TV. (Bild: Toshiba)

Toshiba hat Indien, Indonesien und Vietnam im Sinn: Laut der Nikkei Business Daily wollen die Japaner im Oktober mit der Produktion von eigens für diese Staaten konzipierten Flatscreen-TVs beginnen. Diese Maßnahme ist Teil der Toshiba-Strategie, im kommenden Jahr den LCD-TV-Absatz auf 25 Millionen Einheiten erhöhen – satte 80 Prozent mehr als 2010. Nach Einschätzung des Unternehmens bieten Schwellenmärkte genügend Absatzpotenzial für ein Volumen von bis zu 12,5 Millionen Geräten.

2010 stellte der Elektronikkonzern mit dem Power-TV eine eigene LCD-TV-Marke für Schwellenländer vor. Die Modelle zeichnen sie durch Features wie eingebaute Akkus aus, um regelmäßig auftretende Stromausfälle zu kompensieren. Zudem sind sie mit Signal verstärkenden und Lärm mindernden Technologien ausgestattet. Toshiba bietet die Geräteserie bereits in Südostasien, im Mittleren Osten und Afrika an; mancherorts konnte der Marktanteil damit auf 20 Prozent verdoppelt werden.

Die Lokalisierung, sprich: Anpassung der TVs an örtliche Gegebenheiten geschieht in speziellen Entwicklungsabteilungen, die sich in Indien, Indonesien und Vietnam befinden. Parallel dazu, vermutet die Nikkei, entwickelt Toshiba in der Hangzhou-Provinz in China Konzepte für Fernseher, aber auch für Notebooks.

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