Umsatz mit elektronischem Papier übersteigt 2018 Neun-Milliarden-Grenze

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Laut einer DigiTimes-Meldung prognostizieren die Analysten von DisplaySearch dem globalen Markt für E-Paper-Displays bis zum Jahr 2018 ein Wachstum auf 1,8 Milliarden Geräte und Umsätze von 9,6 Milliarden US-Dollar. Für 2009 sehen die Experten 22 Millionen verkaufte Einheiten bei Gesamtumsätzen in Höhe von 431 Millionen US-Dollar, was einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum um 41 Prozent und um 64 Prozent in Bezug auf ausgelieferte Stückeinheiten entspricht.

E-Paper-Bildschirme lassen sich vielseitig verwenden: Zu finden sind sie beispielsweise in E-Books, E-Textbooks (elektronische Lehrbücher) und Zeitungen, E-Magazinen und in Handapparaten. Aber auch in elektronischen Regalschildern, Displays in Verkaufsstellen, öffentlichen Beschilderungen, in Smart- und Kreditkarten, auf Kleidung und anderen tragbaren Waren kommen sie zum Einsatz. Kein Wunder also, dass der Markt für E-Paper-Displays in den vergangenen 12 Monaten regelrecht abgehoben hat und zu einem der wenigen Hoffnungsträger inmitten des ökonomischen Rückgangs geworden ist.

„E-Paper-Displays finden aufgrund ihres niedrigen Stromverbrauchs und der Eigenschaft, auch bei hellem Umgebungslicht mühelos ablesbar zu sein, starken Anklang beim Kunden,“ stellt Jennifer Colegrove, Expertin für Bildschirmtechnologien bei DisplaySearch, fest. Hinzu komme, dass Schirme aus elektronischem Papier „grün“ seien, weil sie ja den Papierverbrauch reduzieren helfen. „Elektronische Regalschilder können Zeit und Arbeitskosten sparen helfen, weil sie die Auspreisung in Geschäften dynamischer machen.“

Zum jetzigen Zeitpunkt haben E-Book-Displays den Löwenanteil am Gewinn für elektronisches Papier. Beinahe alle E-Books, die derzeit auf dem Markt sind, benutzen die elektrophoretische Displaytechnologie (EPD) von E-Ink. Nur eine geringe Anzahl, darunter Fujitsus FLEPia, macht von cholesterischer LCD-Technologie Gebrauch. Mit SiPix und Bridgestone haben weitere EPD-Hersteller angekündigt, Bildschirme für E-Books zu vermarkten.

Laut DisplaySearch hat sich die Modellzahl der E-Books und elektronischen Lehrbücher mit fünf bis neun Zoll großen von einem (2003 – 2004) auf drei im Jahr 2006 erhöht. 2007 zählten die Analysten fünf; mittlerweile sind 20 verschiedene Modelle zu haben. Allein auf dem Markt für E-Books und E-Textbooks mit Bildschirmdiagonalen von fünf bis zehn Zoll erwarten die Experten innerhalb von zehn Jahren eine Zunahme von einer Million (2008) auf 77 Millionen im Jahr 2018.

Mit Fujitsus 8-Zoll-Modell FLEPia trat kürzlich das erste E-Book mit Farbdisplay in Erscheinung. Aufgrund hoher Preise und nicht gelöster technischer Herausforderungen sagt DisplaySearchdieser Technologie große Volumina erst ab 2011 voraus. EPD, davon gehen die DisplaySearch-Experten aus, wird in der betrachteten Periode bis 2018 die marktdominante Displaytechnologie sein und Umsätze in Höhe von 5,8 Millionen US-Dollar erzielen. Die nächsterfolgreiche Bauart – gemessen an ihren Umsatzzahlen von 2,5 Millionen US-Dollar – heißt bistabile LCD-Technologie.

DisplaySearch nennt noch zwei konkrete Beispiele für die Ausdifferenzierung nach Art der Anwendung. So sehen die Analysten die MEMS-Bildschirmbauweise den Schritt vom Kleinstdisplay in Handapparaten zum mittelgroßen E-Book-Display vollziehen. Elektrochrome Displays hingegen würden verstärkt im Niedrigkostensegment eingesetzt, zum Beispiel auf intelligenten Etiketten und Kartendisplays. Da in diesem Bereich enorme Mengen zu erwarten sind, wird die Elektrochrom-Bauweise hinsichtlich der hergestellten Stückzahlen bis 2013 Platz eins einnehmen.

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