US-Firma bringt Nachtsicht auf das iPad

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Das US-Unternehmen Special Operations Apps arbeitet daran, militärische Ausrüstung an Tablets und Smartphones zu koppeln. Bald soll das «System for Optical Attachements»-Kit (SOA 2) erscheinen, das das iPad via Adapter und passenden Programmen zu einem Head-up-Display für Soldaten macht. Unter anderem lassen sich damit professionelle Nachtsichtgeräte an das Apple-Tablet anschließen.

SOA 2: Militär-Kit für das iPad (Foto: specialoperationsapps.com)

Die verschiedenen Geräte bezieht das Unternehmen dabei von Firmen aus dem Rüstungsbereich. Selbst entwickelt man passende Adapter und die auf dem Gerät laufende Software. Auf diese Weise wird das iPad zum externen Display für das Militärequipment.

Im Set enthalten ist eine Infrarotkamera, ein herkömmliches Nachtsichtgerät sowie eine Übersichtskamera, wie sie normal im Feldeinsatz verwendet werden. Es ist möglich, Aufnahmen anzufertigen, die mit Geotagging-Informationen nach militärischem Standard versehen und auf den Bildern und Videos angezeigt werden. Die Positionierung gelingt dabei mit einer Genauigkeit von bis zu sieben Metern, berichtet SlashGear.

Die im SOA 2 enthaltenen Adapterringe sind aus «Ultem 2300», einem leichten und extrem widerständigem Plastik aus der Medizintechnik. Zusätzliche Apps liefert die Plattform «Hoodman System Acessories», darunter etwa taktische Navigationstools. Special Operations Apps möchte in Zukunft auch andere Geräte unterstützen, darunter das iPhone, Android-Smartphones sowie das Windows-Phone Nokia Lumia 900. Laut TheVerge steht auch das Nokia 808 «PureView» mit seiner 41-Megapixel-Kamera auf der To-Do-Liste.

Beim Unternehmen hofft man nun auf erfolgreiche Verhandlungen mit der US Army. Man hat die Zubehörsammlung zu diesem Zweck auf der Special Operations Forces Industry Conference vorgestellt, die gestern, Donnerstag, in Tampa zu Ende gegangen ist.

Generell sind die amerikanischen Streitkräfte sehr vorsichtig, was die Auswahl neuer Gerätschaften betrifft, zeigen aber schon länger Interesse im Bereich mobiler Hardware. So wurde vom US-Department of Defense schon vor einiger Zeit eine besonders abgesicherte Version von Googles Android-Betriebssystem als tauglich klassifiziert. (pressetext)

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