USA: Preissenkungen ebnen aktuellen Modellen den Weg

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Die Preise für Flachbild-TVs in den USA sind den dritten Monat in Folge gesunken. Laut iSuppli stecken die Hersteller selbst dahinter – sie wollen Geräte vom letzten Jahr loswerden und Platz für aktuelle Modell schaffen. Seit Januar sind die Durchschnittspreise um 2,3 Prozent auf 1,11 US-Dollar im Februar gefallen. Im Vergleich zum Februar 2010 (1,15 US-Dollar) kosten TV-Panels im Mittel 3,7 Prozent weniger.

Durchschnittspreis von Flachbild-TVs in Nordamerika. (Grafik: iSuppli)

Der Abwärtstrend wurde ausgelöst kurz nachdem die TV-Preise im Dezember in die Höhe geschossen waren und für eine kurze Zeit die stetige Senkung der vorhergehenden Monate unterbrachen. Der anhaltende Preisrückgang reflektiert den Nachdruck, mit dem die Hersteller zum Kauf neuer Geräte animieren wollen – vorgeblich, um ältere Modelle zu ersetzen, die nicht über die heute üblichen Display- und Anschluss-Technologien verfügen, sagte Riddhi Patel von iSuppli. Angesichts des bevorstehenden Marktstarts von Modellen mit wettbewerbsorientierten Preisen seien etliche 2010er Standardmodelle unter den Discount-Hammer gekommen.

LCD-TVs aller Größen verbilligten sich um bis zu zwei Prozent auf durchschnittlich 1.037 US-Dollar. 50-Zöller mit CCFL-Beleuchtung waren im Februar 102 US-Dollar günstiger zu haben als im Vormonat. Im Vergleich zu Februar 2010 beträgt die Differenz 301 US-Dollar. Nur ein Prozent Preisabschlag gab es bei den LED-TVs, wo das Segment von 30 bis 39 Zoll mit 28 US-Dollar den stärksten Einbruch erlebte. Gleiches Bild bei den Plasmas, deren Preisniveau seit Januar um drei Prozent auf 1.525 US-Dollar rutschte.

3D-Fernseher sind die einzige Kategorie, für die iSuppli einen Gegentrend ausmachte. Sie verteuerten sich im Februar um 16 auf 2.990 US-Dollar. Als Zeichen, wie sehr sich die TV-Industrie der 3D-Technologie verschrieben hat, führen die Experten an, dass die Zahl der auf dem Markt befindlichen Modelle von 19 (2010) auf 68 gestiegen ist. Nachdem die alten Modelle ausverkauft sind und der Markt seine saisonale Schwäche überwunden hat, prognostiziert iSuppli erneut steigende Durchschnittspreise.

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