Wintek: CMI beschneidet Apple-Aufträge, integrierte Touchpanel erschließen neue Kunden

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Laut dem Marktforschungsunternehmen Displaybank ist Rot die vorherrschende Farbe in den Auftragsbüchern des taiwanischen Touchpanelherstellers Wintek. Als eins von zwei Unternehmen, aus deren Herstellung Apple Touch-Displays für iPhone und iPad bezieht, lag der Lieferanteil des Panelproduzenten bisher bei 40 Prozent für jedes Produkt. Mit dem Einstieg von CMI als Apple-Lieferant ist Winteks Lieferanteil empfindlich geschrumpft.

Sorgt nach gekürzten Lieferungen an Apple für Ausgleich – Samsung. (Bild: CIPPO, Logos: Wintek, Samsung)

So soll die Kapazitätsausbeute derzeit bei weniger als 70 Prozent liegen. Seitdem CMI im April mit der Auslieferung von Touch-Panels für das iPad 2 an Apple begonnen hat, rechnen die Marktforscher damit, dass Winteks Anteil jeweils deutlich unter 30 Prozent gedrückt wird. CMI – versorgt von TPK – zeichnet aktuell für mehr als 60 Prozent der Lieferungen verantwortlich. Allerdings liefert Wintek seit März neue Spezial-Bildschirme für die weiße iPhone-Version, wobei man etwa 80 Prozent aller Lieferungen abdeckt. Allein im Mai sollen schon 1,8 Millionen an Apple verschifft worden sein, sodass hier von einer gewissen Kompensation auszugehen ist.

Die zweite schlechte Nachricht kommt von Nokia, ebenfalls ein wichtiger Großkunde von Wintek: Weil die Finnen ihre Softwareplattform gewechselt haben, sind ihre Einkäufe rückläufig.

Wintek selbst schätzt die Auswirkungen weniger kritisch ein. Es treffe zu, dass einige Kunden ihre Bestellmenge verringert hätten, so die Taiwaner. Allerdings sei man mit dem Launch eines Touchpanels, dass die Toucheinheit ins Coverglas integriert, Markterster. 2011 will man bis zu zehn Millionen integrierte Displays im Kleinformat und drei Millionen mittelgroße Einheiten fertigen. Bei den großformatigen Panels will die Firma Ende Mai ein monatliches Volumen von 100 Millionen geschafft haben.

Laut Wintek erreicht die neue Displaylösung eine Lichtdurchlässigkeit von 92 Prozent und ist, verglichen mit kapazitiven Touch-Panels im Allgemeinen, rund 20 Prozent günstiger herzustellen. Kein Wunder, dass sich Samsung ebenfalls für die Bildschirme interessiert. Nach Abschluss des letzten Zertifizierungsverfahrens will Wintek offiziell mit der Auslieferung beginnen.

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