ZTE: Smartphone-Ausstattung immer wichtiger

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Auf der CeBIT zeigt nach Jahren der Absenz auch der chinesische Hersteller ZTE, wofür er mittlerweile bekannt ist: Eine breite Palette an Smartphones, die diverse Marktsegmente ansprechen sollen. Aus Sicht des Unternehmens ist hier das Design nicht mehr das entscheidende Element. „Die Spezifikationen der Geräte, letztlich mobile Computer, werden immer wichtiger. Daher sind wir auf der CeBIT richtig“, meint Susanne Baumann, PR-Chefin bei ZTE Deutschland.

Grand X In: Intel-Exot aus der ZTE-Produktpalette (Foto: zte.com.cn)

Im Messegepäck hat ZTE Geräte, die bereits in der Vorwoche auf dem Mobile World Congress (MWC) zu sehen waren und exemplarisch dafür stehen, wie ZTE in den kommenden Monaten Kunden auch hierzulande ansprechen will: relativ viel Leistung für eher wenig Geld. „Wir verstärken unser Engagement in Deutschland sehr stark, sowohl was Handys als auch was Enterprise betrifft“, betont Baumann. Denn im Kern ist ZTE eigentlich immer noch ein Netzbauer – der sich aber anschickt, zur Nummer drei bei den Smartphone-Herstellern aufzusteigen.

Sechs Jahre sind seit ZTEs letztem CeBIT-Auftritt vergangen. Damals war das Unternehmen ein beim Endkunden kaum bekannter Telekom- und Netzwerkanbieter, der auch White-Label-Billighandys produziert. Inzwischen hat er sich aber zum laut IDC Ende 2012 fünftgrößten Smartphone-Hersteller gemausert. Eigentlich ist laut Baumann der Netzbau nach wie vor der größere Geschäftsbereich, aber die Handysparte holt auf – mit 65 Mio. verkauften Geräten im Jahr 2012, davon 35 Mio. Smartphones. Der Hersteller ist nun im Rennen um Platz drei im Smartphone-Ranking, hinter den klaren Marktführern Samsung und Apple, aber auf Augenhöhe mit Huawei und Sony.

Ziehen soll ein breites Gerätespektrum mit Modellen wie dem Android-5,7-Zöller „Grand Memo“. ZTE ortet großes Potenzial für solche Phablets, die ab dem dritten Quartal flächendeckend nach Europa kommen sollen. Die MWC-Neuheit bietet zwar im Zeitalter der Full-HD-Smartphones nur 1.280 mal 720 Pixel Auflösung, soll aber mit einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Für User, die 1.920 mal 1.080 Pixel wollen, gibt es mit dem „Grand S“ auch ein passendes Fünf-Zoll-Modell. Beide sind Geräte mit Android und ARM-basiertem Prozessor.

Ein anderes Paradegerät des Herstellers ist das „Grand X In“, eines der ersten Smartphones mit Intel-Chip, die hierzulande auf den Markt gekommen sind. Auf der CeBIT war es auch im Rahmen von Intels Hersteller-Showcase zu sehen – kein Wunder, demonstriert es doch, was aus Sicht des Partners eine Stärke der Intel-Chips ist. Denn ZTE zufolge hat das Intel-Chipset es leicht gemacht, ohne großen Aufwand auf Akku-Seite vergleichsweise lange Standby- und Laufzeit zu erzielen. Der Nachfolger des Grand X In soll dank der nächsten Intel-Chip-Generation mit zwei Gigahertz Taktung die Leistung verdoppeln.

In Sachen Betriebssystem legt ZTE den Schwerpunkt zwar auf Android, doch mit dem „Open“ hat der Hersteller sein erstes Firefox-OS-Gerät angekündigt. Dieses startet zwar zunächst in Spanien und Südamerika, längerfristig sieht ZTE aber international Potenzial für das Mozilla-OS. Als Zielgruppe sieht Baumann hier ein eher jüngeres Publikum, das sich für Firefox OS als günstige Alternative begeistert. Offen bleibt, ob ZTE auch Windows Phone 8 noch eine Chance geben wird – oder ausschließlich echte Windows-8-Geräte wie das aktuelle Tablet V98 kommen. (pte)

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