Zukunftstechnologien: Solarbetriebene OLED-Displays per Anstrich an die Wand

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OLED und Solarzellen vereint in einer Farbe zum Anstreichen: Wie das genau funktionieren soll, weiß noch keiner so ganz genau, doch die Forscher sind eifrig am tüfteln.

Solarzellen und OLED sind grundsätzlich bekannte Technologien. Doch was passiert wenn man Solarzellen mit einigen OLEDs und einem Bindemittel in einem Farbeimer so richtig kleinhächselt und vermengt? Richtig, man erhält flüssigen Elektronikschrott. Die Forscher von Mitsubishi Chemical und Sumitomo Chemical sehen das jedoch ein bisschen anders. Sie forschen zur Zeit daran, aus beiden Komponenten einen Anstrich zu machen. Dies zumindest erfahren wir bei techradar.com .

Wenn die Forscher Erfolg haben, soll die „Elektrofarbe“ später in einer 100 nm dünnen Schicht auf die Wand aufgetragen werden und dort trocknen. Dann werden die Solaranteile der Farbe den Strom liefern und die OLED-Anteile die Wand zu einem riesigen Bildschirm machen. Neben einer riesigen Anzeigefläche gibt es aber noch weitere Vorteile: Das regelmäßige Streichen enfällt künftig und das gesamte Zimmer kann im handumdrehen farblich komplett umgestaltet werden, je nach Stimmungslage und Nutzungszweck.

Zur Fußball-Europameisterschaft wird das leider noch nichts und auch die Olympischen Spiele werden wir uns noch auf den herkömmlichen Flachbildfernsehern ansehen. Wer nun aber glaubt diese „abgefahrene“ Idee entstammt der Rubrik Science-Fiction für hartgesottene, der täuscht sich. Die an diesem Thema arbeitenden Forscher rechnen bereits in 2 Jahren mit einem funktionierenden Prototypen.

Die Farbe soll aber nicht nur für Wände reserviert bleiben, sondern auch auf andere Oberflächen auftragbar sein.

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