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TESTBERICHT: BenQ VW2430H Teil 6


Reaktionsverhalten

Den VW2430H haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt nennt eine Reaktionszeit von 12 Millisekunden, für GtG werden 4 Millisekunden genannt. Bei der dreistufigen Overdrive-Option AMA wählen wir den höchsten Wert "Premium", anschließend messen wir nur 7,7 Millisekunden für Schwarz-Weiß und 4,7 Millisekunden für den schnellsten Grauwechsel. Auch der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt nur kurze 10,5 Millisekunden.

AMA Premium: sehr kurze Schaltzeiten, sehr starke Überschwinger.

Für ein AMVA-Panel sind diese Schaltzeiten extrem kurz. Dafür sind allerdings sehr starke Überschwinger hinzunehmen, die die Bildqualität bei schnell bewegten Szenen durch auffällige Artefakte beeinträchtigen können.

Allerdings haben die Entwickler den Overdrive soweit optimiert, dass die sonst so auffälligen Farbschiller bei schnell bewegten Schwarz-Weiß-Kontrasten diesmal erstaunlich gering sind. Für schnelle Shooter ist dieser Modus wahrscheinlich die erste Wahl, für den Videogenuss dagegen sicher nicht.

AMA hoch: deutlich längere Schaltzeiten, kaum noch Überschwinger.

In der Werksvorgabe "AMA hoch" gehen die Überschwinger auf ein harmloses Maß zurück. Die Schaltzeiten verlängern sich deutlich, sie treffen jetzt recht genau die Grenze, bei der stärkere Überschwinger gerade noch vermieden werden. Dennoch sind auch diese längeren Werte absolut video- und in vielen Fällen wohl auch spieletauglich. Auch hier sind die genannten Farbschiller nur vergleichsweise gering.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim VW2430H messen wir eine sehr kurze Signalverzögerung von 2,0 Millisekunden. Bis zur Soll-Helligkeit vergehen dann nur noch 5,2 Millisekunden (AMA Premium), mit einer mittleren Gesamtlatenz von nur 7,7 Millisekunden erfüllt der VW2430H auch hohe Gameransprüche.

Backlight

Die LED-Hintergrundbeleuchtung ist wie bei den allermeisten aktuellen Geräten PWM-gesteuert. Bei voller Helligkeit (Reglerstellung 100) arbeitet das Backlight kontinuierlich. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) messen wir die Taktfrequenz mit 240 Hz, das Tastverhältnis liegt exakt der Abregelung entsprechend bei 43 Prozent. Bei sehr empfindlichen Menschen kann daher Backlight-Flimmern auftreten.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Die subjektive Darstellung bewegter Bilder hängt vom gewählten AMA-Modus ab. Mit abgeschaltetem Overdrive wirkt das Bild träge und zeigt Schlieren. Die Einstellung "Hoch" zeigt einen guten Kompromiss aus Beschleunigung und Negativeffekten. Ghosting ist sichtbar, aber gering. Schwarze Konturen werden bei bewegtem Bild allerdings etwas fetter und leicht unscharf dargestellt.

Schrift kann je nach Situation etwas verfärbt werden. Im Spiel Terraria zeigt sich bei bewegtem Vollbild ein sichtbares Zittern, was bei beleuchteten Objekten fast als Flackern auftritt. Die Einstellung "Premium" beschleunigt das Bild noch weiter, verstärkt die Negativeffekte aber ebenfalls deutlich. Gelegenheitsspieler sollten sich daran nur wenig stören. Das Inputlag zeigt sich in der Praxis absolut unauffällig.

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2 Kommentare vorhanden


Danke für den Test. Hört sich doch soweit mit dem hohen Kontrast und der einstellbaren Spielefähigkeit gut an, um meinen defekten OLED zu ersetzen. Das Ausleuchtungsproblem mag bei anderen Geräten besser (oder schlecher) sein.
Ergonomie egal bei 200 €. Mein OLED stand direkt hinter der Tastatur und ließ sich gar nicht verstellen. ;-)

Kann man dem kalibrierten Bild auch durch den Grafiktreiber näher kommen?
Wie weit ist die Vorgabe aus dem PDF (Brightness 21, Contrast 50, RGB Gain 100 100 98, Gradation 2) vom kalibrierten Bild entfernt?
Die Wert aus dem PDF-Dokument können nur als Rahmen dienen. Das was die Grafikkarte nachher verändert, können wir leider nicht abbilden.

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