Test Monitor BenQ VW2430H

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Einleitung

BenQ weicht mit dem Design des VW2430H vom klassischen Schwarz ab und präsentiert ein vollständig weißes Gerät. Der VW2430H soll dabei speziell für die Verwendung an Mac-Geräten geeignet sein. Dies dürfte den Hauptgrund für die Farbwahl darstellen.

Davon abgesehen soll das Display hauptsächlich im Wohn- und Arbeitsumfeld eingesetzt werden. Das 24 Zoll große Display bietet mit dem verbauten AMVA-Panel und der LED-Hintergrundbeleuchtung Potential für ein farbreiches Bild und einen guten Kontrast. Letzteres wird im Werbetext des Herstellers gezielt genannt und soll ein statisches Kontrast-Verhältnis von bis zu 5.000:1 bieten.

Der verbaute HDMI-Eingang soll das Gerät zudem Multimedia-tauglich machen. Die angegebene Reaktionszeit von nur 4 Millisekunden Grau-zu-Grau ist für ein AMVA-Gerät sehr niedrig und spricht so auch Spieler an.

Ein zusätzliches Gimmick stellt das vom Hersteller beigelegte Docking-Zubehör dar. Das kleine Plastikobjekt lässt sich am Standfuß anbringen und soll als Halterung für Visitenkarten oder Mobil-Telefone dienen. Ob der VW2430H die Angaben erfüllt, klärt der folgende Test.

Lieferumfang

Verschickt wird der BenQ VW2430H in einem braunen Karton mit Bezeichnungen und Logos von BenQ. Der Bildschirm wird während des Transports von zwei gut dimensionierten Styropor-Schalen vor Beschädigungen geschützt. Ein integrierter Tragegriff erleichtert den Transport.

Im Auslieferungszustand ist der zweiteilige Standfuß zerlegt und separat geschützt. Das Standrohr wird mittels Einrastfunktion am Display montiert. Die Bodenplatte ist mit Hilfe einer Flügelschraube daran zu befestigen.

Zum Lieferumfang zählt neben dem Display und dem zweiteiligen Standfuß das nötige Kaltgeräte-Kabel für die Stromversorgung sowie ein analoges VGA-Kabel. Im Karton befindet sich zudem eine Treiber-CD und eine gedruckte Schnellinstallations-Anleitung.

Benq Vw2430h Monitor Lieferumfang
Beilagen zum BenQ VW2430H.

Im Karton findet sich zusätzlich ein kleines Kunststoff-Objekt, dass vom Hersteller Docking-Zubehör genannt wird. Dieses runde, giftgrüne Zubehör lässt sich in die runde Mulde auf dem Standfuß des VW2430H legen. Fortan dient es als Halter für diverse Utensilien.

Als Beispiele werden Visitenkarten und Mobiltelefone genannt. Mit leichter Skepsis probierten wir dieses Hilfsmittel aus. Tatsächlich lässt sich ein gängiges Smartphone (auch wie im Bild mit zusätzlicher Schutzhülle) problemlos positionieren. So verpasst man garantiert keine News-Meldung oder Textnachricht.

Benq Vw2430h Monitor Tool1
Benq Vw2430h Monitor Tool2
Docking-Zubehör ohne (links) und mit Smartphone (rechts).

Optik und Mechanik

Das Gehäuse des BenQ VW2430H ist gänzlich in schneeweißer Farbe gehalten. Die Ecken des Display-Rahmens sind abgerundet. Der Standfuß zeigt eine vollständig weiche und abgerundete Form. Das Design wirkt nicht verspielt aber warm und weich und steht so im direkten Kontrast zu vielen gängigen schwarzen Monitoren.

Aufdrucke gibt es nicht. Stattdessen wurden Schriftzüge und Bedienfeld-Tasten durch Gravuren und Erhebungen dargestellt. Speziell dem Bedienfeld am rechten Display-Rahmen kommt dies zugute.

Die Verarbeitungsqualität der Technik ist einwandfrei. Der Rahmen sitzt sauber und weist keine ungewöhnlichen Spaltmaße oder Kanten auf. Der Kunststoff wirkt bei Berührung leicht rau und hochwertig. Das Display wackelt praktisch nie und steht dank des großzügigen Standfußes solide.

Der Display-Rahmen weist rundum eine Breite von 17 Millimetern auf und ist dadurch recht schmal. Die Power-Taste wurde als runder mechanischer Taster genau in der rechten unteren Ecke des Display-Rahmens angebracht und fügt sich so sauber in das Design des Displays ein. Das Display weist eine matte Oberfläche auf.

Benq Vw2430h Monitor Front
Frontansicht des VW2430H.

Das Standrohr des VW2430H ermöglicht eine Neigung um 20 Grad nach hinten und um 5 Grad nach vorne. Das reicht für die meisten Anwendungen aus und liegt im Mittelfeld der meisten Testgeräte dieser Klasse.

Benq Vw2430h Monitor Gekippt Zurueck
Benq Vw2430h Monitor Gekippt Vor
Neigungswinkel um 20 Grad zurück und um 5 Grad vor.

Die Display-Rückseite wirkt durch den Absatz, der die Elektronik und das Netzteil enthält, voluminöser als andere aktuelle Geräte. Dafür bleibt der Arbeitsplatz frei von zusätzlichen Netzteilen. Zudem ergibt sich so problemlos die Möglichkeit der Montage einer VESA100-Halterung. Dies wiederum fällt bei anderen aktuellen Geräten dem Design-Aspekt zum Opfer. Der Standfuß samt Standrohr lässt sich zum Zweck der Montage einer solchen VESA-Halterung komplett demontieren. Die Anschlussleiste wurde entsprechend vertikal angebracht.

Benq Vw2430h Monitor Rueck
Rückansicht des VW2430H.

Technik

Betriebsgeräusch

Wir konnten dem BenQ VW2430H während des Tests keinerlei Betriebsgeräusche entlocken. Auch eine Veränderung von Helligkeit oder Bildmodus ändert daran nichts.

Stromverbrauch

Helligkeit Hersteller Gemessen EU 2010 Effizienz
Betrieb maximal 100 % < 40,0 W 30,4 W
Werkseinstellung 100 % 30,4 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 19 % 17,1 W 1,1 cd/W
Betrieb minimal 0 % 14,1 W
Standby-Modus < 0,3 W 0,1 W 1,0 W
Ausgeschaltet 0,0 W 0,5 W

* alle Messwerte ohne Kopfhörer

Beim Stromverbrauch weist BenQ auf das Ecofacts-Label hin, konkrete Werte gibt es aber nur für den Maximal- und den Standby-Verbrauch. Wir messen maximal 30,4 Watt (ohne Ton), für einen LED-Bildschirm dieser Größe ist das ein durchschnittlicher Wert. Wegen der allgemein geringeren Lichtdurchlässigkeit des VA-Panels kann der VW2430H innerhalb dieser Bauart mit 1,1 cd/W dennoch als sparsam gelten.

Im Standby-Modus ist der Verbrauch mit 0,1 Watt sehr gering. Ein richtiger Ausschalter fehlt, trotzdem können wir im ausgeschalteten Zustand keinen Verbrauch mehr messen.

Anschlüsse

Die Anschlussleiste ist an der Rückseite des Displays in vertikaler Position unterhalb des integrierten Netzteils angebracht. Es werden ein analoger VGA-Eingang, ein digitaler DVI-Eingang sowie ein HDMI-Eingang geboten. Eine Audio-Buchse bietet die Anschlussleiste nicht, da das Display keinerlei Audio-Funktionen unterstützt.

Benq Vw2430h Monitor Anschluesse
Vertikal angebrachte Anschlussleiste des VW2430H.

Bedienung

Das Bedienfeld des BenQ VW2430H besteht aus einem seitlich am Display-Rahmen angebrachten Touchfeld. Die Tasten sind unbeschriftet und unbeleuchtet. Jedoch wurde die Position der Tasten jeweils durch eine spürbare Erhöhung hervorgehoben. Dadurch wird die Bedienung ein gutes Stück erleichtert.

Die Tasten reagieren schon auf minimale Berührung und vermitteln ein direktes Ansprechen des Menüs. Leider ist die Wiederholrate der OSD-Bedienung vergleichsweise niedrig, sodass man zwischen zwei beliebigen Bedien-Aktionen einen kurzen Moment ausharren muss, bevor das OSD auf die nächste Bedienung reagiert. Das Navigieren wird dadurch unnötig in die Länge gezogen.

Das eigentliche OSD-Menü zeigt sich übersichtlich. Bei der ersten Tasten-Betätigung öffnet sich ein kleines Hauptmenü, welches Schnellzugriffe und den Einstieg in das eigentliche OSD-Menü bietet. Die Schnellzugriffs-Tasten lassen sich frei belegen.

Benq Vw2430h Monitor Bedien
Touch-Bedienfeld mit leichten Erhebungen am seitlichen Rahmen.

2 KOMMENTARE

  1. Danke für den Test. Hört sich doch soweit mit dem hohen Kontrast und der einstellbaren Spielefähigkeit gut an, um meinen defekten OLED zu ersetzen. Das Ausleuchtungsproblem mag bei anderen Geräten besser (oder schlecher) sein.
    Ergonomie egal bei 200 €. Mein OLED stand direkt hinter der Tastatur und ließ sich gar nicht verstellen. 😉

    Kann man dem kalibrierten Bild auch durch den Grafiktreiber näher kommen?
    Wie weit ist die Vorgabe aus dem PDF (Brightness 21, Contrast 50, RGB Gain 100 100 98, Gradation 2) vom kalibrierten Bild entfernt?

  2. Die Wert aus dem PDF-Dokument können nur als Rahmen dienen. Das was die Grafikkarte nachher verändert, können wir leider nicht abbilden.

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