Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: TCL U55S7606DS

Einleitung

Sicherlich dürfte beim Stöbern im Internet dem einen oder anderen TCL – nicht zu verwechseln mit dem Frauensender TLC – durch die Werbung sowie unschlagbar günstig klingende Angebote aufgefallen sein: Ein 55 Zoll großer UHD-Fernseher für rund 700 Euro? Wir haben zugegriffen und verraten, ob sich die Investition lohnt.

TCL U55S7606DS: Da der Hersteller uns kein Testgerät zur Verfügung stellen konnte, mussten wir den UHD-TV käuflich erwerben. (Bild: TCL)

Ein paar interessante Fakten zum Einstieg: Hinter den drei Buchstaben steckt niemand geringeres als der (laut DisplaySearch Report 2013) drittgrößte TV-Hersteller der Welt – während die Abkürzung früher für "Today China Lion" stand, bedeutet sie seit 2007 "The Creative Life".

Möglich machten das unter anderem die Übernahmen der Schneider-Werke (2002), die drei Jahre später wegen zu großer Verluste aufgegeben wurden, sowie der TV-Sparte des französischen Unternehmens Thomson (2004). Zudem lässt seit 2012 ein bekanntes schwedisches Möbelhaus speziell ans Wohndesign angepasste Fernseher von TCL fertigen.

Gut aussehend: Trotz des niedrigen Preises hat TCL dem U55S7606DS ein ansprechendes und modernes Design verpasst. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. (Bild: TCL)

Noch stellt der U55S7606DS das Spitzenmodell des chinesischen Herstellers dar. Allerdings stellte TCL auf einigen Messen auch UHD-TVs mit 75, 85 und 110 Zoll Bilddiagonale vor, die den 55-Zöller ablösen könnten. (Bild: TCL)

Ausstattung

Das Gerät selbst lässt in puncto Ausstattung keine besonderen Wünsche offen. Lob verdient der U55S7606DS vor allem für die Unterstützung des HDMI-2.0-Standards, wodurch er gewissermaßen gut für die Zukunft gerüstet ist und sich deutlich von der Billigkonkurrenz aus gleichem Lande abhebt. Etwas merkwürdig finden wir, dass der Hersteller dies nicht als Highlight anführt, sondern bloß beiläufig in den technischen Daten erwähnt. Bedauerlicher ist aber der Verzicht auf einen vierten HDMI-Ausgang.

Abgesehen davon zeigt sich TCL recht spendabel bei der Ausstattung. Neben den obligatorischen analogen AV-Schnittstellen findet man beim U55S7606DS auch einen Triple-Tuner für den direkten TV-Empfang via Satellit, Kabel oder DVB-T, einen jahrelang im Voraus programmierbaren USB-Recorder sowie ein passables Smart-TV-Angebot (siehe "Multimedia"). Dreidimensionale Inhalte stellen ebenfalls kein Problem dar – zum Lieferumfang gehören sogar zwei 3D-Shutter-Brillen.

Vom Hertz-Wettrüsten halten die Chinesen scheinbar wenig, bietet der Fernseher doch nur einen "Clear Motion Index" von 200 Hertz. Die Hintergrundbeleuchtung übernehmen im Rahmen verbaute (Edge-)LEDs.

Alles an Bord: Der TCL U55S7606DS verfügt über alle wichtigen Schnittstellen inklusive Twin-Tuner und WLAN. Ein vierter HDMI-Eingang hätte aber nicht geschadet.

Bedienung

Auf den ersten Blick wirken die Menüs des TCL U55S7606DS aufgeräumt und farbenfroh. Weniger Begeisterung lösen dagegen die nicht gerade kurzen Reaktionszeiten aus. Allein der TV-Suchlauf dauert ungewöhnlich lange und förderte in unserem Praxistest nur sehr wenige, überwiegend ausländische Kanäle zu Tage; die klassisch-deutschen wurden erst nach einem zweiten Versuch aufgespürt.

Am Ende der Programmliste angelangt, springt der U55S7606DS nicht etwa sofort zum ersten Sender zurück, sondern schaltet erst einmal sämtliche Video-Eingänge durch – das kann beim Zappen extrem nervig sein. Dafür lassen sich TV-Aufnahmen uneingeschränkt bis zum Jahr 2037 planen.

TCLs Fernbedienung fällt ungewöhnlich groß aus und ihre Tasten haben einen recht harten Druckpunkt. Im Smart-TV-Betrieb erleichtert der integrierte Bewegungssensor die Navigation.

Die Navigation selbst gelingt weitgehend flüssig, wenn auch bestimmte Funktionen wie zum Beispiel "T-Link" oder "GuideOn" weder in der Bildschirmanzeige noch in der Anleitung plausibel erklärt werden. Zudem zeigt die Zurück-Taste der Fernbedienung in Untermenüs keine Wirkung.

Fast noch störender am Signalgeber des TCL U55S7606DS sind jedoch die recht harten und lauten (klickenden) Druckpunkte. Immerhin trösten darüber ein paar nützliche Direkttasten hinweg. Leider gibt es kein detailliertes Farbmanagement, so über die vorhandenen Bildregler nur oberflächliche Anpassungen möglich sind.

1 2 3 > >>

2 Kommentare vorhanden


Ein 4K TV der keine 4K Videos abspielt? Das ist ja wohl ein schlechter Witz! Aber danke dass ihr darauf hinweist.

Ich überlege mir nämlich ein 4K bzw. UHD TV als Monitor.

Dass ein 4K bzw. UHD TV einen HDMI 2.0 Eingang hat finde ich völlig normal. Der Hersteller hat vollkommen recht sowas nicht gesondert hervorzuheben. HDMI 2.0 ist für UHD TVs ja wohl das absolute Minimum.

Dass 4K nicht in 3D funktionieren kann wird klar wenn man die HDMI 2.0 Bandbreite ansieht - 50 oder gar 60 fps (pro Kanal!) geht damit nicht. Dafür braucht's DP 1.3!

Wichtig (für zukünftige TV-Tests) wäre also welche anderen breitbandigen Digitaleingänge noch vorhanden sind - gibt es einen DisplayPort 1.3-Eingang? Thunderbolt? Funktioniert MHL in UHD?

Für zukünftige UHD TV Tests fände ich auch noch wichtig zu wissen wie viele der vorhandenen HDMI Eingänge tatsächlich 2.0 unterstützen, und zwar nicht nur laut Herstellerspezifikation, sondern tatsächlich im Test übergeprüft. Wie die c't in Heft 11 (Artikel 4K-TVs als Monitor) feststellte: "Die Anzeige von 4K-Signalen hing bei fast allen Kandidaten vom gewählten HDMI-Eingang ab...", wobei in dem Test witzigerweise ausgerechnet das TCL-Gerät (U40S7606DS) dasjenige war das in dieser Hinsicht am gutmütigsten war.
Also nicht von einem Panasonic Viera TX-P50UT50E (50" FullHD-Plasma mit Aktiv-3D) wechseln?


Und was heißt "trotz aktiver Shutter-Technik geht in 3D-Filmen die Auflösung verloren."

4K-3D gibt es noch nicht soweit ich weiß.
Wenn sich die Auflösung von 8MP auf 4MP reduzieren würde (wie früher bei Polfilter-3D die halbierte FHD-Auflösung), wäre das immer noch FullHD, ja sogar mehr als die 2,3MP von FHD.

Das hätte man schon genauer beschreiben können :-) .


Solange man keine Twin-Sat-Tuner im TV hat, und auch HD+ ohne Restriktionen möglich ist (notfalls mit Uni-Cam), sind die integrierten Funktionen sowieso uninteressant.
Das gleiche beim Ton, der kommt eh aus dem 7.1-System.

Wenn es ein oft zu findendes Gebrauchtgerät mit evtl. 47" aufwärts mit vernünftiger Bildqualität (gleich oder besser dem oben genannten Viera) gäbe, der wäre eine Alternative.
Smart-TV-Funktionen und Ton sind dabei völlig irrelevant.

Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!