2015: 78 Millionen 3D-Fernseher weltweit

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78 Millionen 3D-Fernseher sollen bis zum Jahr 2015 ausgeliefert werden, lautet eine Prognose von iSuppli. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate – 2010 bei 4,2 Millionen Geräten – soll bis dahin 80 Prozent zunehmen.

Der Verkaufsgewinn der Dreidimensionalen soll 64,3 Millionen Dollar betragen. Das sind rund neunmal mehr als in diesem Jahr (7,4 Millionen Dollar).

„Während 3D-Fernseher der letzte Schrei innerhalb der Consumer-Electronics-Industrie sind, war auf dem Markt wenig Bewegung und stattdessen viel Gerede zu beobachten“, sagt Riddhi Patel, Chef für Fernsehsystemforschung bei iSupply. „Nichtsdestotrotz zeigen die Ankündigungen im Vorfeld und nach der Consumer Electronics Show (CES) im Januar, dass dreidimensionales Fernsehen Wirklichkeit wird. Auf der CES stellten Topmarken wie Sony, LG, Panasonic und Samsung ihre bald zu erwartenden, vollausgestatteten 3D-TVs für das Wohnzimmer vor“, so Patel weiter.

Hersteller von Consumer Electronics stießen laut dem Experten ins gleiche Horn, indem sie auf der CES 3D-Blu-Ray-Player und Home-Theater-Systeme anpriesen. Das sei eine wichtige Unterstützung, die dazu beitragen werde, dass „3D“ sich innerhalb der nächsten Jahre vom Nischenmarkt in den Mainstream-Markt bewege.

Das starke Engagement der großen Marken werde zu einer hohen Wettbewerbsintensität auf dem 3D-Markt führen, was zu Folge habe, dass die Preise fallen. Nur 825 Dollar soll der weltweite Durchschnittspreis für ein 3D-Gerät 2015 noch betragen – weniger als die Hälfte des 2010er Durchschnittspreises (1768 Dollar).

Die Prognose von iSuppli geht davon aus, dass die Markenhersteller ihre ersten 3D-Fernseher noch in Quartal eins ausliefern und dies in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen werden. Viele der 3D-Neuheiten, die erst einmal auf dem Markt bestehen und das Interesse der Kunden schüren sollen, werden 600 bis 700 Dollar teurer sein als ein zweidimensional funktionierender LED-beleuchteter Flachbildschirm.

2010 und 2011 wird laut der iSupply-Vorhersage nur die Zielgruppe der Early Adopters (frühzeitige Anwender) sich einen 3D-Fernseher zulegen. Ab 2012 sollen die neuen Geräte im Fokus einer breiteren Käuferschaft stehen. Als Gründe hierfür nennt die Prognose fallende Preise und das Vorhandensein von mehr 3D-Inhalten.

Damit geht es bereits in diesem Jahr los, unter anderem bei ESPN, DirecTV, BSkyB, SkyLife. ESPN hat vor, 85 Spiele in der dritten Dimension auszustrahlen. Darüber hinaus sollen 2010 etwa 40 bis 50 neue Spieletitel im 3D-Gewand erscheinen.

Eine Sorge der Fernsehindustrie sind die zum Sehen dreidimensionaler Bilder nötigen Spezialbrillen. Sie werfen eine Reihe von Fragen auf: Werden sie kompatibel zu Sehhilfen sein, sei es vom gleichen oder von einem anderen Hersteller? Über den Preis des 3D-Fernsehers hinaus – wie viel werden die Brillen kosten? Teilweise wird der Preis für ein Paar Spezialbrillen auf bis zu 300 Dollar geschätzt; diese Summe wird jedoch für eine durchschnittliche Familie als unerschwinglich angesehen.

Eine Lösung zu diesem Problem, die einige OEM-Hersteller anbieten, ist, zwei der Brillen zu jedem 3D-Fernseher dazuzugeben. Diese „Bundles“ würden das zusätzliche Brillen-Entgelt verschwinden lassen und die Kunden in die Lage versetzen, sich gleich nach dem Kauf dreidimensional unterhalten zu lassen.

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