22 Zoll ist Standard in Taiwan / HannStar will Kapital erhöhen

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Von Januar bis Februar 2011 sind 22-Zoll-Monitore so weit im Preis gefallen, dass sie 19-Zoll-Geräte als Mainstream-Modelle verdrängt haben. In ihren Bemühungen, sich gegenseitig zu unterbieten, haben vor allem Viewsonic und Chimei zu dieser Entwicklung beigetragen. Angesichts einer drei Zoll größeren Bildschirmdiagonale betrachten taiwanische Konsumenten den Aufpreis von 1.100 NT-Dollar (etwa 26,30 Euro) als Schnäppchen, stellt die Digitimes fest.

Die angekündigte Eigenkapitalerhöhung kommt besonders HannStars LCD-Werken zugute. (Bild: HannStar Display)

Momentan koste ein Breitbild-Monitor mit 19 Zoll circa 3.100 NT-Dollar (rund 74,10 Euro), während der Preis für einen Widescreen-TFT mit 22 Zoll 4.200 NT-Dollar (100,36 Euro) beträgt. Insgesamt seien während der ersten beiden Monate 2011 bis zu 200.000 LCD-Monitore auf dem taiwanischen Binnenmarkt verkauft worden.

Saisonal bedingt war Februar mit 20 Prozent geringeren Absätzen im Vergleich zu Januar der verkaufsschwächere Monat. Die Marktdurchdringungsrate von Modellen mit LED-Hintergrundbeleuchtung wurde mit knapp 60 Prozent ermittelt. Weil der LED-Marktanteil sich seit Quartal drei 2010 entscheidend vergrößert hat, erwarten Branchenkenner, dass das Segment in diesem Jahr auf 70 Prozent zulegt.

Indessen hat der taiwanische Panelhersteller HannStar Display einen Beschluss des Aufsichtsrats bekannt gegeben, das Eigenkapital zu erhöhen. Dies soll in Form der Neuausgabe von bis zu 600 Millionen Aktien geschehen, entweder als Privatplatzierung oder an der Börse. Während die erste Angebotsform strategische Investoren anlocken soll, käme der Börsengang den Mitarbeitern zugute: Bis zu 15 Prozent des Neuemissions-Volumens an der Taiwan Stock Exchange blieben für sie reserviert. Alternativ könnte die Belegschaft auch die Ausgabe von Hinterlegungsscheinen wählen.

Wer bereits Inhaber von HannStar-Papieren ist, muss vorerst ohne Dividende leben: Aufgrund des Nettoverlusts von 7,55 Milliarden NT-Dollar (180,36 Millionen Euro) im letzten Jahr hat der Aufsichtsrat die Ausschüttung gestrichen. Weiterhin beschloss das Gremium, 60 Millionen US-Dollar in die Tochtergesellschaft HannStar Display zu investieren, die im ostchinesischen Nanjing LCD-Module fertigt.

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