3D-TV: Erstes Modell unter 1.000 Dollar / Preisdifferenz zwischen 2D und 3D bei 150 Dollar

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Die Preisdifferenz zwischen 3D- und 2D-LED-TVs mit 46 und 55 Zoll beträgt 150 US-Dollar, teilt das Industrial Technology Research Institute (ITRI). Die Marktforscher halten den Unterschied immer noch für zu hoch, um die Marktdurchdringung von 3D-LED-Fernsehers beträchtlich anzuheben. Obschon die Kostenlücke immer noch groß ist, sind die Preise für 3D-Fernseher für Endkunden im Premiumbereich auf ein akzeptables Niveau gefallen.

Samsungs Plasma-TV PN50C490 liefert 3D-Vergnügen für weniger als 1.000 US-Dollar. (Foto: Samsung)

In der 3D-Entwicklung wird LCD nach wie vor als ideale Technologie angesehen. Laut Digitimes Research soll sie einen Marktanteil von 82,8 Prozent erlangen, während Plasma und OLED je 12,6 beziehungsweise 2,4 Prozent erhalten werden. Industriekreisen zufolge werden 3D-TVs, für die eine Shutterbrille notwendig ist, innerhalb der nächsten fünf Jahre durch Modelle ersetzt, die mit bloßem Auge betrachtet werden können.

Mit der Vorstellung seines PN50C490 hat der südkoreanische Hersteller Samsung den ersten 3D-TV für weniger als 1.000 US-Dollar auf dem Markt. Der Einführungspreis des 50-Zöllers mit 720p-Auflösung im Einzelhandel beträgt 989 US-Dollar. Während zwei 3D-Brillen im Lieferumfang enthalten sind, ist der Plasma-TV nicht internetfähig. Hohe Preise und beschränktes Inhaltsangebot machten 3D-TV bei Endkunden bisher nicht zum Star. In Westeuropa, den USA und Japan besitzt ein typischer 3D-Fernseher 45 Zoll und kostet im Durchschnitt 3.150 US-Dollar. Von allen LCD-TVs fallen allerdings nur neun Prozent in diese Kategorie.

Vor diesem Hintergrund ist Samsungs Neuvorstellung so interessant, lässt sie 3D-TV doch im Vergleich zu 2D-HDTV-Standardgeräten als tatsächlich bezahlbare Technologie dastehen. Mit der Preisangleichung wird 3D auch in der Mittelklasse zunehmend zum Standardfeature und soll sich zunehmend in den Haushalten etablieren. Die Marktdurchdringung geht Hand in Hand mit der Verfügbarkeit von Inhalten. Ohne einen dramatischen Zuwachs an 3D-Zuschauern werden sich Inhalteanbieter und Sender vor beträchtlichen Zusatzkosten für 3D-Produktionen scheuen. Und die Hersteller stehen nun vor die Entscheidung, ob sie Samsungs Vorgehensweise adaptieren oder weiterhin auf dem Premium-Ansatz beharren.

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