Ab 2019 könnten 45 Prozent der LCD-TV-Panelproduktion aus China kommen

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Nachdem die Preise für LCD-TV-Panels zuletzt 15 Monate lang angestiegen sind, erwartet das Analyseunternehmen IHS Markit in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 einen geringen Preisrückgang bei den Produkten – mit Ausnahme der großen 65 Zoll-Displays, was der Prognose von Sigmaintell entspricht, die dies ebenfalls vorhersagen.

Konzernzentrale von SDP-Mehrheitseigner Hon Hai (Foto: Hon Hai)

Zuletzt hat Samsung eine große TFT-LCD-Fabrik geschlossen, weshalb die weltweite Verfügbarkeit von mittelgroßen Panels mit 40 Zoll bis 43 Zoll Bildschirmdiagonale um 13 Millionen Einheiten sinken wird. Im Gegenzug haben aber zwei chinesische Hersteller neue 8.5G LCD-Fabriken in Betrieb genommen und auch der taiwanische Hersteller Innolux hat die Produktion in einer seiner neuen Fabriken hochgefahren. Unter dem Strich wird die Verfügbarkeit von TV-Panels deshalb im Jahr 2017 um rund 2 % steigen, während die weltweite Nachfrage nach derzeitigen Analysen allerdings um 7 % anziehen soll. Trotz sinkender Preise ist deshalb laut IHS Markit kurzfristig nicht mit einem deutlichen Preissturz zu rechnen.

In der Zukunft kann sich das aber ändern. In China werden aktuell vier riesige TFT-LCD-Produktionslinien errichtet, die 2019 in Betrieb gehen sollen. Unter anderem baut dort auch Sakai Display Products (SDP), die sich als Standort Guangzhou gewählt haben. Kürzlich wurde darüber hinaus bekannt, dass Hon Hai seinen Anteil an Sakai Display Products (SDP) auf ca. 50 % erhöhen wird. SDP ist eine Ausgründung von Sharp, zu der die seit 2009 bestehende hochmoderne Gen 10 Fabrik gehört.

Eine einzige der modernen 10,5G-Produktionsstätten kann monatlich bis zu 90.000 Einheiten mit einer Größe von 2940 mm x 3370 mm produzieren. Aus einem dieser großen Basiseinheiten entstehen anschließend bei der Weiterverarbeitung acht 65 Zoll- oder sechs 75 Zoll-Panels. Es wird deshalb erwartet, dass rund 45 % der weltweiten Produktion zukünftig aus China kommen werden und das Reich der Mitte damit Südkorea und Taiwan deutlich auf die Plätze verdrängt. Das mögliche Überangebot an TV-Panels auf dem Markt könnte dann zu deutlichen Preissenkungen führen, die letztlich auch dem Endkunden zugutekommen würden.

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