Acer verschiebt Start seines E-Book-Readers

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Der Computerhersteller Acer hat aktuell nicht vor, einen eigenen E-Reader auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen will zuerst prüfen, ob dieser Schritt Sinn macht, berichtet die Taipei Times. Die Industrie müsse vor allem ein bewährtes Geschäftsmodell für den überschaubaren Markt entwickeln, kommentiert der Acer-Vorsitzende J.T. Wang die Entscheidung. Demnach wird das Unternehmen noch warten.

Ist das iPad der Grund für Acers verschobenen Markteintritt? (Bild: Apple)

„Der Markt ist wirklich nicht all zu groß und ich bin sicher, dass die Vorstellung des iPad den Preis von Kindle und Co um einige Dollar drücken wird. Ein wenig abzuwarten, welche Geschäftsmöglichkeiten es wirklich gibt, könnte also die richtige Entscheidung sein“, äußert sich die Gartner-Analystin Carolina Milanesi. Dabei spiele auch die Frage nach Schwarz-Weiß oder Farbe eine Rolle.

Noch vor einem Monat hieß es, Acer wolle im zweiten Halbjahr 2010 in das boomende E-Reader-Geschäft einsteigen. Wang zufolge hält Acer die passende Hardware bereit, doch ist der Vorsitzende skeptisch, was den Markt anlangt. Man müsse abwarten, ob die Öffentlichkeit E-Reader tatsächlich annehme. Eine eigenes Gerät ist aus Gründen der Rentabilität für Acer daher im Moment nicht denkbar.

Die Vorstellung des E-Book-artigen Apple-Tablets iPad erfolgte kurz nachdem vom bevorstehenden Launch eines Acer-E-Readers die Rede war. „Es könnte sein, dass sich ihre Pläne durch die iPad-Ankündigung geändert haben“, folgert Milanesi. Da Acer noch keinen E-Reader im Angebot gehabt habe, könnten strategische Überlegungen ausschlaggebend sein. „Aus meiner Sicht muss jemand, der noch nicht auf dem Markt vertreten ist, sein Angebot genau prüfen. Es gibt zwei Wege, die ein Hersteller gehen kann“, sagt die Analystin mit Blick auf die Entscheidung für oder gegen ein farbiges Display.

Eine Variante wäre demnach ein billiger Schwarz-Weiß-Reader, der auf eine hohe Akkulaufzeit optimiert ist. Die Alternative sei laut Milanesi ein Alleskönner mit einem Farbdisplay zu einem höheren Preis. Allerdings hat sich das iPad auch hier bereits als Spielverderber für die Pläne der Konkurrenz, namentlich Asus und MSI, erwiesen. (mit Material von pressetext.de)

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