Amazon: Kindle Fire zieht Konkurrenz davon

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Der „Kindle Fire“ von Amazon ist nur vier Monate nach seiner Veröffentlichung zum beliebtesten Android-Tablet aufgestiegen. Das berichten die Analytiker von Flurry in einem neuen Report unter Bezugnahme auf eine Auswertung von Strategy Analytics. Tablets mit dem Google Betriebssystem sind weiter auf dem Vormarsch, Apples iPads blieben aber auch 2011 marktbeherrschend.

Kindle Fire: Rasanter Aufstieg des Amazon-Tablets (Foto: Amazon.com)

Die Strategie, ein auf den eigenen Content zugeschnittenes Portal in Hardware-Form auszuliefern, ist für Amazon offenbar aufgegangen. Der im September vorgestellte Kindle Fire liegt demnach in der Prognose für Januar bei einem Nutzungsanteil von 35,7 Prozent. Der nunmehr ehemalige Platzhirsch, die Galaxy-Tab-Reihe von Samsung, hält dann mit 35,6 Prozent nur noch Platz zwei. Gemessen wurden sogenannte „End User Application Sessions“, also wann und wie oft Programme auf einem bestimmten Gerät ausgeführt werden. Nach Angaben von Strategy Analytics werden rund 90 Prozent aller App-Starts erfasst.

Dabei hatte das zum Kampfpreis von 199 Dollar angebotene Tablet keinen ganz leichten Start. Schon wenige Wochen nach dem Start im Oktober bemängelten viele Tester, dass die Performance des Gerätes oft den Erwartungen hinterherhinkt und auch der Cloud-gestützte Browser „Silk“ keine merkbaren Performanceunterschiede zu herkömmlichen Surftools erbringt. Im November lag der Martkanteil in Sachen Nutzung bei drei Prozent.

Jedoch dürften viele Interessierte zu Weihnachten zugeschlagen und dem Gerät einen Aufschwung beschert haben, der an Rasanz sogar über dem allgemeinen, von Flurry als „aggressiv“ beschriebenen Wachstum des Android-Tablet-Sektors liegt. Der Plan dürfte letztlich für Amazon aufgehen, denn laut Analyse geben die User des Kindle Fire mehr als zweieinhalb Mal so häufig Geld im integrierten Amazon-Store aus als dies User der Galaxy Tabs im Android Market tun.

Insgesamt konnte der gesamte Tablet-Markt deutliches Wachstum verzeichnen. Wurden im vierten Quartal 2010 noch 10,7 Mio. Devices verkauft, waren es im Vergleichszeitraum des Folgejahres bereits 26,8 Mio. Hier dominieren nach wie vor Apples iPads mit 15,4 Mio. Geräten oder einem Marktanteil von 57,6 Prozent.

Während in absoluten Zahlen damit deutlich mehr iPads verkauft wurden als im Vorjahr, bedeutet dies relativ gesehen jedoch einen Rückgang des Marktanteils von 9,6 Prozent. Gleichzeitig legte die Android-Konkurrenz um 10,1 Prozent zu, Microsoft bewegt sich mit 1,5 Prozent nach wie vor in einer Nische. RIM und andere Hersteller teilen sich ein kleines Kuchenstück von 1,9 Prozent.

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