AUO: Touch-Panel-Geschäft wird nicht ausgegliedert

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Vor einer Woche hatte die taiwanische Chimei Innolux Corporation bekannt gegeben, dass die Display-Sparte im April in drei Unternehmenszweige aufgespaltet werden soll. Einer der neuen, eigenständigen Bereiche ist für die Herstellung von Touch-Panels zuständig. Für den ebenfalls aus Taiwan stammenden Branchenkollege/Wettbewerber AU Optronics (AUO) kommt diese Strategie allerdings nicht infrage, berichtet die Digitimes.

KY Lee: Abspaltung der Touch-Panel-Sparte ist keine Option. (Bild/Logo: AUO)

Zu einem Zeitpunkt, als die Gerüchteküche um den CMI-Split gerade am Brodeln war, traf der Vorsitzende KY Lee die Feststellung, dass es bei AUO keinerlei Ansätze gebe, diesen Weg ebenfalls zu verfolgen. Das Touch-Panel-Geschäft als separate Einheit zu etablieren, sei nicht geplant, und auch keine Option für die Zukunft. Die Begründung liegt Lee zufolge darin, dass AUOs Kunden die Effektivität einer komplett integrierten Produktion schätzen würden.

Weil das Unternehmen den gesamten Herstellungsprozess unter Kontrolle hat, will AUO den Touch-Panels aus hauseigener Produktion zusätzliche Mehrwert-Funktionen verleihen. Außerdem soll die Touch-Panel-Fertigung zunehmend mit der Herstellung anderer Typen von Flachbildschirmen verschmolzen werden. Dazu bedarf es offensichtlich mehr Manpower: 2011 will die AUO-Gruppe 5.000 neue Mitarbeiter einstellen; allein AUO bietet 3.000 Job-Möglichkeiten.

Hinter all dem, so Lee, stecke das Bestreben der gesamten Unternehmensgruppe, die Gesamtkapazität an Panels heraufzufahren, OLED-Panels eingeschlossen. Auch diese Display-Technologie will AUO 2011 noch zur Fertigungsreife bringen. Allerdings sieht Lee noch Schwierigkeiten beim Senken der Rohstoff-Kosten und des Stromverbrauchs der Panels.

Im vierten Quartal wird die Solar-Wafer-Fabrik voraussichtlich die Massenproduktion aufnehmen können. Um die Herstellung von Solarzellen ausweiten zu können, will AUO 73 Milliarden NT-Dollar (1,77 Milliarden Euro) als Investition bereitstellen. Allerdings wird sich das in diesem Jahr noch nicht auszahlen. Die Umsätze mit Solar-Produkten werden nach aktuellen Prognosen einen Anteil von fünf Prozent an den Gesamtumsätzen des Unternehmens nicht übersteigen. KY Lee hält eine Verdopplung innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahr für möglich.

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