AUO: Wirtschaftsministerium genehmigt Beteiligung am Bau des 8,5G-Werks in China

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Nach neun Monaten ist der taiwanische Panelhersteller AU Optronics (AUO) endlich am Ziel – das heimatliche Wirtschaftsministerium (MOEA) genehmigt indirekt den Bau einer modernen Panelfabrik auf chinesischem Boden. Gemeinsam mit dem in China ansässigen Unternehmen FullVision Optoelectronics wollen die Taiwaner in der kreisfreien Stadt Kunshan in der südlichen Provinz Jiangsu ein Werk der Generation 8,5 errichten.

Drängt auf den chinesischen Markt – Panelriese AUO. (Bild: AUO)

Im Ausgleich dafür, dass die Stadtverwaltung von Kunshan City mit 51 Prozent die Mehrheit an FullVision besitzt, behält AUO das Vorrecht auf die Ernennung der obersten Führungskräfte, was den Vorsitzenden, den Generaldirektor und den Finanzvorstand einschließt. Ursprünglich sollte das 8,5G-Werk im vierten Quartal 2012 in Betrieb gehen. Jedoch gehen Branchenkenner davon aus, dass die Bauzeit für die moderne Fabrik mindesten eineinhalb Jahre betragen wird, sodass der Produktionsstart sich auf das Folgejahr verschieben dürfte.

Weiterhin hat das Unternehmen die Genehmigung für einen Geldtransfer nach Malaysia erhalten: 796 Millionen US-Dollar (etwa 559 Millionen Euro) gehen an eine malaysische AUO-Tochter, die damit das Investitionsvorhaben im Auftrag des Mutterkonzerns durchführen soll.

Wie AUO in dieser Woche mitteilte, hat das taiwanische 8,5G-Werk des Unternehmens, befindlich im Central Taiwan Science Park (CTSP) die Zertifizierung nach ISO 50001 erhalten. Weltweit ist die Panel-Produktionsstätte die erste Einzelfabrik, die nach dieser Norm zertifiziert wurde; mit deren Betreiber AUO erhält das erste Unternehmen aus Taiwan die Zertifizierung.

Offiziell erst am 15 Juni 2011 eingeführt, soll der Energiemanagement-Standard Betrieben helfen, beim Thema Energie ein Effizienzdenken zu entwickeln, auszubauen und letztlich ihre Energieeffizienz zu steigern. Durch die Implementierung von ISO 50001, davon gehen Schätzungen aus, soll sich der Energieverbrauch während des Betriebs der 8,5G-Fabrik noch in diesem Jahr um zehn Prozent senken lassen. Laut AUO entspräche das einer Einsparung von 55 Millionen Kilowattstunden bzw. einem CO[sub]2[/sub]-Ausstoß von 35.000 Tonnen.

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