Aurora II: Günstiges 7 Zoll Dualcore-Tablet im Test

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Der chinesische Elektronik-Hersteller Ainovo hat seine »ainol Novo 7«-Tablet-Reihe in den vergangenen Wochen um neue Modelle ergänzt. Die Sieben-Zoll-Geräte verfügen mittlerweile über Dualcore-Prozessoren und richten sich an den Einsteiger- und Mittelklasse-Markt. Das Flaggschiff »Aurora II« präsentiert sich im pressetext-Test mit guter Verarbeitung und brauchbarem Display, zeigt aber noch Schwächen auf Seiten der Software.

Der Siebenzöller mit IPS-Screen und Dualcore-CPU kostet rund 130 Euro. (Bild: fotodienst.at/Pichler)

In der Verpackung befinden sich neben dem Gerät selbst ein Mini-USB-Anschlusskabel, einfache Ohrhörer sowie ein Ladegerät. Je nach Händler muss ein Adapter für den Anschluss an Euro-Steckdosen separat gekauft werden. Mit über 300 Gramm Gewicht ist das Aurora II relativ schwer, was sich jedoch positiv in der Verarbeitung bemerkbar macht.

Das Tablet steckt rückseitig in einer beschichteten Kunststoffhülle. Diese macht einen soliden Eindruck, ist jedoch empfänglich für Kratzer und Abdrücke. Auch auf dem Display hinterlässt man leicht Spuren, aufgrund dessen spiegelnden Eigenschaften gestaltet sich Arbeiten in der Sonne allerdings problematisch.

Die Bestandteile sind präzise verbaut, problematische Abstände zwischen den einzelnen Bestandteilen sind nicht zu entdecken. Lediglich die Tasten am oberen Rand des Geräts – Ein/Aus, Lautstärkeregelung sowie ein Homescreen-Knopf – wirken etwas locker. Auf der linken Seite des lediglich zwölf Millimeter dicken Cases befinden sich Ladeanschluss, USB-Port, HDMI-Ausgang, microSD-Steckplatz und der 3,5-Millimeter-Klinkenstecker für die Kopfhörer.

Der IPS-Screen löst mit 1024 x 600 Pixel auf, was guten 170 ppi entspricht. Die Farbdarstellung erreicht zwar nicht die Qualitäten der AMOLED-Technologie von Samsung, weiß aber trotzdem zu gefallen. Gleiches gilt für den großen Betrachtungswinkel von 150 Grad.

3,5 mm-Klinkenstecker, microSD-Slot, HDMI und Mini-USB an Bord. (Bild: fotodienst.at/Pichler)

Unter der Haube werkt ein Dualcore-Prozessor des Typs AML8726-MX von AMLogic, der auf einen Gigabyte DDR3-RAM und die Mali-400-GPU zugreifen kann. 16 Gigabyte an internem Speicher bringt das Aurora II mit. Integriert sind ein Gyroskop, Accelerometer und Magnetometer. Für die Verbindung ins Internet ist ein Chip mit n-WLAN an Bord. Auf mobiles Internet, GPS, NFC und Bluetooth verzichtet Ainovo.

Die Frontkamera liefert eine Auflösung von zwei Megapixeln, die Bildqualität erweist sich jedoch als mäßig. Mit schlechteren Lichtverhältnissen weiß das Aufnahmegerät nicht gut umzugehen. Die Tonwiedergabe über die internen Lautsprecher ist für Tabletverhältnisse passabel und bei angeschlossenen Ohrhörern von guter Qualität.

Schwächen weist das Aurora II jedoch bei der Software auf. Voraufgespielt ist Android 4.0.3 inklusive den Google-Programmen GMail und Maps sowie dem Play-Store. Dort jedoch werden einige Programme fälschlicherweise als „nicht kompatibel“ angegeben, lassen sich manuell aber problemlos installieren und ausführen. Die Behebung des Problems ist nur über Root-Zugriff möglich, für den allerdings die Garantie aufs Spiel gesetzt wird. Anleitungen dazu finden sich in entsprechenden Foren, die Durchführung birgt für unerfahrene Nutzer ein gewisses Risiko.

Das Plastikcover der Rückseite ist trotz Beschichtung anfällig für Kratzer und Schmutz. (Bild: fotodienst.at/Pichler)

Auch in Sachen Performance ist das Gerät trotz der starken Hardware noch nicht auf der Höhe. Kleinere Ruckler in der Menüführung trüben die Menüführung. Mit rund 3.170 Punkten im Quadrant-Benchmark und 7.250 Zählern bei Antutu liegt das Aurora II hinter dem Samsung Galaxy Tab 7.7 das jedoch eine etwas niedrigere CPU-Frequenz aufweist und eine höhere Bildschirmauflösung besitzt. Immerhin, in zukünftigen Firmware-Updates sollen die bestehenden Mängel behoben werden, zudem hat der Hersteller angekündigt, auch eine Aktualisierung auf Android 4.1 „Jelly Bean“ zu liefern.

Beim Webtechnologie-Test Vellamo liegt das Tab mit einer Wertung von etwa 1.150 auf Niveau des Galaxy Nexus Smartphones. Im 3D-Performance-Durchlauf mit BaseMark schneidet das Tablet mit rund 19 Bildern pro Sekunde unter dem Niveau der Hardware ab, die an und für sich auch relativ aufwendige Spiele und Apps stemmen können sollte. Das aktuelle Firmware-Update sorgt nur für geringfügige Verbesserungen, die sich in minimal besseren Ergebnissen niederschlagen.

Der Akku weist eine Kapazität von 3.700 mAh auf und soll laut Hersteller eine Standbyzeit von 300 Stunden oder sechs Stunden durchgehenden Videogenuss ermöglichen. In der Praxis ist eher mit fünf Stunden Bewegtbild und einer Woche Bereitschaft zu rechnen.

Insgesamt macht das für rund 130 Euro bei verschiedenen Händlern angebotene Aurora II für seinen Preis eine gute Figur. Die technische Ausstattung lässt – sofern man auf Navigation und Mobilfunk verzichten kann – wenig zu wünschen übrig. Lediglich Softwareschwächen trüben das insgesamt gute Bild. Die Mängel sollen allerdings mit zukünftigen Updates von Ainovo behoben werden. (pressetext)

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