Bekommen Samsung-TVs Googles Android?

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Nachdem Sony Googles Betriebssystem Android in seine TV-Geräte implementieren will, plant Samsung offenbar gleichzuziehen. Das könnte der Google-Technologie in der TV-Sparte zum Durchbruch verhelfen, denn Samsung ist weltweit die Nummer eins auf diesem Markt, ist von Bloomberg zu erfahren.

Werden Samsung-Flachbildfernseher bald mit Googles Android laufen? (Bild: Samsung)

Umgekehrt kann der koreanische Elektronikkonzern seine Vormachtstellung mit internetfähigen Flachbildgeräten weiter ausbauen. Bislang basiert Samsungs Internetdienst Internet@TV beziehungsweise das zugrunde liegende Betriebssystem auf Linux. „Noch ist nichts entschieden, aber wir denken darüber nach, ob Googles Android eingesetzt werden kann“, sagte Yoon Boo Keun, Chef von Samsungs TV-Sparte in Seoul. Die entscheidende Frage sei, ob südkoreanische Inhalteanbieter der Bereiche TV, Film und Musik mit Google kooperieren wollten, hieß es weiter.

Samsung sieht seine Führungsposition gefährdet, weil bei den Konsumenten Portale gefragt sind, die es erlauben, Videospiele und mannigfaltige Programme von Drittparteien zu erwerben. Apple beispielsweise bedient diesen Bedarf mit seinem iTunes-Store und ist dabei, das Angebot auch in den TV-Bereich auszuweiten. Anders als bei Apple TV wäre keine externe Settop-Box nötig, um Fernseher um diese Funktionalität zu erweitern. Das als Google-TV geführte Konzept könnte die seit Jahren angekündigte Verschmelzung von Internet und TV schließlich wahr werden lassen.

Laut einer Prognose des Marktforschers iSuppli wird sich der Absatz internetfähiger Fernseher zwischen 2009 und 2013 versechsfachen – auf 87,6 Millionen Geräte. Etwa die Hälfte von Samsungs 3D-TVs verfüge über Internet@TV, und ihre Zahl solle sich in den kommenden Jahren erhöhen, sagte Yoon. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde der Hersteller dieses Jahr sein Absatzziel erreichen und 2011 noch mehr 3D-Fernseher zu günstigeren Preisen anbieten, fügte er hinzu.

2010 plant Samsung, 35 Millionen LCD-TVS und vier Millionen Plasmageräte zu verkaufen, darunter mehr als zwei Millionen Modelle mit 3D-Support. Seit das Unternehmen im März die ersten 3D-Modelle auf den amerikanischen Markt gebracht hat, wurden mehr als eine Million Geräte verkauft, das entspricht einem Marktanteil von 88 Prozent.

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