BITKOM: Aktuelle TVs sind 20 Prozent sparsamer als Modelle von 2008

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Der Absatz von Flachbildfernsehern ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen: 2011 werden voraussichtlich 9,5 Millionen Geräte verkauft; drei Mal so viele wie 2006. Trotz ihres größeren Funktionsumfangs haben heutige Flachbildfernseher einen geringeren Stromverbrauch als ältere Modelle oder Röhrengeräte.

Seit 2008 ist die Leistungsaufnahme von Flachbild-TVs durchschnittlich um 20 Prozent gesunken. (Bilder: Grundig, pixelio/casiocan)

Wie der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten der GfK Retail and Technology mitteilt, verbrauchten die 2010 in Deutschland verkauften Flatscreen-TVs rund 20 Prozent weniger Strom als ihre Vorgänger aus dem Jahr 2008. Zu verdanken sei dies modernen Technologien wie LED-Hintergrundbeleuchtung und verbesserten Plasma-Displays, heißt es von Ralph Haupter aus dem BITKOM-Präsidium.

Auf Basis von vier Stunden täglicher Nutzung und 20 Stunden Stand-by-Betrieb hatten die 2010er Modelle im Schnitt eine Leistungsaufnahme von 132 Watt und verbrauchten 192 Kilowattstunden Strom im Jahr. 2008 konsumierten vergleichbare Geräte durchschnittlich 164 Watt und verbrauchten 240 kw/h im Jahr. Die Ersparnis von 20 Prozent soll pro Gerät jährlich etwa zwölf Euro an Stromkosten einsparen. Herstellerabhängig unterscheidet sich der Energieverbrauch bei gleicher Bilddiagonale und ähnlicher Ausstattung um bis zu 50 Prozent.

Weil der Energieverbrauch etwa ein Drittel der Gesamtkosten des TVs ausmache, könne ein teureres, energieeffizienteres Modell über die gesamte Nutzungsdauer günstiger sein, so Haupter. Beträchtlich sparsamer im Energieverbrauch sind Apparate mit Bildschirmdiagonalen ab 40 Zoll, ihre Leistungsaufnahme von etwa 200 Watt (2008) sei bis 2010 um 30 Prozent gesunken. Nichtsdestotrotz gilt: Je größer der Fernseher, desto höher sein Stromverbrauch. War 2006 noch jeder fünfte verkaufte Flachbild-TV mindestens 40 Zoll groß, trifft das 2010 schon auf jedes dritte Gerät zu.

Das ab 30. November 2011 gültige neue Energielabel soll Käufern zeigen, wie hoch die Leistungsaufnahme einer potenziellen Neuanschaffung ist. Haupter: „Der BITKOM begrüßt die Einführung des neuen Energielabels, denn es schafft Transparenz und hilft dem Kunden bei der Kaufentscheidung.“

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