HP LP2475w (Prad.de)

  • Vog3lm4nn :
    Gemopst von der Uni-hannover:


    Meinst Du grob soetwas?


    Solche (und ähnliche) Testbilder sollen aus größerer Entfernung betrachtet werden. Bei mir klappt soetwas fast nie. Da muß ich schon über 1,5m weit entfernt sein und dann noch die Augen zusammenkneifen, damit ich die Linienmuster nicht mehr als getrennte Linien wahrnehme.


    Das Prinzip ist bei den Testbildern das gleiche: Du sollst ein einfarbiges graues Feld dem Linienmuster angleichen, also dem Grauton, den Dein Auge daraus macht, wenn Du weit genug weg bist.


    Ganz ehrlich: ich finde die Einstellmöglichkeiten mit dem Display-Assistant grauenhaft.
    Die "Grobeinstellungen" sind nur ein schlechter Witz. Der Graukeil (wieviel abstufungen sind das eigentlich? 16?) ist viel zu grob, das Bild mit den paar Leuten eignet sich überhaupt nicht um den Weißpunkt zu justieren (vor allem sind die Beispiele witzlos, wenn man sie auf einem falsch eingestellten Monitor betrachtet...) und diese Feinjustage mit den unterschiedlichen grauen Hintergründen klappt eben nicht bei jedem und ist letztendlich leider auch nur Pi*Daumen, dafür mit großem Aufwand verbunden.


    Für eine Einstellung von Kontrast und Helligkeit ist dieses Bild schon besser geeignet:

    Ich kann hier auf beiden Seiten die 1 schwach erkennen. (Haha, mein Monitor ist hardwarekalibriert und hat 12bit LUTs.)


    Es gibt auch noch andere, also auch noch feiner abgestufte Bilder...


    Für die Abschätzung des Gammawertes ist dieses Bild ganz gut geeignet:


    Das ist wenigstens fein genug unterteilt, so daß das menschliche Auge sich etwas leichter täuschen lässt.


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    Irgendwo im Thread fragte jemand nach der Bedeutung von "LUT":
    Look Up Table
    Das ist (einfach formuliert) ein Speicherbereich, der als schnelles Nachschlagewerk genutzt wird bei der Farbdarstellung.
    Für einen bestimmten Farbwert (ROT) steht in dieser Liste also, wie entweder die Grafikkarte die Farbe ansteuern soll oder aber im Monitor, wie das eingehende Signal der Grafikkarte dargestellt werden soll.


    Grafikkarten haben meistens (Marketingaussagen, die doch nicht der Wahrheit entsprechen mal außen vor gelassen), 8bit LUTs. Jeder Farbkanal, also Rot Grün und Blau, ist in 8bit (2^8=256, gezählt von 0 bis 255) unterteilt.
    Monitore bringen teilweise größere LUTs mit. Dort sind dann z.B. 12bit oder gar 14bit vorhanden. Wenn ein Farbwert, der von der Graka angesteuert werden sollte, also nicht ganz getroffen werden kann, dann gibt es genügend Alternativen, so daß keine zwei Farbwerte auf dem gleichen Wert landen.


    8bit LUTs sind schon relativ klein und erlauben MAXIMAL 16,7Mio Farben (2^8*2^8*2^8 = 2^24 = 16777216). Wenn nun in diese Tabellen eingegriffen werden muß, damit nicht nur "viele verschiedene" Farben, sondern z.B. neutrale Grautöne, dargestellt werden, dann werden die Zuweisungen verbogen. Dadurch gehen Farbwerte verloren.


    Am leichtesten ist dies "nahe schwarz" vorstellbar. Echtes schwarz sieht man ja nie auf den Monitoren, die haben alle eine Resthelligkeit (Schwarzpunkt - z.B. 0,2cd/m²). Der erste messbare, von Schwarz verschiedene aber neutrale Punkt, liegt dann eben nicht erst bei angesteuerten RGB-Werten 0,0,0, sondern z.B. bei 3,1,0.
    Dadurch fallen schonmal einige Werte unter den Tisch: 0,0,0; 1,0,0; 2,0,0; 3,0,0; 0,1,0; 1,1,0; 2,1,0;.... Eventuell auch alle anderen Kombinationen mit 0,x,x; 1,x,x; 2,x,x.


    Soetwas tritt zwischendurch auch auf, wenn angepasste 8bit auf 8bit abgebildet werden. Dadurch fallen also mögliche Werte weg und andere werden doppelt belegt, da sie ehr dem Soll entsprechen.
    Dies kann sich dann in sogenanntem Banding oder Farbabrissen zeigen (ungewollte Abstufungen in lückenlosen gleichmäßigen Farbverläufen und Schatten).


    Das ist nur eine vereinfachte Darstellung, sollte aber das Prinzip klarmachen.


    Je größer die LUTs sind, desto einfacher ist es viele verschiedene Farben möglichst korrekt wiederzugeben.


  • ah jetzt
    super jetzt verstehe ich auch deine zeilen ;D

    Quote


    Bedenke nur, daß Du den wert für "display_profile" immer anpassen mußt, wenn das Profil einen neuen Namen bekommt.


    :)


    kommt hoffentlich nicht so oft vor dass ich diese datei dann öfter ändern muss ;)
    oder sie bekomt immer wieder den gleichen namen !?


    vielen herzlichen Dank

  • Moin,


    nochmals vielen Dank für den ausführlichen Test !


    Hier werden viele wichtige technische Details diskutiert, Farbräume verglichen usw. , immer wie mir scheint auf der Suche nach dem "perfekten" Monitor. Ich denke, dass man bei jedem erhältlichen (oder zumindest bezahlbaren ;)) Monitor mit kleinen oder größeren Kompromissen leben muss, und die gewichtet jeder anders.


    Wichtig sind eben auch Aspekte für die tägliche Arbeit, die eher im subjektiven Bereich angesiedelt sind, also Sehgewohnheiten, Nutzungsprioritäten oder auch das schon angesprochene Farbempfinden betreffen.


    Für mich ist zum Beispiel auf der Suche nach einem Monitor wichtig, wie sich die Oberfläche beim Arbeiten darstellt. Als MVA-"verwöhnter" Anwender genieße ich ein Arbeiten mit einer Oberfläche, die matt und trotzdem klar ist und die nicht mal im Ansatz "glitzert", wie man es den IPS-Panels und wohl auch S-PVA nachsagt. Und genau das glaube ich würde mich stören, wenn es denn beim Arbeiten ständig evident ist.


    Wie schlägt sich denn der HP2475 in diesem Bereich ?
    Ist es stärker/schwächer als bei einem Hyundai z.B. oder Dell mit S-PVA ?


    Gruß Bingo

  • Ich schließe mich Trigon-ff an. Dieses viel diskutierte "Glitzern" kann ich auch nicht auf meinem NEC nachvollziehen. Die Oberfläche des HP LP2475w war seidenmatt entspiegelt und sehr angenehm. Die Oberfläche erschien m.E. etwas weniger "Rauh" als die meines NEC, was dann unter Umständen weniger "Glitzern" verursachen könnte.


    Andere Vergleiche kann ich Dir dazu auch nicht geben. Ich habe auf jeden Fall keinerlei Probleme an IPS-Paneln. :)

  • Quote

    Original von derGhostrider
    Ich schließe mich Trigon-ff an. Dieses viel diskutierte "Glitzern" kann ich auch nicht auf meinem NEC nachvollziehen. Die Oberfläche des HP LP2475w war seidenmatt entspiegelt und sehr angenehm. Die Oberfläche erschien m.E. etwas weniger "Rauh" als die meines NEC, was dann unter Umständen weniger "Glitzern" verursachen könnte.


    Andere Vergleiche kann ich Dir dazu auch nicht geben. Ich habe auf jeden Fall keinerlei Probleme an IPS-Paneln. :)


    Sehe ich ebenfalls so. Allerdings habe ich auch nicht viele Vergleiche: Nur zwei 20" Philips TFTs mit S-IPS hatte ich mal angetestet.
    Insgesamt hatte mein LP2475w eine normale Oberfläche und angenehme Bildschärfe (nicht überscharf).

  • Doch, doch... ;)


    Stell mal auf eine kleinere Auflösung (verschiedene Auflösungen ausprobieren) und guck es Dir an. Dann werden plötzlich Muster sichtbar, die gar nicht da sind. DAS ist gemeint.


    Wenn Du weit genug weggehst (wirklich weit) und auf den Monitor guckst, dann solten diese schwarz-weiß-Muster auch grau erscheinen.


    Bei mir ist das schön zu sehen, wenn ich die große Ansicht Deines Bildes in einem kleineren Browserfenster skaliert auf Fenstergröße darstellen lasse.


    Da sind dann auch plötzlich alle möglichen Muster erkennbar. Probier es einfach mal aus.

  • Quote

    Original von derGhostrider
    Für eine Einstellung von Kontrast und Helligkeit ist dieses Bild schon besser geeignet:

    Ich kann hier auf beiden Seiten die 1 schwach erkennen. (Haha, mein Monitor ist hardwarekalibriert und hat 12bit LUTs.)


    Ääähm, sollte das nicht eine Selbstverständlichkeit sein? Die 1 hat immerhin einen 4.4.4-RGB-Wert. Ein Monitor der das nicht sichtbar macht ist doch...?
    Sag bitte nicht der HP zeigt die 1en nicht. Ich wollte den eventuell für die Arbeit einsetzen.
    Auf meinem Monitor "springen" mir die entgegen, ohne 12bit-LUT.


    Michael

  • Hmm. Stimmt. Dann is die Beschreibung bei dem Assisten aber auch einfach scheisse -.-'. Also sollte das so aussehen... Gut dann bin ich beruhigt. Mein Bildschirm ist komplett fehlerfrei :)

  • Icy : Doch, natürlich! Aber der Graukeil in der HP-Software ist m.E. wesentlich gröber und soll dennoch für eine (grobe) Einstellung dienen.


    BTW: "Besonders" gutes Erkennen der Zahl ist nicht unbedingt gut...

  • Ich hatte ein bischen überzogen... Natürlich muss ich genauer gucken um die 1 zu sehen, aber sie ist klar erkennbar, ungefähr wie auf meinem CRT. Die Gamma ist schon "perfekt" in Ordnung. Ich habe bei der Arbeit leider auch mit TFTs zu tun, die die unteren 20 Stufen verschlucken. Deswegen arbeite ich hier wieder mit CRT. (Der LG ist privat)


    Michael

  • welchen nun?


    LG 2600 HP


    HP LP2475w


    Dell Ultrasharp 2709W


    -eigentlich nur für dvd!! (kein hd material.) (spielen tu ich nie.)
    -anschlussvielfalt ist mir völlig gleich! ein dvi und eventuell mal stecker für kabelkanal, also tv genügt vollkommen.
    -im kommenden semester sicher CAD.


    bildqualität is mir also am wichtigsten...
    danach die größe (falls 27 für normales PAL material nich schon zu groß ist. abstand zur sitzposition zw. 150cm bis max 210cm)
    und der preis kommt zuletzt.


    als graka hab ich die asus EAH3650 magic silent (falls das von bedeutung ist.)
    als betriebssystem hab ich vista 32bit und arbeite mit dem hauseigenen internet explorer, falls aber notwendig, würde ich auf firefox umsteigen (in welchem zusammenhang das auch mit den farbräumen steht... wovon ich immer noch null plan habe und wofür das pradlex mir wenig hilfreich ist.)


    damit ihr seht, wieviel ahnung ich habe...
    was ist ein kolometri?
    unterstützt er nun 24p? also der hp...




    ENTSCHEIDET ALSO BITTE IHR... ICH BLICK DA LANGSAM NICH DURCH!

  • Quote

    danach die größe (falls 27 für normales PAL material nich schon zu groß ist. abstand zur sitzposition zw. 150cm bis max 210cm)


    Zwei Meter Abstand sind selbst für einen ausgewachsenen LCD-TV >= 40" grundsätzlich (d.h. abhängig natürlich von der Zuspielung/ Verarbeitung), auch bei SD Feed, unproblematisch. Insofern würde ich mir da bei 27" nun überhaupt keine Sorgen machen.


    Gruß


    Denis

  • T^5:
    DU musst vor dem Monitor sitzen, nicht wir. Du fragst also vielleicht die falschen Leute.
    Einen Monitor auszuwählen ist schwierig. Aber Du mußt Dir die Anschaffung rechtfertigen, nicht uns. Wir sind ja nicht Deine Eltern. ;)

  • hallo allerseits,
    nachdem ihr mir vor jehren sehr geholfen habt was meinen monitor angeht, komme ich auch jetzt wieder zu euch...


    um die frage nocheinmal hochzuholen, da sie mich auch brennend intessiert:
    ist der hp 2475w dem eizo 2432 vorzuziehen, WENN er mittels quato/dtp 92 kallibriert wird und programme mit farbmanagment genutzt werden?


    desweiteren würde mich noch intressieren wie es mit meinem alten monitor weitergehen kann (würd ihn gerne zum zocken/palleten-monitor erhalten). er kann aber kein adobe rgb... klappt das?


    gruß
    Splifstar

  • Hallo Splifstar!


    Du meinst doch den Eizo 2431!


    Wenn Du mit sRGB arbeitest und auch langfristig weiter arbeiten willst,
    ist der Eizo 2431 die bessere Lösung.


    Wenn Du mit RGB arbeitest bzw. auf RGB umsteigen willst, ist der
    HP2475 die richtige Lösung.


    Dein alten Monitor kannst Du natürlich zum Zocken weiter benutzen. Dabei
    ist es völlig uninteressant ob er RGB kann. Als Paletten-Monitor geht auch,
    allerdings hast Du Unterschiede in der Farbdarstellung der beiden
    Monitore.


    Grüße
    Winston Smith

  • Hallo tobbi KLEIN!


    Wenn Du im RGB Farbraum fotografierst, solltest Du natürlich auch im
    RGB-Farbraum die Fotos bearbeiten. Es ist unsinnig in einen Farbraum zu
    fotografieren und die Fotos in einen anderen Farbraum zu bearbeiten.


    Die Kette sollte schon stimmen:


    Also RGB fotografieren - RGB bearbeiten oder
    sRGB fotografieren - sRGB bearbeiten.


    Es macht schon einen Unterschied zwischen den Fotos aus. Es ist nicht so:
    Heureka - jetzt habe ich alle Farben neu entdeckt, die ich vorher nicht
    gesehen habe. Die Farbnuancen machen den Unterschied. Also die Zwischen-
    töne, die bei sRGB unter den Tisch fallen. Bei 10x15 cm Fotos werden sie
    kaum ins Auge fallen. Je größer die Fotos, je stärker ist der Unterschied.


    Als Faustregel kann man folgende Regel nehmen:


    Menschliches Farbsehvermögen = 100%


    sRGB-Farbabdeckung = 35%


    RGB - Farbabdeckung = 50%


    Das ist schon ein Unterschied.


    Also: Wenn Du mit RGB arbeiten willst = HP 2475
    Wenn Du langfristig mit sRGB arbeiten willst: Eizo 2431


    Ich empfehle Dir die RGB Lösung.


    Grüße
    Winston Smith