Eizo S2242WH-GY (Prad.de)

  • Hallo Pradler,
    mich interessiert, wie es um die Verarbeitungsqualität des Standfußes bestellt ist, denn im Test des EV2411WH habt Ihr bemerkt:

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    Die Verarbeitungsqualität des Gehäuses ist nur befriedigend. Die Anbringung des Standfuß-Gelenks am Display hat zu viel Spiel und kann nicht gerade als bombenfest bezeichnet werden.

    Zum S2431WH-GY schriebt Ihr:

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    Einziger Kritikpunkt bei der Verarbeitungsqualität ist der Standfuß. Dieser wirkt filigran und bietet dennoch einen ausgezeichneten Halt. Der Fuß besteht aus Metall mit einem Mantel aus Kunststoff. Metall und Kunststoff sind im vorderen Bereich mit einem beidseitigen Klebeband fixiert und im hinteren Bereich verschraubt. Leider hält die Verbindung im vorderen Bereich des Fußes nicht.

    Darum meine simple Frage: Krankt der Fuß des S2242WH auch an den aufgeführten Mängeln?


    Vielen Dank, Magnus

  • Wie im Testbericht schon erwähnt ist die Verarbeitung und Mechanik des S2242WH ausgezeichnet. Lediglich die Neigung des Displays ist etwas zu schwergängig und es gibt keinen Anschlag um das Display exakt horizontal auszurichten. Mit einem Bezugspunkt wie beispielsweise der Schreibtischkante oder ähnlichem, ist das aber überhaupt kein Problem.

  • hallo,


    Danke für den Test.


    4 Fragen an den Autor Damian Köb:


    Mein Fokus liegt primär auf dem Schwarzwert. Seit Längerem suche ich den geringsten Wert, den ich finden kann. Jetzt hat mich der gemessene Wert des Eizo, 0,05 cd/m2, angenehm überrascht.


    Meine Augen sind stark überempfindlich. Ich verfasse während der Nacht längere Texte auf einem schwarz eingestellten Hintergrund - bei dunkelroter Schrift. Dabei sind mir die 0,12 cd/m2 meines Notebooks zu hoch.


    Wie hoch musstest du die Belichtungszeit für das "Schwarzfoto" denn einstellen? Es ist leider schwer sich bei dieser dunkelblau-grauen Fläche ein sattes Schwarz vorzustellen. :S

    Zerstören die wenigen Aufhellungen an den Rändern den Gesamteindruck des Schwarzwertes?


    Wie verhalten sich die 0,05 verglichen mit den zB 0,12 eines NEC P221W? Könntest du mir vielleicht einen subjektiven Eindruck schildern?


    Gibt es, auch in unbedingtem Zusammenhang mit der Blickwinkelstabilität, hier überhaupt noch Alternativen zum Eizo?


    Vielen Dank,
    murdoc

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    und es gibt keinen Anschlag um das Display exakt horizontal auszurichten.


    Kleine Ergänzung meinerseits:


    ...und das ist auch gut so, damit man z.B. einen nicht exakt waagerecht stehenden Tisch (oder minimale Toleranzen des Fußes) ausgleichen kann.
    Deswegen wird von den Herstellern ein solcher Anschlagpunkt auch nie bei "nun steht er exakt horizontal" verbaut.
    Ich kenne kein einziges Display, dass einen solchen Anschlagpunkt hätte.


    Es ist immer ein klein wenig mehr Drehung sowohl in Richtung Pivot, als auch in die Gegenrichtung möglich.
    Man kann das Display daher auch immer horizontal ausrichten. -Auch wenn es keinen "exakten" (kontraproduktiven) Anschlagpunkt hat.


    Ich frage mich daher, warum das noch immer Erwähnung findet, bzw. einen "Kritikpunkt" darstellt.


    mdahl:


    Der Kritikpunkt zum S2431W betraf die allerersten damals ausgelieferten Geräte. Prad hatte damals von mir eins der ersten verfügbaren Geräte bekommen. Schon meine nächte Lieferung war vollkommen in Ordnung.
    Diese kleine Auffälligkeit ist also schon lange (im Grunde direkt nach dem Testbericht) nicht mehr existent.

  • murdoc, also mein EyeOne hat gar einen Schwarzwert von 0,00 cd/m² gemessen was natürlich nicht sein kann. Das Messergebnis des DTP94 lag unter 0,05 cd/m². Ich bin der Meinung schwärzer geht nur noch wenn das Display ausgeschalten ist :) Die minimale Aufhellung in der oberen rechten Displayecke bei unserem Testgerät war kaum zu sehen. So wenig Licht auf einem Foto aufzunehmen ist nur mit einer sehr langen Belichtungszeit möglich und hellt dann natürlich das ganze Bild etwas auf. Damit kann sogar das Licht der Power-LED das gemachte Foto verfälschen. Ich weiss den Wert nicht mehr ganz genau aber ich glaube es waren mindestens 4 Sekunden.
    Den NEC kenn ich leider nicht aber die Zahlen 0,05 zu 0,12 cd/m² sprechen für sich, ganz besonders wenn jemand so empfindlich ist wie du. Der Unterschied muss für dich sehr groß sein. Ein Notebook Display kann es für gewöhnlich nicht mit einem TFT-Monitor aufnehmen, schon gar nicht mit einem Eizo. Wenn du soviel Augenmerk auf einen guten Schwarzwert legst dann kommt wohl nur ein PVA Panel in Frage.


    Tiefflieger, das war auch kein wirklicher Kritikpunkt. Eher eine Feststellung. Das wusste ich vorher nicht da ich der Meinung bin dass mein HP und auch der Dell keine "Überdrehung" erlauben. Jedenfalls nicht horizontal. Bin aber offensichtlich auf dem Holzweg. Danke für die Klarstellung!

  • hallo,


    danke für den test, den ich auch als laie verstanden habe...
    der monitor ist für mich sehr interessant. ich brauche ihn zur bildbearbeitung mit photoshop in adobe rgb. welchen preislich akzeptablen colorimeter würdest du empfehlen ( sollte bitte auch einfach zu bedienen sein)?!
    macht es eigentlich einen unterschied, ob das signal analog oder digital ist?

  • Entschuldige die späte Antwort. War im Kurzurlaub und ein paar Tage nicht online. Ein Kalibrierungsgerät selber ist nicht schwierig zu bedienen. Es kommt auf die Software an die du verwendest. Wenn du ein i1 Display LT kaufst dann ist ein einfacher Kalibrierungsassistent dabei. Dieser ist ausreichend für den privaten Gebrauch. Wir verwenden bei unseren Prad Tests die iColor Software von Quato. Diese bietet mehr Möglichkeiten, kostet dafür aber auch deutlich mehr denn ein i1 Display LT bekommt man bei uns um etwa 170 Euro (in England für etwa 130 Euro), das i1 Display 2 kostet etwa 100 Euro mehr wobei sich die beiden Kalibrierungsgeräte nur durch die mitgelieferte Software unterscheiden. Empfehlenswert ist auch noch ein DTP94 Kalibrierungsgerät. Kalibriert wird bei einem TFT Monitor immer im digitalen Betrieb.

  • Banding hat mit dem Farbraum mal grundsätzlich nichts zu tun. Es kann nach Kalibrierung und laden des Farbprofils zu Banding kommen wenn der Tonwertumfang zu sehr korrigiert werden muss (ich hoffe ich hab das jetzt richtig formuliert :)) Warum der Eizo S2242WH bei bestimmten Testbildern minimales Banding zeigte ist mir leider auch nicht klar, schließlich hat er eine 10-Bit LUT. Aber wie im Testbericht geschrieben ist es kein generelles Problem des S2242WH.

  • Hallo!


    Vorab schonmal vielen Dank den tollen Testbericht und dieses tolle Forum! Ich versuche schon eine Weile, mich in diese Thematik einzuarbeiten, jedoch fällt es mir schwer, die technischen Daten aus den Tests für meine speziellen Bedürfnisse zu "übersetzen". Deswegen hoffe ich, hier vielleicht Hilfe von den Profis zu finden.
    Ich interessiere mich sehr für den hier besprochenen S2242 und schwanke zwischen diesem und dem Dell 2408wfp. Mein Haupteinsatzgebiet ist fortgeschrittene Video(bzw. Film-) Farbkorrektor mit Apple Color. Sekundär möchte ich Fotos bearbeiten in Photoshop und Lightroom. Welcher der beiden Monitore würde für meine Anforderungen die beste Bildqualität liefern? Der Dell hat ein "sehr gut" als bewertung erhalten gegenüber einem "gut" beim Eizo, aber die Testberichte lesen sich für mich, als wäre die reine Darstellungsqualität beim Eizo überlegen. Sehe ich das Korrekt?
    Gild diese Darstellungsqualität auch bei der Darstellung von Video (10bit FullHD), oder ist sie lediglich für Fotos zu verstehen?


    Vielen lieben Dank schonmal im Voraus für die Antworten!
    Micki

  • Beide Monitore haben Vor- und Nachteile. Der S2242WH hat mit einer 10-Bit LUT das etwas bessere Display als der 2408WFP, dafür bietet der Dell mehr Anschlüsse - der S2242WH lässt sich an externen Zuspielgeräten gar nicht betreiben - und mit 24 Zoll mehr Diagonale und ist noch dazu billiger als der Eizo. Dafür steht der Name Eizo für Professionalität und ausgezeichnete Qualität.


    Die sehr gute Bildqualität des S2242WH gilt natürlich auch für den Videobereich. Er hat ein sehr kontrastreiches Bild.

  • Hallo,


    ich wollte heute den Monitor bestellen... nun hab ich aber gesehen das Eizo einen 2243W auf dem Markt geworfen hat ;( ... da ich keinen Unterschied zum 2242 finde würde mich interessieren was hier anders ist (weiß das zufällig jemand)... außer der Mehrpreis von ca. 15 Euro...


    Vielen Dank


    Flo



  • Hallo Flo,


    interessiere mich ebenfalls für diese beiden Monitore. Hatte bei Eizo nachgefragt und erhielt als Antwort:


    "... Der S2243W hat zusätzlich noch einen DisplayPort Eingang....."


    Die Mail las sich ansonsten so, als sei dies der einzige Unterschied.


    Viele Grüße,
    sov

  • Hallo zusammen !
    Auch ich wollte den Monitor gerade bestellen und war dann zunächst etwas verwirrt !
    Ich habe von Eizo auch telefonisch bestätigt bekommen, daß beim 2243 lediglich der Display Port hinzugekommen ist.
    Ansonsten ist der Monitor unverändert geblieben.
    Aber, mittlerweile sind ja anscheinend schon einige 2242 gekauft worden, ich würde mich sehr über weitere Erfahrungsberichte freuen !


    Allen einen schönen Abend

  • Die Frage ist natürlich, inwieweit kann man sich auf die Aussage vom Telefonsupport verlassen? Wenn da eine neue Firmware drin ist, sickert das wohl kaum bis zum Support durch...


    Ob der Displayport die Möglichkeit mit sich bringt, den Monitor mit 10bit pro Kanal anzusteuern? Das würde mich mal interessieren. Kann jemand näheres dazu sagen?
    jj

  • Wenn da eine neue Firmware drin ist, sickert das wohl kaum bis zum Support durch...


    Eine neue Firmware ist wohl auf jeden Fall drin denn irgendwie muß der Elektronik ja auch mitgeteilt werden daß es einen zusätzlichen Eingang (Display Port) gibt ! Sonst würde dieser ja garnicht funktionieren. Und da der 2242 ja jetzt schon ein paar Wochen verkauft wurde, hätte Eizo mit der neuen Firmware im 2243 ja auch gleich die Möglichkeit eventuelle Fehler zu beseitigen.
    Obwohl ich von Fehlern oder Fehlfunktionen beim 2242 noch nichts gehört habe :thumbsup:
    Aber leider liest man ja auch sehr wenig über diesen ungewöhnlichen 22er ?(
    Grüsse von Eierdieb

  • Eine kurze Frage zum Testbericht, zwecks Klarstellung.


    Auf Seite 7 steht: "Die Dominanz der Farbe Rot kann durch Kalibrierung auf sRGB oder AdobeRGB verringert, jedoch nicht ganz unterdrückt werden."


    Gilt das jetzt auch für den Betrieb in farbgemanagten Umgebungen nach der Kalibrierung, oder nur für den Desktop/Mediaplayer nach der Kalibrierung?


    jj

  • Wenn du mit farbmanagementfähiger Software im AdobeRGB Farbraum arbeitest, sollte alles OK sein. Nur im sRGB Farbraum - betrifft auch die Windows Oberfläche und Videoplayer - war die Farbe Rot leuchtender als die anderen Farben. Für Filme kann aber ein passender Bildmodus gewählt werden.