Dell U2711 (Prad.de)

  • Der Test zum gerade erschienenen Dell U2711 ist seit wenigen Minuten online. Alle Fragen zum Test stellt bitte innerhalb dieses Threads. Der Testredakteur wird versuchen alle Fragen schnellstmöglich zu beantworten.


  • Vielen Dank für diesen frühen Test! Sehr ausführlich und detailliert – wie von euch gewohnt. Wird mir die heutige Zugfahrt angenehm verkürzen. =)

  • Guten Morgen,


    danke für den Ausführlichen Test. :thumbup:
    Leider muss ich gestehen das ich nicht alles verstanden da mein Wissen über Monitortechnik doch eher gering ist.


    Ich hab den U2711 auch seit dem WE bei mir stehen und wollte damit Hauptsächlich EBV machen. Als erstes ist mir aber aufgefallen das mein Weiß nicht immer gleichbleibend ist. Mal mehr Gelb mal mehr Blau. (wie nennt man das richtig?)


    Testbilder dazu gibt es unter
    Dell U2711.



    Ich kann Die bei bedarf aber auch hier noch mal hochladen.


    Muss ich damit leben? Handelt es sich dabei um einen Benützerfehler, Qualitätsstreuung oder ist das Normal? Verhält sich der von Dir angesprochene Nec anders?


    Welche Kalibrierungs Hard und Software würdest DU mir für den Dell empfehlen? Zur Zeit habe ich ein Spyder Pro2 bin aber mit dem Ergebnis nicht so zufrieden.



    Danke für die Mühe. :thumbsup:

  • Quote

    Oft liest man ja auch von der I1 Display2 (SQUID2) mit basiccolor Kombi. Ist die auch zu empfehlen?


    Ich würde die Lösung mit iColor Display von Quato empfehlen. Zumindest in unserem Test (d.h. mit unserem DTP94) funktionierte die generische WCG-Korrektur in Kombination mit dem DELL brauchbar. Den Vorteil würde ich "mitnehmen", zumal die Software so oder so sehr vernünftig ist.



    (die Meßwerte in der Tabelle sind natürlich ohne Korrektur)


    Gruß


    Denis

  • Danke für den schnellen Test :thumbup:


    Da der Monitor auf meiner Wunschliste steht, habe ich drauf gewartet.
    Und die Erwartungen sind auch erfüllt worden.
    Ich denke, der wird es werden.


    Ich will damit überwiegend Bildbearbeitung machen - daher ist der Farbraum Adobe RGB für mich wichtig.


    Da ich aber kein Monitorprofi bin, stellen sich mir jetzt ganz praktische Fragen:


    Trotz Werkskalibrierung macht es ja offenbar durchaus Sinn, den Monitor mit einem Colorimeter zu kalibrieren.


    Was mir ungemein helfen würde, wäre eine kurze konkrete "Anleitung" , wie ich das beim 2711 mache.


    Ich würde so vorgehen:


    Am Monitor voreingestellte Werte nicht verändern.
    In Modus "Custom Color" gehen.
    Colorimeter anschließen.
    Mit dessen Software Monitor kalibrieren mit den Werten:
    Weißpunkt D65


    Helligkeit 140


    Gamma 2,2


    Dann wird ja von der Software ein Profil erstellt, welches ja dann auch immer beim Starten des Rechners geladen wird


    Den Monitor lasse ich dann im Modus "Custom Color" (?)


    Und wenn ich im SRGB Modus arbeiten will - kann ich dann am Monitor diesen Modus einstellen?


    Wäre wirklich nett und hilfreich, wenn mir da jemand auf die Sprünge helfen könnte.


    Danke im Voraus für Hilfe!

  • Hallo!


    Danke für den Flotten und Ausführlichen Test!
    Muss allerdings gestehen das ich die für mich erhofften Infos nicht ganz herauslesen konnte :rolleyes:


    Mir geht es jetzt Hauptsächlich um den Gaming Bereich...würdet ihr da sagen das der 2711 besser
    oder Schlechter als der 2709 abschneidet? In Bezug auf Inputlag...


    Zur Zeit nutze ich noch einen 2407 mit dem ich beim Spielen keine Probleme habe...das
    vielleicht als Vergleichswert um zu Wissen ob ich mit dem Neuen "Glücklich" werden könnte :D


    Mfg

  • Quote

    Mir geht es jetzt Hauptsächlich um den Gaming Bereich...würdet ihr da sagen das der 2711 besser
    oder Schlechter als der 2709 abschneidet? In Bezug auf Inputlag...


    Im Vergleich zum 2709, ich kenne ihn selbst nicht, wird der U2711 sicher nicht schlechter abschneiden. Du kannst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einer Verbesserung ausgehen.


    Quote

    Zur Zeit nutze ich noch einen 2407 mit dem ich beim Spielen keine Probleme habe...das
    vielleicht als Vergleichswert um zu Wissen ob ich mit dem Neuen "Glücklich" werden könnte


    Dann wirst du im Spielebereich keine Probleme mit U2711 haben. Du mußt in Bezug auf die Performance natürlich die höhere Aufösung beachten.


    Quote

    Ich würde so vorgehen:


    Am Monitor voreingestellte Werte nicht verändern.
    In Modus "Custom Color" gehen.
    Colorimeter anschließen.
    Mit dessen Software Monitor kalibrieren mit den Werten:


    Kalibration und Profilierung im Custom Color Modus sind richtig. In der Software (empfehle, wie gesagt, Quato iColor Display für den DELL - da aktivierst du dann per Schalter noch die "Wide-Gamut S-IPS"-Korrektur) stellst du deine Vorgaben ein. Du kannst für den Weißpunkt direkt 6500K nehmen, D65 ist nicht als Vorauswahl vorgesehen (wir nehmen es auch nur aufgrund einer rechnerischen Beschränkung im weiteren Verlauf der Tests) oder einen anderen Weißpunkt. Mit den Bordmitteln des Bildschirms versuchst du dann, diesen Vorgaben so nah wie möglich zu kommen (aufgrund der Elektronik beim DELL besonders sinnvoll). Anschließend wird der Bildschirm kalibriert und profiliert.


    Quote

    Und wenn ich im SRGB Modus arbeiten will - kann ich dann am Monitor diesen Modus einstellen?


    In farbmanagentfähiger Software erhältst du nach der Kalibration und Profilierung auch mit sRGB als Quellfarbraum eine korrekte Darstellung. Da also auf gar keinen Fall am Gerät etwas umschalten. Für ungemanagte Applikationen (z.B. eben Spiele, Filme) schaltest du auf den sRGB-Modus am Gerät, ja.


    Quote

    Ich hab den U2711 auch seit dem WE bei mir stehen und wollte damit Hauptsächlich EBV machen. Als erstes ist mir aber aufgefallen das mein Weiß nicht immer gleichbleibend ist. Mal mehr Gelb mal mehr Blau. (wie nennt man das richtig?)


    Bei den Amerikanern läuft das unter "Tint Issues" - gemeint ist die homogene Farbdarstellung. Unser Testmodell zeigte sich da sehr stabil:


    Leichte Verfärbungen gab es es erst sehr weit außen - aber schon das zeigt die Problematik in Beschreibung und Kommunikation solcher Effekte.


    Die Testfotos von dir zeigen da schon gewisse Inhomogenitäten (wir müssen an der Stelle auch bedenken, dass der DELL nicht über eine Kompensationsschaltung verfügt und selbst bei Geräten, die soetwas implementieren, kann es zu sichtbaren Abweichungen kommen), aber aus der Ferne ist die Schwere abschließend trotzdem schwer zu beurteilen. Prinzipiell scheinen die aktuellen IPS-Panels etwas stärker von dieser Problematik betroffen, wobei ich das auch nicht überdramatisieren will. Du kannst natürlich versuchen, über einen Austausch eine Verbesserung zu erzielen, aber es kann auch in die andere Richtung gehen bzw. andere Probleme aufwerfen. Insofern kannst du das nur selbst entscheiden - stört dich das, was du auf dem Foto siehst, oder wirst du beim Arbeiten mit dem Gerät beeinträchtigt?


    Viele Grüße


    Denis

  • Mangels entsprechender Grafikkarte habe ich den DELL nicht per DisplayPort getestet. Der Lag ist aber signalabhängig. Wir haben in erstem Fall den Lag bei progressiver, nativer Zuspielung über DVI ermittelt. DisplayPort wird da zu keinem Unterschied führen.


    Gruß


    Denis

  • Danke für die Tipps, aber jetzt bin ich doch noch etwas verwirrt.
    Du schreibst nach dem Eingeben der Werte in die Software soll man mit den Bordmitteln des Monitors so nah wie möglich an die Vorgaben kommen.,
    Ich dachte genau DAS regelt die Software dann.
    Heisst das jetzt, dass ich am Monitor "rumdrehe" ?
    Sprich was genau?
    Heligkeit/Kontrast?
    Und danach zeigt mir die Software die Ergebnisse und wenn ich die Vorgaben annähernd erreicht habe, wird kalibriert?
    Das habe ich nicht so ganz verstanden.


    Danke für Aufklärung :)

  • Quote

    Ich dachte genau DAS regelt die Software dann.


    Die Software macht die Feineinstellung auf die exakten Parameter und sichert außerdem die Neutralität in Bezug auf deine Vorgaben (z.B. eine auf den Weißpunkt bezogen neutrale Grauachse). Du willst aber so wenig Korrekturen wie möglich über die Grafikkarten-LUT, weil das den Tonwertumfang reduziert. Anschließend wird der Monitor noch vermessen und farbmetrisch im Profil erfaßt. Damit kann farbmanagementfähige Software dann die geeigneten Transformationen durchführen.


    Quote

    Heisst das jetzt, dass ich am Monitor "rumdrehe" ?
    Sprich was genau?
    Heligkeit/Kontrast?


    Kontrast sollte schon ideal in der Werkseinstellung sein (ist er beim DELL auch). Du drehst im konkreten Fall an Helligkeit und den drei RGB-Gain-Reglern, um deine gewünschte Helligkeit und Weißpunkt so exakt wie möglich mit Bordmitteln zu erreichen. Das Ganze ist "guided", die Software sagt dir, was du machen sollst.


    Quote

    und wenn ich die Vorgaben annähernd erreicht habe, wird kalibriert?


    Ja. Du kannst den Vorgang natürlich auch abbrechen und alles über die Grafikkarten-LUT sicherstellen lassen. Das ist aber nicht empfehlenswert. Nur im Falle eines hardwarekalibriebaren Bildschirms läuft es anders - das ist der DELL aber nicht.


    Gruß


    Denis

  • Quote

    Könnte ich auch den sRGB-Modus wählen, ein Profil erstellen und so in den bekannten Anwendungen Farbverbindlichkeit herstellen?


    Das würde schon gehen, krankt aber schon daran, dass dir in dem Modus die RGB-Gain Regler nicht zur Verfügung stehen. Die sRGB-Abdeckung beträgt im sRGB-Modus 94%. Für den Farbmanagement-Workflow sollte man im möglichst nativen Monitorfarbraum bleiben, dann klappen auch die Transformationen am besten.


    Quote

    Gibt es einen Unterschied zwischen der Farbraum-Emulation des Eizos und dem sRGB-Modus des Dell?


    Ja, die Farbraumemulation ist in der Implementierung deutlich aufwändiger. Letztlich wird die Aufgabe eines CMM damit in die Bildschirmelektronik verlegt, in dem du den zu simulierenden Arbeitsfarbraum mit seinen Parametern definierst und der Ist-Zustand des Monitors vermessen wird. Das ist noch genauer und deckt auch (z.B. altersbedingte) Drifts ab. sRGB und AdobeRGB-Modi des DELL sind ja "fest verdrahtet".


    Zusätzlich hast du natürlich den "One-Klick-Workflow" bei den NECs (sollen ja bald auch eine Fabraumemulation bekommen) und Eizos. Du kannst also zwischen einzelnen, kalibrierten und profilierten Targets mit einem Klick wechseln. Bei diesen fixen Modi müßte man eigentlich erstmal die Änderungen der Grafikkarten-LUT (die von der Kalibrierung im Custom-Modus herrühren) zumindest "entladen", da die Bildmodi auch abgesehen vom Farbraum nicht identisch mit dem Custom-Modus sind. Beim Starten eines Spiels passiert das sowieso, aber auch bei Filmen ist das jetzt nicht katastrophal (das wäre in dem Zusammenhang aber die Benutzung von farbmanagementfähiger Software).


    Gruß


    Denis

  • Quote

    bei dem preis keine LED hintergrundbeleuchtung?


    Was hättest du dir denn für Vorteile erwartet, vom Stromverbrauch und der Tatsache abgesehen, dass eine Kalibrierung per Colorimeter noch problematischer wird?


    Gruß


    Denis

  • Quote

    bei dem preis keine LED hintergrundbeleuchtung?
    schade. unkaufbar.


    Ich finde Dell hat sich GERADE in Anbetracht des Preisrahmens völlig richtig entschieden auf ein LED Backlight zu verzichten.
    Der einzige Vorteil (bei Verwendung von WLED's) wäre ein etwas niedrigerer Stromverbrauch.
    Dell ist kein Hersteller der sich auf spezielle Pro-Geräte für Farbmanagement konzentriert. Dell bedient das Volk, und fertigt keine Geräte im High-End Colormanagement-Sektor.
    Daher wäre es mehr überraschend, vor allem aber sehr viel teurer geworden, wenn sie RGB-LED's genommen hätten.
    Solche Geräte kosten bereits in 24 Zoll Größe deutlich über 2000 Euro! -Sofern sie diese Technik wirklich ausreizen.
    -Mit den Problematiken die Denis ja bereits erwähnte, und wahrscheinlich sogar einem Wärmeproblem das man bei dieser Gerätegröße nur mit einem Lüfter hätte lösen können...


    Insofern hat Dell auch meiner Meinung nach alles richtig gemacht, auf bewährte Technik gesetzt, dadurch den Kaufpreis auf niedrigem Niveau gehalten, ohne im Verhältnis zur sehr teuren Profi-RGB-LED Technik deutlich abzufallen. Eben WEIL es ein Konsumer- und kein professionelles High-End-Colormanagement Gerät ist.


    Mit ein wenig Einblick in die Materie und einem Gesamtüberblick des Marktes hättest du dir diesen Kommentar sicher sparen können lorpel. Ohne diesen Überblick kann ich allerdings verstehen, dass du auf einfache Schlagworte wie LED reagierst. Allerdings solltest du dabei bedenken, dass das Gerät durch den Einsatz von (W)LED nur noch teurer, aber im Verhältnis nicht deutlich besser geworden wäre...


    Ich finde das Teil klasse, und für den Kaufpreis sehr gelungen.
    Genau das richtige für Hobby-Fotografen, Grafiker und CAD Zeichner.
    Aber sicher kein echter Konkurrent zu den professionellen Eizo CG, NEC Spectraview oder Quato Monitoren.
    Diesen Markt hat Dell auch ganz sicher nicht im Visier gehabt.