Eizo S2433WH-BK (Prad.de)

  • Der Test zum 24 Zoller Eizo S2433WH-BK ist seit wenigen Minuten online. Alle Fragen zum Test stellt bitte innerhalb dieses Beitrags. Der Testredakteur wird versuchen alle Fragen so schnell wie möglich zu beantworten.


  • Erstmal vielen Dank für den Test!


    Ich finde es etwas schade, dass Ihr bei diesem Test keine Screenshots von Spielen in verschiedenen Auflösungen gezeigt habt.
    Die Interpolation scheint ja laut Test nicht gerade die Paradedisziplin des Eizos zu sein. :|


    Eigentlich hatte ich mir von dem Test eine klare Entscheidungshilfe für meinen Monitorkauf erhofft.
    Jetzt weiß ich leider immernoch nicht so recht, was ich kaufen soll.


    Umsteigen würde ich vom einem 19" CRT (Samsung) und dies wäre mein erster TFT.
    Der Monitor soll hauptsächlich für Internet, Programmieren, Fotobearbeitung und Videoschnitt (beides nur Hobby-mäßig) dienen.
    Auch wenn ich nicht mehr sooo viel spiele, sollte mir aber bei aktuellen Shooter nicht die Lust vergehen... online spiele ich aber eigentlich gar nicht.
    Der Schlierentest hat mich da etwas verunsichert.


    Wieso bekommt der Monitor nur ein "gut"? Wegen der Mängel bei der Interpolation bzw. der mäßigen Multimedia-Tauglichkeit (letztere wäre mir Schnuppe!)?


    Frage an Andi bzw. den Tester: Meint Ihr, dass der S2433WH der richtige Monitor für mich sein könnte?



    Grüße
    oldzitterhand

  • Vielen Dank für den wirklich sehr guten Test. Auf diesen, sowie auf den Test des DELL U2410 habe ich schon gewartet, bzw. warte immer noch.


    Bei diesem Monitor bin ich allerdings mit den Auflösungen beim Abspielen von DVDs/Videos ins Schleudern gekommen. Ich muß dazu sagen, dass ich nur wenig Ahnung habe.


    Mir kommt es darauf an, dass ich über den Monitor auch TV sehen kann. Dazu habe ich eine TV-Box von Videoseven die über die Grafikkarte (D-Sub-Anschluß) den Monitor ansteuert. Die TV-Box hat folgende Einstellmöglichkeiten 640x480, 800x600, 1024x760, 1280x1024, 1280x768. Bei meinem jetzigen 19" Monitor mit einer Auflösung von 1280x1024 ist das ja kein Problem.


    Wie verhält sich aber der EIZO S2433WH ? Skaliert der das Bild z. B. von 1280x1024 auf 1920x1200, oder bleibt das Bild 1280x1024 und ich habe links und rechts und oben und unten schwarze Streifen? Oder zieht er das Bild in die Länge und nur oben und unten sind schwarze Streifen?


    Wie wäre das denn beim Foris?

    Gruß Zaratustra


    Wem viel erlaubt ist, soll sich am wenigsten erlauben.
    Seneca

  • Hallo,


    erstemal danke für den super Test. Ich hätte da mal ein paar Anfängerfragen zu den Multimediaproblemen. Ist es möglich eine PAL-DVD mit VLC Media Player in Windows/Linux korrekt abzuspieln/darzustellen :rolleyes: ? Im Weiteren benutze ich eine interne TV-Karte (logischerweise auch PAL). Eigentlich sollte es doch in beiden Fällen nicht zu Problemen kommen, wenn die Auflösung bei 1920x1200@60Hz bleibt oder :) ?


    So wie ich das verstehe, gelten die Signalprobleme nur für die Zuspielung von externen Signalen, aber nicht über SW (wie vlc oder Windows Media Player) aus dem Betriebssystem heraus.


    Ist eigentlich ein Test zum kommenden HP ZR24w geplant? Der interessiert mich deutlich mehr als der DELL U2410 :D, obwohl dieser nicht uninterssant erscheint.


    Danke schonmal.

  • Auch von mir erstmal danke für den Test!


    Ihr schreibt, dass das Panel die gleichen technischen Daten wie das vom Foris hätte.
    Im Geizhals Preisvergleich steht aber:


    S2433WE Wide Color Gamut: 92% Adobe RGB, 92% NTSC
    FX2431 Wide Color Gamut: 96% Adobe RGB, 92% NTSC


    Tippfehler? Künstliche Limitierung beim 2433?

  • Vielen Dank für den Test!


    Ich vermisse aber den Vergleich der Werkseinstellungen mit dem sRGB-Standard (also ohne Kalibrierung), also die Tabelle die sonst auch immer dabei ist.


    Habt Ihr die nicht getestet oder ist es im Artikel einfach vergessen worden?


    Mich interessiert das, weil ich in sRGB ohne Kalibrierung und Profile arbeiten will.


    Gruss,
    ln

  • Danke für den Testbericht.
    Finde ich sehr gut, dass der gleiche Redakteur, der für den Eizo FX2431 Test verantwortlich war, auch den Eizo S2433 testete.


    Hallo,


    erstemal danke für den super Test. Ich hätte da mal ein paar Anfängerfragen zu den Multimediaproblemen. Ist es möglich eine PAL-DVD mit VLC Media Player in Windows/Linux korrekt abzuspieln/darzustellen :rolleyes: ? Im Weiteren benutze ich eine interne TV-Karte (logischerweise auch PAL). Eigentlich sollte es doch in beiden Fällen nicht zu Problemen kommen, wenn die Auflösung bei 1920x1200@60Hz bleibt oder :) ?


    So wie ich das verstehe, gelten die Signalprobleme nur für die Zuspielung von externen Signalen, aber nicht über SW (wie vlc oder Windows Media Player) aus dem Betriebssystem heraus.


    Ja, bis auf die Tatsache, dass 50 Hz Material auf dem 60 Hz Monitor nicht 100%ig flüssig laufen würde, sollte es keine Probleme geben. Also keine zusätzlichen Balken und für mich somit egal, da ich nicht vorhabe, Auflösung oder Hz-Zahl zu ändern. Externe Geräte kommen auch nicht zum Einsatz. Alles was ich suche, ist ein vernünftiger Monitor mit einheitlich weissen Bild und akzeptablen Inputlag-Wert. Ersteres habe ich trotz bisher vier Versuche beim Dell U2410 nicht bekommen.


    Hätte nicht erwartet, dass die Skalierungsfähigkeiten im Vgl. zum Foris so schlecht sein würden. Der durschnittliche Inputlag ist mit 18 ms aber niedriger als die 34 ms vom Foris. Schon ein deutlicher Unterschied, oder?

  • Danke, dass ihr auch das Geräuschverhalten nun mit einbezieht in eure Testberichte.
    Der S2433W hat bei mir kein hochfrequentes Sirren mehr von sich gegeben, als ich die Helligkeit weit herabgestuft hatte (unter 30 oder 20 %).

  • Erstmal vielen Dank für den Test!


    Ich finde es etwas schade, dass Ihr bei diesem Test keine Screenshots von Spielen in verschiedenen Auflösungen gezeigt habt.
    Die Interpolation scheint ja laut Test nicht gerade die Paradedisziplin des Eizos zu sein. :|


    Korrekt. Die Schwächen in der Interpolation fallen in Spielen aber weniger gravierend aus, als es bei einer Textdarstellung der Fall wäre. Man verliert einfach ein paar Details. Was bei 1-pixel-breiter schwarzer Schrift auf weißem oder grauem Untergrund massiv stört, ist bei dem bunten Pixeldurcheinander eines Computerspiels oftmals nur schwer auszumachen. Es kann sogar wie ein leichter AntiAliasing-Effekt wirken, was nicht unbedingt negativ zu bewerten ist. Die Unschärfe bei CRTs wirkt ebenso und hat die gleichen Effekte: Während Spiele und Filme etwas gefälliger wirken, ist Text schwerer zu lesen. Umgekehrt sind Spiele und Filme auf TFTs etwas grobkörniger, dafür ist Text messerscharf (sofern ClearType deaktiviert ist) und besonders leicht zu lesen.


    Wobei man bedenken sollte, daß selbst Grafikkarten vom Schlage einer 8800GTS512 heute noch leistungsstark genug sind, um ein Spiel in 1920x1200 darstellen zu können.
    Einen ernsthaften Bedarf ein Spiel nicht in der nativen Auflösung darstellen zu müssen sehe ich daher nicht. Eine aktuellere Grafikkarte hat da schon gar keine Probleme mehr und wird eigentlich sogar erst bei 30"-Monitoren und derer enormen Auflösung richtig gefordert.



    "Warum nur ein Gut?" Zunächst sollte man bedenken, daß "gut" auch gut bedeutet. Ich verschenke keine Bewertung für einen Monitor, auch wenn man natürlich immer die Bewertung an der Geräteklasse bemessen sollte. So sehe ich es in dieser Klasse als ganz selbstverständlich an, daß übliche Auflösungen wie 1920x1080 korrekt dargestellt werden können. Diese und andere wurden jedoch nicht korrekt dargestellt, teilweise sogar mit groben Darstellungsfehlern, sowohl über DVI als auch per DisplayPort. Das ist ein recht grober Schnitzer, den man nicht unter den Tisch fallen lassen kann.
    Die Interpolation ist ebenfalls nicht umwerfend und steuert ihren Teil dazu bei, daß das Gerät eben nicht die Spitzenposition der Bewertungsskala erreichen kann, die ein "sehr gut" erfordert. Obendrein ist das Gerät auch noch nicht geräuschlos... Es gab einfach zu viele "Kleinigkeiten", die neben der wirklich guten Bildqualität das Gesamtbild trübten.
    Bei der Bild- und Videobearbeitung solltest Du bedenken, daß dieser Monitor recht gut den AdobeRGB-Farbraum abdeckt. Sofern Du ohne Kalibration arbeitest, also auch ohne halbwegs passendes Farbprofil, werden Bilder aus dem üblichen sRGB-Farbraum bei Dir falsch, also mit zu intensiven Farben, dargestellt. Manipulierst Du Bilder so, daß sie bei Dir "genau richtig" sind, werden sie bei Leuten mit Farbmanagement bzw. bei Leuten, die nur sRGB-Monitore haben, etwas flau aussehen.


    Bezüglich der Schlierentests würde ich mir keine zu großen Sorgen machen. Synthetische Testbilder sind eine Sache. Solange Du nicht Pong als Shooter bezeichnest, sollte das alles nicht großartig ins Gewicht fallen. Ansonsten hätte der Monitor auch kein gut mehr von mir erhalten, wenn selbst gewöhnliche bewegte Bildinhalte dadurch auffällig gestört würden.


    Ist der Monitor für Dich geeignet? ... Ja, durchaus. Aber es ist wichtig, daß Du ihn dann korrekt verwendest. Dazu gehört dann am besten auch eine Kalibration und die Hinterlegung des Farbprofils für die Software zur Bildbearbeitung und den Videoschnitt. Dann wird fast alles ideal abgedeckt, bis auf wirklich minimale Einbußen durch die Reaktionszeit (Inputlag, Coronaeffekt, Reaktionszeit des Panels) beim Spielen, die jedoch durch die Stärken des Gerätes, also z.B. Auflösung der dunkelsten Farbabstufungen, ausgeglichen werden sollten. Dein CRT ist nunmal auch alles andere als perfekt. Das solltest Du nicht vergessen, wenn Du einen solchen Monitor als Vergleich heranziehst.
    Schärfe, Farbraumabdeckung, Farbauflösung (Differenzierung zwischen ähnlichen Farben und Präzision im Sinne von deltaE), Geometrie... nur ein paar Punkte, bei denen Dein CRT mit Sicherheit nicht an den Eizo-Monitor herankommt.


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    Da ich keine "TV-Box" besitze, kann ich Dir dazu keine genauen Angaben machen. Wenn ich das Teil nun richtig ergoogelt habe, ist es aber keine USB-TV-Karte, die die Grafikkarte des PCs aus Ausgabemedium verwendet, sondern ein komplett vom PC getrennt funktionierendes Gerät, welches selbst die Bildübertragung übernimmt.
    Für eine solche Verwendung würde ich ganz klar den Foris empfehlen!
    Der S2433WH ist ein guter COMPUTER-Monitor. Er ist einfach nicht besonders gut darin externe Bildsignale in merkwürdigen Auflösungen umzusetzen.
    Je nach Auflösung und Bildwiederholfrequenz könntest Du im ungünstigsten Falle vor einem schwarzen Bild sitzen - wie es auch im Test bei einigen digitalen Signalen der Fall war.


    Mit Sicherheit kann ich es Dir aber nicht Beantworten. Es könnte genau so gut funktionieren.
    Beim Foris würde ich Dir jedoch sagen, daß es höchstwahrscheinlich problemlos funktioniert und Du obendrein noch alle erdenklichen Skalierungsmöglichkeiten bekommst. Also sogar Anpassungsmöglichkeiten, wenn das TV-Bild "falsch" ausgestrahlt wird. Also ein 16:9 Bild im 4:3 Format mit schwarzschultern. Dank der vielseitigen Zoom-Funktionen des Foris wäre selbst das ignorierbar.
    Soetwas hat der reine Computer-Monitore S2433WH natürlich gar nicht. Er ist halt nicht dafür gedacht Videoquellen optimal zu behandeln.


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    Hallo,


    erstemal danke für den super Test. Ich hätte da mal ein paar Anfängerfragen zu den Multimediaproblemen. Ist es möglich eine PAL-DVD mit VLC Media Player in Windows/Linux korrekt abzuspieln/darzustellen :rolleyes: ? Im Weiteren benutze ich eine interne TV-Karte (logischerweise auch PAL). Eigentlich sollte es doch in beiden Fällen nicht zu Problemen kommen, wenn die Auflösung bei 1920x1200@60Hz bleibt oder :) ?


    Sofern Du den Monitor am PC angeschlossen hast und dort die korrekte Auflösung (1920x1200) eingestellt hast, kannst Du jedes beliebige Video über eine Playersoftware Deiner Wahl abspielen. Die Software skaliert dann das Bild. An den Monitor wird weiterhin ein Bild mit 1920x1200 Bildpunkten übertragen.
    Wenn Du einen Film in üblichen 50Hz abspielst, wird es aber zum sogenannten Judder-Effekt kommen, da 50 Bilder des Films auf 60 dargestellten Bildern des Monitors zu sehen sind, was zu leichten Rucklern führt - wie bei allen normalen Monitoren auch - auch bei CRTs.
    Mich stört soetwas nun nicht weiter, aber das muß jeder für sich selbst entscheiden.


    An und für sich gibt es keinen technischen Hinderungsgrund, der die Videowiedergabe am PC beeinträchtigen sollte.
    Auch 1080p und so natürlich kein Problem. Der Player füllt dann die zusätzlichen 120 Pixel in der Höhe einfach mit schwarchen Balken und die Grafikkarte übermittelt weiterhin ein Signal mit 1920x1200 Bildpunkten an den Monitor.


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    Ihr schreibt, dass das Panel die gleichen technischen Daten wie das vom Foris hätte.
    Im Geizhals Preisvergleich steht aber:


    Das ist falsch. Hier wurde ein Fehler aus dem deutschen Datenblatt übernommen.
    Hier ist es richtig nachzulesen:
    Die Abdeckung beträgt laut Eizo 96%.


    Es wäre auch etwas merkwürdig, wenn bei zwei unterschiedlichen Farbräumen (NTSC und AdobeRGB) die Abdeckung identisch wäre. Möglich vielleicht, aber doch sehr merkwürdig.
    ... Hmmm... habe ich im Testbericht eigentlich auch die 92% aus dem deutschen Datenblatt erwähnt? ;)


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    Ich vermisse aber den Vergleich der Werkseinstellungen mit dem sRGB-Standard (also ohne Kalibrierung), also die Tabelle die sonst auch immer dabei ist.


    Habt Ihr die nicht getestet oder ist es im Artikel einfach vergessen worden?


    Mich interessiert das, weil ich in sRGB ohne Kalibrierung und Profile arbeiten will.


    Nun, wie bei allen Wide-Gamut-Monitoren ist die Darstellung der Farben dann einfach nur katastrophal falsch.


    Da es Probleme bei der Vermessung des Gerätes gab, was letztendlich auch dazu führte, daß bei PRAD in Zukunft mit hochwertigen Spektralphotometern gemessen wird, ist dieser Test etwas untergegangen.


    Ich habe einen solchen Test, der mit aktiviertem Sensor durchgeführt wurde, allerdings mit einem EyeOne Display II, während alle anderen im Test zu findenden Ergebnisse nun mit einem DTP94 durchgeführt wurden. Zudem ist die chromatische Adaption durch iColor automatisch auf "von Kries" gesetzt worden, anstelle nach Bradford, was wohl leichte Auswirkungen auf die Umrechnung hat - ein Spezialgebiet, auf dem ich mich nicht 100%ig auskenne. Dafür haben wir unseren Farb-Fachmann. ;)


    Es ist nicht vergessen worden, sondern Absicht, da die Ergebnisse nicht 1:1 übereinstimmen. Das eyeOne Display 2 ist nämlich bei diesem Monitor weniger gut geeignet, da es den Farbraum im blauen Bereich nicht mehr komplett abdeckt.


    Dennoch das Ergebnis mit aktiviertem Helligkeitssensor bei Werkseinstellungen im hellen Zimmer:


    Weißpunkt: 6465K
    Weiß: 175 cd/m²
    Schwarz: 0,14 cd/m²
    Gamma: 2.27



    0% Schwarz: 0.8 dE
    17% Grau: 3.5 dE
    25% Grau: 2.9 dE
    50% Grau: 1.4 dE
    75% Grau: 1.1 dE
    100% Weiß: -
    Rot: 5.6 dE
    Grün: 7,5 dE
    Blau: 11.4 dE
    Cyan: 7.3 dE
    Magenta: 7.3 dE
    Gelb: 3.6 dE



    Mit Grün, Magenta, Cyan und vor allem Blau jenseits von gut und böse, kann ich von farbkritischen Arbeiten nur abraten. Blau ist sogar außerhalb des Bereichs, was von den einfachen Kolorimetern noch 100%ig erfasst werden kann. Die Abweichung dürfte also sogar noch über die hier zu sehenden 11 deltaE hinausgehen.

  • Es ist nicht vergessen worden, sondern Absicht, da die Ergebnisse nicht 1:1 übereinstimmen. Das eyeOne Display 2 ist nämlich bei diesem Monitor weniger gut geeignet, da es den Farbraum im blauen Bereich nicht mehr komplett abdeckt.


    ...


    Mit Grün, Magenta, Cyan und vor allem Blau jenseits von gut und böse, kann ich von farbkritischen Arbeiten nur abraten. Blau ist sogar außerhalb des Bereichs, was von den einfachen Kolorimetern noch 100%ig erfasst werden kann. Die Abweichung dürfte also sogar noch über die hier zu sehenden 11 deltaE hinausgehen.

    Autsch! Na gut das ich nochmal gefragt habe.


    Heisst das, ich könnte mit dem eyeOne Display 2 diesen Monitor garnicht richtig kalibrieren, falls ich eins hätte?


    Danke nochmal,
    ln

  • Quote

    Heisst das, ich könnte mit dem eyeOne Display 2 diesen Monitor garnicht richtig kalibrieren, falls ich eins hätte?


    Ein Colorimeter ist für Bildschirme grundsätzlich sehr gut geeignet, hat allerdings die entscheidene Einschränkung, auf ein Spektrum "trainiert" zu sein. Das ist üblicherweise das Spektrum von CCFL-Geräten ohne erweiterten Farbraum.


    Bei einem davon abweichendem Spektrum müssen Korrekturen implementiert werden. Das ist nicht ganz so trivial, weil das Schlagwort "WCG" kein bestimmtes Spektrum meint. Eizo (Color Navigator für die CG-Reihe) oder Quato implementieren beispielsweise in ihrer Kalibrationssoftware geeignete Matrizen für die unterstützten Colorimeter. Quato bietet aber ab der Version 3.6 auch generische Korrekturen für WCG-CCFL S-PVA- und IPS-Panels an. Das kann wegen des gemittelten Spektrums natürlich nur ein Kompromiß sein, außerdem weisen die einzelnen Colorimeter einer Baureihe auch untereinander teils erhebliche Abweichungen auf. Trotzdem sind die Ergebnisse in den vielen Fällen brauchbar.



    Meine Empfehlung geht in Richtung DTP94 und iColor Display (= Quato SilverHaze Pro). Das benötigt ziemlich starke Korrekturen, hat aber in diesem Zusammenhang den wirklich unschätzbaren Vorteil von nur geringen Abweichungen innerhalb der Baureihe. Entsprechend können Korrekturmatrizen hier i.d.R. gut greifen. Alternativ das EyeOne Pro als Spektralfotometer. Das ist "spektral unabhängig".


    Gruß


    Denis

  • Meine Empfehlung geht in Richtung DTP94 und iColor Display (= Quato SilverHaze Pro). Das benötigt ziemlich starke Korrekturen, hat aber in diesem Zusammenhang den wirklich unschätzbaren Vorteil von nur geringen Abweichungen innerhalb der Baureihe. Entsprechend können Korrekturmatrizen hier i.d.R. gut greifen. Alternativ das EyeOne Pro als Spektralfotometer. Das ist "spektral unabhängig".


    Gruß


    Denis

    Ok, verstehe. Hab mal den link durchgelesen. Mit EyeOne Pro als "Königsweg" würde das ganze natürlich alles etwas kostspieliger.


    Werde dochmal über den vor kurzen von Euch getesteten Dell 2710 (oder alternativ 2x Eizo EV2333) nachdenken, denn die haben ja von Haus aus einen brauchbaren sRGB Modus. Bleibt zu hoffen, dass der dann auch über die Serie und Lebenszeit des Monitors halbwegs konstant bleibt.


    Gruss,
    ln

  • Wie immer eine ausgesprochen gute Antwort unseres Farb-Spezialisten. :)


    Abschließend also die zusammenfassende Antwort auf die Frage, ob man den Monitor damit richtig kalibrieren könnte:
    Jein. Natürlich ist eine Kalibration mit einem eyeOne Display 2 besser als keine, "perfekt" wird es aber eben leider damit nicht mehr -> Siehe auch die Grafiken der deltaE-Auswertung nach erfolgter Kalibration. Die hohen deltaE-Werte für Blau sind ein Hinweis auf diese Problematik. Diese deltaE-Werte sind jedoch bei weitem besser, als es im unkalibrierten Zustand der Fall wäre.


    Kurzum: Wer im ungemanageten sRGB Farbraum ohne Kalibration arbeiten möchte, der ist wohl mit einem Monitor besser beraten, der diesen Farbraum nativ abdeckt.
    Als Alternative rate ich dann mal zum NEC 2490WUXi². Der ist für sRGB passend und würde wohl das stimmigere Gerät abgeben - kostet allerdings auch mehr.


    ---


    Edit:
    Um auch noch auf das Posting einzugehen, was geschrieben wurde, während ich schrieb: Klar, der Königsweg wäre mit i1 Pro Spektralphotometer, aber die Kosten sind dann auch sehr hoch. Da wäre vielleicht ein anderer Monitor mit Kolorimeter, wenn man Preis + Leistung betrachtet, insgesamt die günstigere Wahl. Also ein hardwarekalibrierbares Modell, welches mit Kolorimeter soviel kosten würde wie der Eizo + i1 Pro.


    Oder eben auch ein Gerät für sRGB + Kolorimeter. Das Ergebnis könnte dann noch günstiger sein - vor allem preislich.
    Für den Hobby-Bereich ist das dann auch mehr als nur hinreichend. Man muß sich auch mal vor Augen halten, wie teuer die letzten Prozent der Farbpräzision werden und ob sich das wirklich lohnt. Es sind ja nicht alle Menschen professionelle Grafikdesigner. ;)

  • Ist der Monitor für Dich geeignet? ... Ja, durchaus. Aber es ist wichtig, daß Du ihn dann korrekt verwendest. Dazu gehört dann am besten auch eine Kalibration und die Hinterlegung des Farbprofils für die Software zur Bildbearbeitung und den Videoschnitt. Dann wird fast alles ideal abgedeckt, bis auf wirklich minimale Einbußen durch die Reaktionszeit (Inputlag, Coronaeffekt, Reaktionszeit des Panels) beim Spielen, die jedoch durch die Stärken des Gerätes, also z.B. Auflösung der dunkelsten Farbabstufungen, ausgeglichen werden sollten. Dein CRT ist nunmal auch alles andere als perfekt. Das solltest Du nicht vergessen, wenn Du einen solchen Monitor als Vergleich heranziehst.
    Schärfe, Farbraumabdeckung, Farbauflösung (Differenzierung zwischen ähnlichen Farben und Präzision im Sinne von deltaE), Geometrie... nur ein paar Punkte, bei denen Dein CRT mit Sicherheit nicht an den Eizo-Monitor herankommt.


    Das ich den Monitor kalibrieren/profilieren muss ist mir bewusst. Da stellt sich mir nur die Frage wie (siehe nächster Quote)...


    Meine Empfehlung geht in Richtung DTP94 und iColor Display (= Quato SilverHaze Pro). Das benötigt ziemlich starke Korrekturen, hat aber in diesem Zusammenhang den wirklich unschätzbaren Vorteil von nur geringen Abweichungen innerhalb der Baureihe. Entsprechend können Korrekturmatrizen hier i.d.R. gut greifen. Alternativ das EyeOne Pro als Spektralfotometer. Das ist "spektral unabhängig".


    Die Kombination aus DTP94 und iColor Display (ich denke hier ist die Version 3 gemeint?) scheint ja recht "günstig" zu sein.
    Aber was genau meinst Du mit "benötigt ziemlich starke Korrekturen"? Wie bekommt man das hin? Ich müsste dann also mit einer generischen Matrize von Quato arbeiten? Gibt's dazu irgendwo eine Anleitung für DAUs? :D


    ----


    Vielleicht sollte ich lieber einen (weiteren) Kaufberatungs-Thread eröffnen... aber momentan schwanke ich zwischen dem S2433, dem Foris FX2431 und dem NEC 2490WUXi².


    Allerdings frage ich mich, ob ich mir wirklich diese "Wide-Gamut-Problematik" antuen soll. Ich möchte definitiv einen 24"-TFT im 16:10-Format und da scheint die Auswahl an (vernüftigen) Geräten ohne erweiterten Farbraum ja verschwinden gering zu sein.


    Vielleicht sind meine Anforderungen auch überzogen. Ich fotografiere mit einer Einsteiger-Spiegelreflex von Canon (450D) und nutze (zumindest momentan) den RAW-Modus der Kamera nicht -> die Bilder landen als JPGs im sRGB-Format auf der Speicherkarte. Meine Bildbearbeitung beschränkt sich eigentlich auf Weißpunkt anpassen, etwas Retusche (Stempeln) und Anpassen von Kontrast/Helligkeit. Abzüge werden bei uns nur für's Familienalbum erstellt und das von Online-Anbietern.
    Betriebssystem wäre in naher Zukunft dann Windows 7 (64Bit).


    Mir stellt sich auch die Frage, was ich mit einem kalibrierten/profilierten System im Alltag mache und wie ich es hinbekomme, dass die Farben dann in Anwendung, die kein Farbmanagement unterstützen (gerade Spiele), nicht nach Bonbon-Tüte aussehen.


    Falls das hier jetzt zu weit führen sollte, dann könnten Ihr mir ja vielleicht in einem dieser beiden Threads weiterhelfen:
    1. Suche 24"-TFT für Bildbearbeitung, HD-Videoschnitt und Spiele
    2. Farbraum allgemein, ich check gar nichts mehr


    Grüße
    oldzitterhand

  • Oder eben auch ein Gerät für sRGB + Kolorimeter. Das Ergebnis könnte dann noch günstiger sein - vor allem preislich.
    Für den Hobby-Bereich ist das dann auch mehr als nur hinreichend. Man muß sich auch mal vor Augen halten, wie teuer die letzten Prozent der Farbpräzision werden und ob sich das wirklich lohnt. Es sind ja nicht alle Menschen professionelle Grafikdesigner. ;)

    Auf jeden Fall wäre das vernünftiger. Die Frage für mich ist, kommt man heute noch ohne Kalibrieren auskommt, wenn man nur mit sRGB arbeiten will. Im Testbericht EV2333 oder Dell 2710 klang es so. Aber vielleicht reicht ja schon wechselndes Raumlicht, um die Werkseinmessung zunichte zu machen.


    Auch ich als kleiner Möchtegernfotograph wünsche ich mir schon, das die Drucke von Kontrast / Helligkeit her so sind wie auf dem Monitor. Ausserdem möchte ich den Farbstich vom Gegenblitzen auch möglichst schon am Monitor bemerken.


    Danke Euch,
    ln

  • Quote

    Aber was genau meinst Du mit "benötigt ziemlich starke Korrekturen"?


    Wie du in dem verlinkten Testbericht siehst, ist das DTP94 ziemlich weit "off". Das EyeOne Display benötigt im Regelfall geringere Korrekturen, aber die Abweichungen der Geräte untereinander ist deutlich höher. Und hier liegt das Problem. Wenn Quato z.B. generische Korrekturen berechnet, können sie ja höchstens über mehrere Colorimeter eines Typs mitteln. Dann ist es gut, wenn jedes einzelne möglichst nah an dieser Mitte liegt. Das ist beim DTP94 der Fall. In einer größeren Testreihe (nicht von uns) wurde für je 100 Geräte eines Typs:


    EyeOne Display 2 -> max. 15.0 dE, beste 90% 11 dE, durchschnittlich 8 dE
    Spyder 3 Elite -> max. 16dE, beste 90% 13 dE, durchschnittlich 7 dE
    Spyder 3 Pro -> max. 21 dE, beste 90% 16 dE, durchschnittlich 9 dE
    DTP94b -> max. 3.4 dE, beste 90% 2.3 dE, durchschnittlich 1.2 dE


    ermittelt.


    Quote

    Ich müsste dann also mit einer generischen Matrize von Quato arbeiten? Gibt's dazu irgendwo eine Anleitung für DAUs?


    Die Korrektur kannst du in iColor per Auswahl aktivieren (siehe Bild). Die Verwendung individueller Korrekturmatrizen ist kein offizielles Feature. Ich kenne derzeit keine Software, die das von Haus aus anbietet.


    Quote

    Auf jeden Fall wäre das vernünftiger. Die Frage für mich ist, kommt man heute noch ohne Kalibrieren auskommt, wenn man nur mit sRGB arbeiten will.


    Letztlich ist eine Kalibration/ Profilierung auch bei einem Display ohne erweiterten Farbraum für den ambitionierten Einsatz in Bezug auf die EBV zu empfehlen. sRGB wird hier nie paßgenau abgedeckt, es gibt immer kleinere Unterabdeckungen. Die machst du mit Farbmanagement zwar nicht wett, dafür werden aber Tonwerte innerhalb des Monitorfarbraums korrekt dargestellt. Außerdem bekommst du die vorgesehene Gradation.


    Quote

    Die hohen deltaE-Werte für Blau sind ein Hinweis auf diese Problematik. Diese deltaE-Werte sind jedoch bei weitem besser, als es im unkalibrierten Zustand der Fall wäre.


    Wobei die Farbwerte in Bezug auf den gemessenen Weißpunkt durchaus stimmig sind. Laut meinen letzten Informationen nehmen die Hersteller das EyeOne Pro wohl gerne als Bezugspunkt. Rechnet man also mit diesem Weißpunkt auf den Weißpunkt der Vergleichsbasis um und stellt die Meßwerte des EyeOne Pro entsprechend gegenüber, sind die Unterschiede eher gering. In Bezug auf unseren Testschirm von damals muß man tatsächlich festhalten, dass im Blaubereich eine größere Unterabdeckung im Blau (verglichen mit sRGB/ AdobeRGB) vorhanden ist. Allerdings schlägt sie sich in gemanagter Umgebung ja nur in den "Extremwerten" wirklich durch. Aber wie auch immer. Das ändert natürlich nichts an der Problematik - und da das EyeOne Display eben innerhalb der Serie deutlich größere Abweichungen als das DTP94 aufweist, empfehle ich definitiv Letzteres, sofern man Korrekturen nutzt oder ein CCFL Gerät ohne erweiterten Farbraum einsetzt.


    Gruß


    Denis

  • Obendrein ist das Gerät auch noch nicht geräuschlos...


    Wenn ich da nochmal einhaken darf: War dein Exemplar des S2433 lauter als der Foris? Dort schreibst du ja, dass ab einem gewissen Abstand der Monitor nicht mehr hörbar ist. Wenn beide das gleiche Panel benutzen, wäre das ja aber rein auf die Serienstreuung zurückzuführen, oder wird der Inverter/das Netzteil beim Foris möglicherweise zusätzlich "gedämmt"?


    Und noch eine Frage zur Garantie " 5 Jahre Vor-Ort-Austauschservice, Panel 3 Jahre", d.h. wenn nach 4 Jahren die CCFLs kaputtgehen gibt es keinen Garantieanspruch?


  • Wenn ich da nochmal einhaken darf: War dein Exemplar des S2433 lauter als der Foris? Dort schreibst du ja, dass ab einem gewissen Abstand der Monitor nicht mehr hörbar ist. Wenn beide das gleiche Panel benutzen, wäre das ja aber rein auf die Serienstreuung zurückzuführen, oder wird der Inverter/das Netzteil beim Foris möglicherweise zusätzlich "gedämmt"?


    Das Panel ist nur ein Bestandteil von vielen in einem Monitor. Der restliche Aufbau der beiden Geräte ist wohl komplett unterschiedlich. Auch die verbauten Netzteile werden nicht gleich sein. Du mußt bedenken, daß der Foris einen recht guten KVM-Switch beinhaltet und diesen ebenfalls versorgen muß.


    Der Foris, den ich hier als Testgerät hatte, war im Betrieb leiser. Wie ich es auch geschrieben habe, konnte man den Foris bei gewöhnlichem Betrachtungsabstand nicht mehr akustisch wahrnehmen. Der S2433W war lauter. Das kann aber natürlich auch auf eine Serienstreuung zurückzuführen sein. Sprich: Auch wenn die Monitore grundlegend unterschiedlich sind, so kann ich selbstverständlich ein besonders lautes Gerät erwischt haben. Ebenso könnte auch der Foris ein besonders leises Gerät gewesen sein...
    Keiner der Monitore war "störend" laut, so daß man daran nicht hätte arbeiten können. Mein NEC 2690 ist z.B. lauter als beide (zusammen) und es stört mich auch nur je nach Tagesform.
    Mehr als den Zustand der getesteten Geräte können wir bei PRAD aber auch nicht beschreiben. Wir bekommen nunmal nicht 100 Testgeräte, die dann alle "probegehört" werden, so daß wir eine aussage über die Serienstreuung treffen könnten.


    Quote

    Und noch eine Frage zur Garantie " 5 Jahre Vor-Ort-Austauschservice, Panel 3 Jahre", d.h. wenn nach 4 Jahren die CCFLs kaputtgehen gibt es keinen Garantieanspruch?


    Nunja, die Hintergrundbeleuchtung ist nicht das Panel, sondern sitzt hinter diesem. In einem solchen Fall kommt es dann wohl immer ein wenig auf die Kulanz an. Zur Sicherheit könntest Du natürlich am besten direkt EIZO fragen.
    Eigentlich, ohne Gewähr, sollte damit nur soetwas gemeint sein, wie die Anzahl der toten Pixel oder ähnliches. Also wirklich NUR das Panel.