NEC MultiSync PA311D - Ersteindruck und kleiner Überblick (User)

  • Mal eine vielleicht etwas untypische bzw. laienhafte Frage zum PA311D: Die optimale Auflösung ist ja 4096 x2160. Wenn ich diesen Monitor auch mal für ein gelegentliches PC-Game in höchstmöglicher Auflösung missbrauchen will, so sind die PC-Spiele ja für UHD (3840 x 2160) programmiert. Versucht der NEC nun, Vollbildansicht zu erzwingen und das UHD-Signal auf seine größere Bildschirmbreite zu strecken (bzw. oben und unten was abzuschneiden), oder kann ich ihn auch dazu bringen, genau in UHD-Auflösung darzustellen und links und rechts einfach zwei schmale schwarze Balken zu lassen. Von der zweiten Variante verspreche ich mir einfach die schärfere Darstellung. Grafikkarte ist eine Gainward GeForce RTX 2070 SUPER Phantom GS, das müsste von der Rechenpower sowohl für UHD-Games (bei nicht maximalen Einstellungen) als auch für die Verarbeitung der 10 bit Farbtiefe mit einem Nvidia Studiodriver funktionieren.



  • Sofern das Spiel die native Auflösung unterstützt, dann geht das automatisch; sofern nicht gibt es die schwarzen Ränder, so war es bei mir noch beim PA322UHD-2. Allerdings spiele ich auch keine neusten Spiele drauf weil ich eine Quadro P2200 intus habe und der PA311D wird wohl demensprechend auch so reagieren.

  • Nicht wirklich denn das Spiel ist unmöglich zu spielen. Hab das mal vor einigen Jahren versucht und da hatte ich einen 21" von NEC und da war das so schnell das man nichts lesen konnte weil das im 10fachen Schnellvorlauf abgelaufen ist. Die heutigen PC-Systeme sind für ein Game aus 1990 mit Lightspeed unterwegs...


    Mit einem EMU sollte es aber funktionieren wobei dann das Problem mit der Auflösung kommst und vermutlich so klein wird das man nichts mehr erkennen kann^^

  • [...]


    Das Feature ist neu und funktioniert eben nur mit dem MDSVSENSOR3


    [...]


    Hallo,


    zu der Aussage habe ich eine Frage, zu der ich im Internet bislang keine befriedigende Antwort gefunden habe: die Stand-Alone-Kalibrierung (ohne angeschlossenen PC) funktioniert beim PA311D wirklich NUR mit dem MDSVSENSOR3, nicht mit dem baugleichen i1 Display Pro, korrekt?


    Da bei der selbständigen Kalibrierung ohne PC die Basiswerte der internen SV-Engine des Monitors und somit auch alle anderen monitorinternen Farbraumpresets des PA311D aktualisiert werden, scheint das ja gegenüber der Kalibrierung mit SpectraView 2 sogar die zu bevorzugende Art der Hardwarekalibrierung zu sein, oder habe ich da einen Denkfehler? Dank der automatisierten ICC-Profil-Erstellung mit dem MultiProfiler könnte man auf SpectraView 2 dann ja ganz verzichten und das Wechseln der Modi würde viel schneller gehen (bei SpectraView 2 ist da ja wirklich jedesmal Zeit für ne Tasse Kaffee)...

  • Ja, das geht nur mit dem MDSVSENSOR3, wird auch vorgegeben.


    Naja, was genau mit "Self Calibration" gemeint ist konnte ich noch nicht testen. Der MDSVSENSOR3 ist erst heute am späten Nachmittag beim Lieferanten eingetroffen und meinen werde ich wohl erst Anfang kommender Woche erhalten.


    Aber mit der HWK wie mit der Spectraview II möglich soll das nichts gemein haben. Nach Aussage von NEC nur um zwei Monitore abgleichen zu können....(was das auch immer bedeuten mag).

  • Hmpf, schade, aber vielen Dank für die Auskunft!


    Laut Handbuch für den PA311D scheinen HWK ("Self calibration") und Weißpunktabgleich mit anderen Monitoren ("White copy") übrigens wirklich zwei separate Funktionen zu sein. Zur Kalibrierung heißt es dort:

    Klingt soweit ja ganz vielversprechend - mit SpectraView 2 wird im Gegensatz dazu ja nur ein weiteres Farbpreset im Monitor angelegt, dass die Differenz zu den Werksmessdaten abbildet. Aber wie Du schon andeutest: solange es noch niemand ausprobiert hat, ist das alles nur Rätselraten.

  • Der Sensor kam gegen 9 Uhr heute und seit einer Stunde fummle ich an dem PA311D rum und bekomme es nicht gebacken das der Sensor erkannt wird....


    Es ist zumindest ein MDSVSENSOR3^^^


    Evtl. muss ich die SVII runterwerfen und den Monitor komplett auf die Werkseinstellungen resetten. Sofern das nicht fruchtet werde ich mich an NEC wenden - die richtigen Personen kenn ich ja^^


    Sobald ich mehr weiß melde ich mich wieder.

  • Mein MDSVSENSOR3 kam auch am Samstag und es funktioniert tatsächlich wie erwartet: einstöpseln am SNS-Eingang des Monitors (der mit der Schutzkappe). Anschließend erscheint das OSD automatisch im Kalibrierungsmodus. Die Kalibrierung geht relativ schnell, danach macht er noch eine Validierung mit ca. 30 Farbfeldern. Die neuen Werte werden in die Referenztabelle des Monitors geschrieben (Werksmesswerte können aber jederzeit wiederhergestellt werden). Der MultiProfiler greift jetzt bei der Errechnung der automatisch generierten ICC-Profile auf die aktualisierten Referenzwerte des Monitors zu.


    Ich habe mit dem SpyderX (als "neutralem" Messgerät) mal eine Vergleichsmessung mit DispCal unter Windows vorgenommen: mit Werkskalibrierung durchschnittliches dE (ohne Schwarzwert) = 0,51; mit selbstkalibrierten Werten dE = 0,46. Mein SpectraView II-Profil war da sogar schlechter. Zugegeben: schon mit den Ausgangswerten hätte es für meine Zwecke (noch) gar keiner Kalibrierung bedurft, aber gut zu wissen, dass die Selbstkalibrierung offensichtlich so funktioniert, wie ich mir das erhofft habe.


    Ich hab mich jetzt erstmal von SpectraView II getrennt und genieße die Geschwindigkeitsvorteile beim Weißpunkt-Wechsel :-).

  • Sapperlot, diesen Eingang hab ich doch tatsächlich übersehen...


    Danke für den Hinweis


    Kann deine Aussage nun bestätigen.


    Wie schaut es denn bei dir aus mit dem was der PA311D leistet? Zufrieden?

  • Also ist der Sensor nicht nur zum Abgleich mit einem zweiten Bildschirm, sondern tatsächlich zum Kalibrieren da?

    NEC Spectraview Reference 322UHD-2 :S Wacom Cintiq Pro 24 | Windows 10 Workstation

  • [...]


    Wie schaut es denn bei dir aus mit dem was der PA311D leistet? Zufrieden?

    Also nach allem, was ich bislang beurteilen kann, bin ich mit meinem Exemplar sehr zufrieden :-). Ich hab bisher natürlich nicht tausend verschiedene Monitore gehabt, geschweige denn direkt miteinander verglichen oder irgendwelchen Labortests unterzogen. Aber mit den für mich subjektiv wahrnehmbaren Faktoren (Schärfe, Homogenität, Farbstabilität während der Nutzung, Kontraste, Übereinstimmung der Farben im Softproof mit (früheren) Drucken, Reaktionszeiten, Bedienbarkeit, Features) bin ich bislang wirklich sehr zufrieden. Ich habe für den PA311D schweren Herzens einen Eizo CG2420 vom Tisch geräumt, hab den Umstieg aber bislang jedenfalls noch nicht bereut. Allerdings ist er ja nun auch gerade mal ne Woche alt. Frag mich in nem Monat nochmal ;-).


    Also ist der Sensor nicht nur zum Abgleich mit einem zweiten Bildschirm, sondern tatsächlich zum Kalibrieren da?

    Ja, man kann den Monitor mit dem MDSVSENSOR3 auch ohne angeschlossenen PC oder einen anderen Monitor einfach selbstständig nachkalibrieren. Der Abgleich mit einem anderen Monitor ist eine von der Selbstkalibrierung unabhängige weitere Funktion des Monitors. Dafür wird der Sensor aber natürlich ebenfalls benötigt.

  • Der Prad Test wird hoffentlich bald da sein...

    einen kleinen Vorgeschmack gibt es aber jetzt schon auf einer chinesische Seite mit viele aussagekräftige Messungen: Link


    (Meinen Spectraview 2690 hat mir 13 Jahre treue Dienste bewiesen, die Helligkeit hat jetzt aber massiv nachgelassen... langsam Zeit rumzuschauen für einen Ersatz...)

  • Ich habe für den PA311D schweren Herzens einen Eizo CG2420 vom Tisch geräumt, hab den Umstieg aber bislang jedenfalls noch nicht bereut. Allerdings ist er ja nun auch gerade mal ne Woche alt. Frag mich in nem Monat nochmal ;-).


    Na dann frage ich doch mal nach.

    Ich selbst habe einen CS2420 der über kurz oder lang ersetzt werden soll. Eigentlich wollte ich einen BenQ SW321c dafür. Nun bin ich eher am CS2740 dran.

    Aber wenn der NEC noch weiter im Preis fällt...


    Nur: ist er wirklich das Geld wert (für einen Hobbyfotografen)...?

  • Die NEC-PA Serie ist im Semi-Pro Bereich angesiedelt und kann auch eine Menge.


    Ergo ist der auch für einen Hobbyfotografen mehr als nur tauglich!^^


    NEC hat den Preis vor 5 Monaten von knapp 3100 EUR deutlich gesenkt um dem CG319X, nur preislich, davon zu laufen^^