CEA will Standard für aktive Shutterbrillen

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Die amerikanische Consumer Electronics Association (CEA) hat diese Woche angekündigt, dass im März die Normierung des aktiven 3D-Standards stattfindet. Amerikas größte Berufsgenossenschaft für Technologie, die für mehr als 2.000 Hersteller, Retailer und Dienstleister steht, hat ihre Mitglieder dazu aufgefordert am Verfahren zur Standardisierung aktiver 3D-Shutterbrillen mit Infrarotempfänger teilzunehmen und Vorschläge einzureichen.

Allianz: Sony, Samsung, Panasonic, Sharp, Changhong und Haier setzen bislang auf aktive 3D-Technologie. (Foto: Sony)

Auf diese Weise will die CEA dafür sorgen, dass 3D-Sehhilfen und TVs unterschiedlicher Hersteller miteinander kombiniert werden können. Hintergrund ist, dass die CEA die Akzeptanz der aktiven 3D-Technik unter den Endkunden steigern will. 2010 waren 3D-taugliche Fernsehapparate in den USA nicht allzu erfolgreich gewesen. Einen Standard zu schaffen, könnte Barrieren bei den Verbrauchern einreißen und die 3D-Ausweitung begünstigen.

„Die vermehrte Präsenz von 3D-TVs in den Haushalten macht die Notwendigkeit nach vollständig kompatiblen 3D-Brillen zur dringlichsten Angelegenheit“, sagte Brian Markwalter, CEA-Vize für Marktforschung und Standardisierung. Als Innovationsmittelpunkt der Technologiebranche müsse die CEA Stein des Anstoßes sein, wenn es um eine solche Entscheidung gehe, so Markwalter. Rege Beteiligung der Industrie werde es erleichtern, die Kundenbedürfnisse zu befriedigen und die Erwartungen hinsichtlich der Kompatibilität zu erfüllen.

Der Abgabetermin für die Vorschläge, der 31. März, ist bereits in Sichtweite. „Damit er tatsächlich greift, muss der Standard noch diesen Sommer etabliert werden“, erklärte Tom Morrod, Chef für TV-Technologie bei ScreenDigest, im Gespräch mit pressetext.de. Der Analytiker sieht 2011 als das Jahr der Fernseher, die nach dem Kauf noch um zusätzliche Shutterbrillen erweitert werden können.

„Der Trend geht dahin, dass alle Panels 3D-tauglich sind“, sagte Morrod. Er rechnet damit, dass die Majors ab Juli die Mehrzahl ihrer Modelle mit der Option auf ein späteres 3D-Upgrade ausliefern. Dabei käme dann Shutterbrillen-Technologie zur Anwendung. Gäbe es 2010 einen Standard, würde das einen großen Unterschied machen, so Morrod weiter. Andernfalls sei damit zu rechnen, dass 2011 viele nicht-kompatible IR-Sensoren verbaut werden.

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