CEATEC: TDK mit flexiblen, transparenten OLED-Displays

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Auf der CEATEC 2010 stellte der Elektronikkonzern TDK Prototypen von flexiblen sowie durchsichtigen OLED-Panels vorgestellt. Ihr biegsames Farbdisplay im 3,5-Zoll-Format ist unwesentlich dicker als ein Blatt Papier und hat kaum Gewicht. Laut Osamu Onizuka, Chef der technischen Entwicklungsabteilung, will TDK bis Ende 2011 in der Lage sein, die Panels in Massenproduktion herzustellen.

Winzig, aber mit Potenzial: TDKs flexible OLED-Prototypen. (Foto: Ceatec)

Der Unterschied zu den von Sony bereits gezeigten hochflexiblen OLED-Displays besteht bei den TDK-Bildschirmen in der ungewöhnlich dünnen und leichten Ausführung. Die sogenannten Passivmatrix-Panels werden statt auf Glassubstrat auf einem Kunstharz gefertigt. Damit ist nicht nur die Biegsamkeit gewährleistet – laut TDK sinken Dicke und Gewicht auf etwa ein Sechstel: Die Farb-Version des Displays soll maximal 0,3 Millimeter dick und nur 1,11 Gramm schwer sein.

Transparenz ist eine weitere Eigenschaft, in der TDKs Prototypen bereits vorgestellte OLED-Displays überholen. Zwar hat Samsung schon zu Jahresbeginn auf der CES ein transparentes Panel gezeigt, doch dessen Durchlässigkeit lag nur 40 Prozent – TDKs Spezifikation besagt hingegen 50 Prozent. Der Unterschied liegt unter anderem daran, dass im Gegensatz zu Samsung Passiv- statt Aktivmatrix-Panel verwendet werden. Der TDK-Prototyp fällt allerdings deutlich kleiner aus als das Samsung-Pendant. Denn die Koreaner haben auf der CES ein Notebook-Display gezeigt, während die Japaner lediglich ein Zweizollpanel mit 320 mal 240 Pixeln auf der CEATEC ausstellen.

Das Kontrastverhältnis und die Helligkeit der Panels sollen weitgehend dem herkömmlicher Glassubstrat-Varianten entsprechen. Einzig in puncto Auflösung hängen die Prototypen bislang deutlich hinterher: 256 mal 64 Pixel sind recht bescheiden. Dafür können die Displays auch dann Inhalte darstellen, wenn sie gebogen werden. Während sie in Mobiltelefonen durch erhöhte Bruchsicherheit punkten sollen, könnten sie sich auch an Kleidungsstücken im Bereich tragbarer Elektronik wiederfinden. Angesichts des geplanten Produktionsstarts könnten die Flexiblen bereits 2012 den Weg in Produkte für Endkunden finden.

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