Chi Mei Group wünscht AUO im US-Kartellverfahren den Freispruch

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Im Kartellverfahren gegen Panelhersteller AU Optronics (AUO) solidarisiert sich die Chi Mei Group mit dem einheimischen Mitbewerber. Laut Digitimes äußerte Liang Yipan, Präsident von Chi Mei Materials, die Vorwürfe seien nicht fair gewesen und er hoffe, dass AUO den Fall gewinnen könne.

Erwartet den Schiedsspruch der US-Justizbehörde – AUO. (Logos: AUO, US-Department of Justice)

Dass direkte Rivalen einander grün sind, ist recht ungewöhnlich, doch in dem US-Kartellverfahren wegen illegaler Preisabsprachen waren etliche Branchengrößen der LCD-Panel-Industrie angeklagt. Chi Mei Optoelectronics, heute als Nachfolgeorganisation Chimei Innolux bekannt, wurde mit der Höchststrafe von 300 Millionen Euro belegt.

Das Verfahren zieht sich bereits jahrelang hin. Außer Samsung als Kronzeuge saß praktisch die gesamte Panelindustrie auf der Anklagebank. Der Vorwurf besteht darin, dass die Panelhersteller zwischen September 2001 und Dezember 2006 in einem Hotel in Taipeh geheime Treffen abgehalten haben sollen.

Während der als Crystal Meetings bekannt gewordenen konspirativen Sitzungen seien massive Preisabsprachen getroffen worden. Zu den Klägern gehörten Apple, Dell, HP und Nokia. LG Display, Chimei Innolux, Chunghwa Picture Tubes (CPT), Sharp und Hitachi haben ihre Schuld eingestanden und dafür saftige Geldbußen kassiert.

AUO hatte jedoch jede Mittäterschaft abgelehnt. Im August 2010 waren drei Top-Manager der mit AUO verbundenen BenQ Group in die USA gereist, um das Unternehmen vom Verdacht der Teilnahme an den Preisabsprachen freizusprechen. Kurz darauf wurden sie von den US-Justizbehörden festgehalten mit einem Ausreiseverbot belegt worden.

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