China: Absatz zum 1. Mai hat Signalwirkung auf Entwicklung der Panelpreise

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Nach 15-monatigem Preisverfall im Großpanelsegment stehen die Zeichen wieder auf Erholung. Das erkennen Displaybank-Marktforscher im Ergebnis der Auswertung des TV-Absatzes zum 1. Mai. Ein Mehr von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr gipfelte in 2,13 Millionen verkauften Geräten. Obgleich der Zuwachs geringer ausfiel als in den Jahren zuvor, sei ein kritisches Level erreicht worden, so die Experten, das eine positive Wirkung auf die weitere Entwicklung auf dem Panelmarkt haben werde, vor allem in Bezug auf die Preise.

Panelpreise: Allegorisch gesprochen, hat der Drache zum 1. Mai geblinzelt, bald wird er erwachen. (Bilder: Matthias Brinke/Pixelio, Changhong)

„Weil die Verkaufszahlen in dieser Zeit in den zurückliegenden Jahren nicht erwartungsgemäß hoch ausgefallen sind – mit ihrer Geldpolitik verschuldete die Regierung sinkende Investitionsbereitschaft und eine steigende Inflationsrate –, hatten Chinas TV-Hersteller im Stillen an ihren Absatzstrategien gefeilt“, sagte der Forschunglseiter Andy Yu.

Im Besonderen hätten sie bei allen Bestellvorgängen auf ein stabiles Lagerniveau geachtet. Da die Feiertags-Verkäufe das erwartete Level erreicht hätten, seien Befürchtungen wegen überfüllter Lager letztlich unbegründet. Daher prognostiziert Displaybank eine Normalisierung des Preisniveaus, gefolgt von stärkerer Nachfrage – obwohl die Monate Mai und Juni normalerweise als Saure-Gurken-Zeit gelten.

Mit maximal 15 Prozent Preisnachlass gewährten die TV-Hersteller in diesem Jahr einen geringeren Rabatt als 2010. Um dennoch rentabel zu bleiben, bewarben sie hauptsächlich Premium-Modelle mit Smart-TV-Funktion oder 3D-fähige Geräte. Während der heißen Shopping-Phase um den Maifeiertag ermittelte Displaybank für 3D-TVs einen Absatzanteil von zehn Prozent; Fernseher mit LED-Beleuchtung waren mit 50 Prozent vertreten.

Laut Jusy Hong, leitender Analytiker bei Displaybank, hätten sechs chinesische Großhersteller in Vorbereitung auf die Feiertagsperiode während des ersten Quartals in großem Umfang 3D-TVs auf den Markt gebracht, ab April seien Modelle mit FPR-Technologie hinzugekommen. Lag die Bestellquote von 3D-TV-Modulen Ende 2010 noch bei 0,5 Prozent, kletterte der Wert bis Ende März auf 8,7 Prozent.

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