Panelmarkt: Fokus verschiebt sich zugunsten kleiner Displays

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Die stetig steigende Nachfrage nach Panels im Klein- und Mittelformat hat das Segment ab zehn Zoll in jüngster Zeit gehörig an den Rand gedrängt. Das ist einer Meldung der Digitimes zu entnehmen. Unwiderlegbare Anzeichen dafür kommen von den südkoreanischen Displayriesen Samsung Electronics und LG Display: Bereits im zweiten Quartal in Folge wird die Branche durch Verlustmeldungen aus den LCD-Sparten der Unternehmen erschüttert.

Positiver Blick in die Zukuft: Die Lieferanten von kleinen Panels sind jetzt am Zug. (Bild/Logos: HannStar, CPT)

Panelhersteller aus Taiwan haben ihre Umsatzziele ebenfalls verfehlt. AU Optronics (AUO) und Chimei Innolux (CMI), die Platzhirsche im taiwanischen Revier, hatten für den Zeitraum von Januar bis März auch Verluste gemeldet. Nur aufgrund der rechtzeitigen Verschiebung ihrer Produktionskapazitäten auf kleine Displays konnten die weniger dominanten Branchenkollegen Chunghwa Picture Tubes und HannStar Display ihre Verluste in Quartal eins 2011 eindämmen.

Positive Nachrichten kommen indes von Herstellern, die sich auf die Produktion von kleinen und mittelgroßen Panels spezialisiert haben. Sie profitieren vom globalen Boom der Smartphones und Tablet-PCs. In den letzten Jahren war die Branche davon ausgegangen, dass nur die Giganten unter den Panelproduzenten die Leistungsfähigkeit besäßen, um große Panels für Fernseher zu fertigen. Daher überließ man das Sub-Zehnzollsegment Firmen von geringerer Größe. Als effektive Spezialisten auf ihrem Gebiet sind diese Unternehmen jetzt am Zug, während die Großformat-Fraktion von Absatzschwierigkeiten, Preisverfall und schrumpfenden Erlösen geplagt wird.

Als Fernseher mit großen Bilddiagonalen noch hoch in der Gunst der Konsumenten standen, hatten AUO, CMI und ihre südkoreanischen Rivalen ihre Herstellungskapazität aggressiv ausgeweitet. Die Folge waren rasant fallende Preise, eine Entwicklung, die sich zyklisch immer wieder umgekehrt hat, diesmal aber länger als gewöhnlich braucht.

Obschon sich ihr Tempo stark verringert hat, dauert die Preiserosion bereits 15 Monate an. Der Preis für ein 32-Zoll-TV-Panel, im April 2010 bei 200 US-Dollar, schrumpfte in Jahresfrist auf 145 US-Dollar. Der 30-Prozent-Einbruch steht exemplarisch für hohe Umsatzverluste aufseiten der Großpanel-Produzenten.

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