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China: Laue Verkäufe zum Neujahrsfest beeinflussen Panelnachfrage

Die Preise für LCD-Panels in Fernsehern sollen weiterhin auf dem gleichen Level bleiben. Für einige Paneltypen mit größeren Bilddiagonalen kann es sogar zu geringfügigen Preisnachlässen kommen, stellt die iSuppli Corporation im Rahmen ihres LCD PriceTrak Service fest.

Eine Ursache für die derzeitige Entwicklung liegt noch im alten Jahr: 2009 hatte es zum Jahresende hin Verteuerungen gegeben. Die Bepreisung erreichte bereits damals ein solch hohes Niveau, dass 2010 so gut wie gar keine Luft mehr nach oben besteht.

Der zweite Grund für die Preisstabilität der letzten Monate sind die mäßigen Verkaufszahlen von LCD-Panels während der Feiertage zum Chinesischen Neujahr. Insbesondere die Panelfertiger hatten sich ein weitaus besseres Geschäft erhofft. Zwei bis drei Millionen Geräte, so die Erwartungen der Hersteller, sollten im Rahmen der Ferienwoche abgesetzt werden. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr wäre das eine regelrechte Explosion gewesen – 130 Prozent mehr als 2009.

Letztlich wichen die tatsächlichen Zahlen zwischen 15 und 20 Prozent von den Prognosen ab. Schuld daran ist unter anderem der teilweise sehr aggressive Lageraufbau der Händler. Daher ist die Nachfrage auf dem chinesischen Markt seit März recht gering, was zwangsläufig zu stagnierenden oder sinkenden Preisen führen musste.

Aber auch die Wirtschaftlichkeit der Händler hat unter dem 2009 höheren Preisniveau gelitten. In Bezug auf die Lagerbestände bedeutet das eine Absicherung um weitere zwei bis drei Wochen im Voraus. Und vermutlich trägt diese weiterhin stabile Lagerhaltung zusätzlich dazu bei, die Nachfrage nach TV-Panels zu bremsen.

Dieser Trend soll sich laut iSuppli erst in den kommenden Quartalen ins Gegenteil verkehren. Erst dann werden sich auch die Panelpreise geringfügig anpassen. Als sehr gering stuft die Marktforschungsexperten die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Preisrutsches ein – zu sicher ist die Versorgungslage bei den Panelmodulen.

Ende März stellt sich die Situation auf dem Panelmarkt insgesamt etwas besser dar, als am Monatsanfang erwartet. Besonders das Preisniveau und die Nachfrage wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres schlechter eingeschätzt, als sie tatsächlich sind.

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