Chinas Metropolen gesättigt, internationale TV-Marken suchen neue Absatzfelder in kleineren Städten

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55 Prozent aller in China verkauften TVs gingen 2011 in Metropolen und Großstädten über den Ladentisch, ein Absatzplus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die restlichen 45 Prozent entfallen auf Bezirkshauptstädte und Kreisstädte, deren Zuwachsrate viermal höher war (17,5%), berichtet die Digitimes.

Umsatzeinbruch: Der TV-Bedarf in Riesenmetropolen wie Guangzhou ist gedeckt. (Foto: Wikipedia)

In den ersten neun Monaten des Jahres hat sich der TV-Absatz in Millionenstädten wie Shanghai, Peking, Guangzhou und Shenzhen und Provinzhauptstädten wie Yizheng (500.000 bis 2 Mio. EW) negativ entwickelt. Branchenkenner gehen deshalb davon aus, dass sich das Absatzverhältnis umkehrt und schon 2012 mehr als 50 Prozent des Umsatzes auf Bezirks- und Kreisebene erzielt wird.

Unter anderem während der Goldenen Woche zum chinesischen Nationalfeiertag mussten die Global Player mit ansehen, wie lokale TV-Anbieter mit gut ausgebauten Vertriebsnetzen auf Bezirks- und Präfekturniveau (und auch im ländlichen Bereich) hohe Umsätze erzielten. Deshalb richten internationale Großanbieter ihre Marketing-Bemühungen neuerdings ebenfalls darauf aus, den Absatz auf diesen Ebenen zu pushen.

Umgekehrt wollen die chinesischen Hersteller die bislang mageren TV-Verkäufe in den Großstädten im Ausland in Gang bringen. TV-Riesen wie Skyworth oder TCL fokussieren vor allem benachbarte Schwellenländer wie Indien und die Philippinen oder Thailand und Malaysia. Zuhause liegt ihr Umsatzanteil bei 46 (Metropolen) und 72 Prozent (Bezirks- und Kreisebene).

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